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Schutzwall: Gegen die Folgen von Hochwasser schützt eine Wohngebäudeversicherung nicht in jedem Fall. Hierfür müssen Hausbesitzer zusätzlich so genannte Elementarschäden absichern.

Wohngebäude versichern

Das gehört zum Basisschutz

Hausbesitzer sollten nicht an der falschen Stelle sparen. Denn ein Feuer oder ein Sturm kann schnell schwere finanzielle Folgen haben. Schutz bietet eine Wohngebäudeversicherung. Das Leistungsspektrum sollte aber gut verglichen und an die jeweilige Wohnlage angepasst werden. 

Von Nicola Menke

Eigenheimbesitzer haben oft lange für ihre vier Wände gespart und viel Zeit in ihr Zuhause gesteckt. Umso schmerzlicher, wenn das traute Heim durch widrige Umstände beschädigt oder gar zerstört wird, etwa weil eine geplatzte Wasserleitung Wände und Decken volllaufen lässt oder weil ein Kurzschluss zu einem Brand führt. Je nach Ausmaß des Schadens können die finanziellen Folgen erheblich sein. Deshalb sollte eine Wohngebäudeversicherung für jeden Immobilieneigentümer zur Grundausstattung gehören.

„Warum sie so essenziell ist, wird klar, wenn man sich überlegt, dass der Bau oder Kauf eines Eigenheimes für die meisten Menschen die größte Investition ihres Lebens darstellt“, erklärt Brigitte Mayer von der Verbraucherzentrale Hessen. Unabhängig von der Höhe der Summe - die je nach Größe, Ausstattung und Lage der Immobilie zwischen einigen Zehntausend und mehreren Millionen variieren kann - sei es ja bei den wenigsten so, dass sie das eingesetzte Kapital aus der „Portokasse“ nehmen könnten. Vielmehr würden Reserven herangezogen und in den meisten Fällen zusätzlich ein Kredit aufgenommen.

Wenn also ein größerer Schaden eintritt, kann das schnell existenzgefährdend sein. Hat es etwa gebrannt, müsse nicht nur die Renovierung oder der Wiederaufbau finanziert werden. „Zusätzlich muss ich weiter Schulden bei der Bank abbezahlen - das ist für viele der finanzielle Super-GAU“, verdeutlicht Mayer.

„Die Vielfalt der Schäden, gegen die man sein Haus absichern kann, ist riesig und nicht alles ist für jeden sinnvoll. Es gibt jedoch einen Basisschutz, den jeder haben sollte“, erklärt Andreas Hahn vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Absicherung gegen Feuer, die sich auf Schäden durch Brand, Blitzschlag und Explosion erstreckt. Auch Gebäudeschäden durch Hagel, Sturm und Leitungswasser sollten abgedeckt sein. „Tatsächlich sind gerade letztere sehr häufig“, erklärt Hajo Köster vom Bund der Versicherten (BdV). „Oft ist der Grund ein Rohrbruch, teils sind aber auch winzige Lecks in den Leitungen entstanden, aus denen unbemerkt Wasser ins Mauerwerk strömt.“

Ein aufmerksamer Blick in die Versicherungsunterlagen ist allemal empfehlenswert. So wird manch einer feststellen, dass ihm ein viel zu teures „Rund-um-sorglos-Paket“ verkauft wurde, von dem er die Hälfte nicht braucht. (dpa-tmn)

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