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Das gibt es zu beachten

Die erste eigene Wohnung

Es wird ausgecheckt bei Hotel Mama. Die erste eigene Wohnung soll bezogen werden. Das bedeutet Freiheit, Unabhängigkeit, aber auch jede Menge Verantwortung für junge Menschen.

Allein vor und während des Umzugs gibt es viel zu organisieren. Das hört danach aber auch nicht auf. Rechnungen, Abrechnungen und anderer Papierkram wollen bearbeitet werden.

Die richtige Wohnung finden

Bevor man von zu Hause auszieht, gilt es natürlich das passende neue Heim zu finden. Dabei ist es wichtig, dass man die Wohnung auch finanzieren kann. Das kommt natürlich ganz darauf an, ob die Eltern noch etwas dazu schießen oder die Kosten vielleicht sogar komplett übernehmen. Steckt man noch in der Ausbildung, im Studium oder hat man schon einen sicheren Job? Das alles beeinflusst natürlich die Art, Größe und auch die Lage der eigenen vier Wände.

Dann kommen die Wohnungsbesichtigungen. Es kommt dabei eher selten vor, dass man sich direkt für die Erstbeste entscheidet. Hier gilt es ganz genau auf den Zustand der Immobilie zu achten. Wer noch unerfahren mit solchen Besichtigungen ist, sollte sich auf jeden Fall eine Begleitperson mitnehmen. Wenn die Entscheidung auf eine Wohnung gefallen ist, wird der potentielle Vermieter möglicherweise einen Einkommensnachweis verlangen. Wird der Mietvertrag dann endlich unterschrieben, ist es wichtig eventuelle Mängel direkt über das Übergabeprotokoll zu vermerken.

Die erste Einrichtung

Bei einem Umzug in ein Studentenwohnheim sind häufig schon Möbel in den Apartments vorhanden. Hier muss man sich, wenn überhaupt, nur mit ein paar Kleinigkeiten eindecken. Auch in WGs kann es vorkommen, dass schon Einiges im Zimmer steht. In der Regel braucht man sich hierbei auch nicht etwa um eine Waschmaschine oder um Strom, Internet oder Heizung kümmern.

Falls man alleine in eine eigene Wohnung zieht, kann man sich bei knappem Budget auf dem Flohmarkt oder in Möbelbörsen umsehen. Außerdem haben wir auch manche noch einige Tipps auf Lager, wie man seine erste Wohnung günstig einrichten kann.

Der Umzug

Hier ist die Frage: Will man alles selbstständig machen oder engagiert man einfach eine Umzugsfirma? Letzteres kann ganz schön ins Geld gehen. Für kleine Wohnungen in kurzer Entfernung zahlt man hier etwa 500 Euro. Wenn die Mitarbeiter zusätzlich noch das Einpacken übernehmen, kommen im Schnitt noch mehr als 200 Euro dazu. Fragt man seine Freunde und/oder Familie zahlt man lediglich die Kosten für einen Transporter. Dafür sollte man zwischen 100 und 200 Euro pro Tag einplanen.

Papierkram abarbeiten

Der Einzug ist überstanden und jetzt gilt es die wichtigen Behördengänge zu meistern. Vor allem das Ummelden sollte man nicht vergessen, da das Versäumen ziemlich teuer werden kann. In der Regel hat man nur zwei Wochen Zeit, um sich bei seinem neuen Wohnsitz anzumelden. Bei einem Verstoß kann das bis zu 500 Euro kosten.

Nach der Ummeldung des Wohnsitzes kann man sich auf die anderen Behördengänge konzentrieren und seine Adresse dort aktualisieren. Dazu gehören unter anderem die Post, Krankenkasse, Arbeitsamt, das Finanzamt, etc. Aber auch um seine anderen Versicherungen, die Rundfunkgebühr und die Ummeldung des Autos sollte man sich kümmern.

Eine private Haftpflichtversicherung sollte ebenfalls zum Standard als Mieter gehören. Sie deckt Schäden ab, die gegenüber Dritten verursacht werden. So kann sie auch schützen, wenn man Schäden in der Wohnung verursacht und der Vermieter Anspruch auf Schadensersatz hat.

Ergänzend zur Haftpflicht lohnt sich auch noch eine Hausratversicherung. Die ist zwar nicht unbedingt nötig, kann aber sinnvoll sein, um beispielsweise Möbel, Elektronik oder andere Einrichtungsgegenstände im Haushalt abzusichern.

Unterstützung bei der Miete

Gerade Studierende oder Auszubildende haben hier die Möglichkeit sich finanziell unter die Arme greifen zu lassen. Generell haben Azubis, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, einen Anspruch auf Ausbildungsbeihilfe (BAB). Der monatliche Höchstsatz liegt 2019 bei 538 Euro plus Mietzuschuss von bis zu 84 Euro und der muss auch nicht zurückgezahlt werden. Voraussetzung ist, dass man eine staatlich anerkannte duale Ausbildung macht. Beantragt wird die Förderung bei der Agentur für Arbeit.

Bei einer schulischen Ausbildung greift in der Regel das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Dabei können Studierende aktuell bis zu 853 Euro pro Monat bekommen. Das Geld wird bei dem BAföG-Amt der jeweiligen Hochschule beantragt.

Wer weder BAB- noch BAföG-berechtigt ist und trotzdem zu wenig Einkommen hat, der kann bei seiner zuständigen Behörde Wohngeld beantragen. Der Betrag hier wird für jeden Einzelfall individuell berechnet, abhängig von der Haushaltsgröße, Einkommen und natürlich der Miete.

Erste Abrechnungen abwarten

Günstige Miete, tolle Lage, aber Abwarten ist angesagt, denn den wirklichen Mietpreis einer Wohnung kennt man erst nach der ersten Nebenkostenabrechnung. Zu allererst sollte man die Nebenabrechnung prüfen oder von jemandem prüfen lassen. Denn man mag es kaum glauben, aber im Schnitt sind 8 von 10 Abrechnungen fehlerhaft.

Auf der anderen Seite verschleiern manche Vermieter eine hohe Kaltmiete mit zu tief angesetzten Nebenkosten. Um auf solche Lockangebote nicht hereinzufallen, lohnt es sich nach der Nebenkostenabrechnung aus dem Vorjahr zu fragen. So kann man ein böses Erwachen auf jeden Fall vermeiden.

Bestens gerüstet kann es jetzt mit der Wohnungssuche und dem Umzug in die ersten eigenen vier Wände losgehen.

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