+
Ein antiker Ofen, der tatsächlich in Betrieb genommen werden soll, muss gewisse Voraussetzungen erfüllen.

Ofen und Kamin

Jetzt hat der Kaminofen Saison

Pünktlich zur neuen Heizsaison könnten die Preise für Gas und Öl weiter steigen. Gefragt sind daher Alternativen, die unabhängig von den endlichen Vorräten an Gas und Öl machen. Immer mehr Hausbesitzer entdecken daher eine traditionelle Form des Heizens wieder und entscheiden sich für einen Kaminofen.

Wenn die Abende herbstlich kühl werden, denken viele Hausbesitzer über die Anschaffung eines Holzofens nach. Damit könnte die Nutzung der Zentralheizung auf die kalten Wintermonate beschränkt bleiben und zu einer Einsparung von bis zu einem Drittel der Heizkosten führen. Bei den Öfen haben Verbraucher inzwischen die Qual der Wahl. Es gibt viele günstige Angebote - auf Auktionsplattformen im Internet lassen sich sogar vermeintlich antike Stücke für wenig Geld ersteigern.

Vorsicht bei antiken Stücken

Dort aber ist Vorsicht geboten, sagt Dieter Klaucke, Betreiber einer Internetplattform, die sich mit dem Ofenkauf beschäftigt, und rät: "Ein Ofen, der tatsächlich in Betrieb genommen werden soll, muss gewisse Voraussetzungen erfüllen." Manche Billigofferten seien nicht funktionsfähig oder untauglich für den Dauerbetrieb. "Viele Angebote eignen sich nicht für den Betrieb in Niedrigenergiehäusern, etwa die Hälfte der alten Stücke ist mit Asbest belastet und dürfte eigentlich gar nicht mehr gehandelt werden", ergänzt der Experte.

Oft entpuppten sich die vermeintlich antiken Gussöfen auch als billiger Nachbau aus Osteuropa. "Wer eine Feuerstelle in Betrieb nimmt, die nicht die Normen der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV ) erfüllt, handelt grob fahrlässig und muss mit dem Verlust des Versicherungsschutzes aus der Gebäude- oder Hausratversicherung rechnen," warnt Dieter Klaucke.

Einfache Handhabung

Dabei ist wohl keine Heizung so einfach zu bedienen wie ein Kaminofen: Man legt Holzscheite hinein, zündet sie an und kann schon wenige Augenblicke später die wohlige Wärme genießen. Zudem macht die heimische Feuerstätte unabhängig von Öl und Gas sowie den häufigen Preiserhöhungen der Energieversorger - gute Gründe für Immobilieneigentümer, die traditionelle Heiztechnik neu zu entdecken. Die Kosteneinsparungen, die sich mit dem gemütlichen Holzfeuer erzielen lassen, machen die Anschaffung auch aus finanzieller Sicht lohnend.

Dabei ist Heizen mit Holz obendrein umwelt- und klimafreundlich, denn der Rohstoff steht in unseren Breiten nahezu unbegrenzt und nachwachsend zur Verfügung. Da beim Verbrennen nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wird, wie das Holz zuvor während des Wachstums gespeichert hat, sorgt das offene Feuer zugleich für eine ausgeglichene Emissionsbilanz. (djd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion