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Achtung: Dieser Fehler kann für Schimmel in Heizköpernischen sorgen

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In der Heizkörpernische kann schnell Schimmel entstehen, wenn Sie einen Fehler machen.
In der Heizkörpernische kann schnell Schimmel entstehen, wenn Sie einen Fehler machen. © dpa/Sven Hoppe

Schimmel kann aus vielen Gründen entstehen: Vor allem falsches Lüften ist ein Auslöser dafür. Doch auch in Heizkörpernischen kann es zu Schimmel kommen.

Im Haushalt lässt sich viel an Strom- und Heizkosten sparen*, wenn man die richtigen Kniffe kennt: Zum Beispiel besorgen sich viele Dämmplatten oder Dammfolie aus dem Baumarkt, die hinter den Heizkörper geklebt werden, um keine Wärme zu verlieren. Allerdings können die scheinbaren Alltagshilfen Ihnen schnell den Schimmel ins Haus holen.

Schimmelgefahr: Baumarkt-Produkte unzureichende für Wärmedämmung hinter Heizung

Schuld ist daran nicht die Idee einer zusätzlichen Dämmung, sondern unzureichende Produkte und die unsachgemäße Montage. „Jede Form der Innendämmung muss sehr sorgfältig und vollflächig verklebt werden, um zu verhindern, dass feucht-warme Raumluft zwischen Wärmedämmung und alter Wandoberfläche eindringt“, erklärt Thomas Weber Bauherrenberater beim Verband privater Bauherren (VPB) laut dem News-Portal t-online.de. Sonst könne es sehr schnell zu einem versteckten Schimmelbefall kommen.

Zudem müssten auch die Unterseite der Fensterbank und die Laibungen der Nische gedämmt werden, um Schimmelproblemen vorzubeugen. Nicht zu vergessen sei außerdem, dass die vollflächige Verklebung hinter einem noch montierten Heizkörper „schwierig bis unmöglich“ sei. Darum sollte eine Dämmung der Heizkörpernischen am besten im Rahmen einer generellen Heizkörpersanierung stattfinden – und von einem Fachberater vorgenommen werden.

Zudem rät der Experte im Vorne herein dazu, dass Verbraucher sich von einem unabhängigen Energieberater kurz schalten sollten, um bauphysikalische Fehler zu vermeiden. Denn: „Echte Dämmplatten hinter den Heizkörper geschoben behindern die Wärmeabgabe des Heizkörpers“, so ein Pressesprecher des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Auch Weber meint demnach: „Eine wenige Millimeter dicke Wärmedämmung kann nicht zu einem nennenswerten Einspareffekt führen.“

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Wann lohnt sich eine Dämmung der Heizkörpernische?

Ob sich eine zusätzliche Dämmung hinter der Heizung lohnt, kommt auf die Kosten und das Einsparpotenzial an. Dazu müssen der aktuelle Dämmstandard, der Heizenergieträger, die derzeitigen Heizstoffkosten und die Effizienz der Heizungsanlage miteinander abgewogen werden. Wenn die Rechnung gut aufgeht, könnten laut einem Rechenbeispiel von Weber die Kosten innerhalb von fünf Jahren wieder hereingeholt werden. Und wenn die dünne Außenwand hinter der Heizung dank einer sachgemäßen Dämmung nicht mehr so schnell auskühlt, ist auch Schimmel kein Gegner mehr. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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