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Sparen durch Energieeffizienz - schon mit einfachen Tricks und modernen Geräten lässt sich unter dem Strich viel Geld sparen.

Geld sparen

Energieeffiziente Haushaltsgeräte können bares Geld sparen

Es gibt wohl kaum einen Haushalt, in dem das Wort "Energieeffizienz" nicht einmal genannt wird oder der sich nicht mit der Effizienz der Geräte befasst.

Kein Wunder, immerhin steigen die Strompreise wieder kräftig an und da ist es ein angenehmer Gedanke zu wissen, dass die eigenen Geräte möglichst wenig verbrauchen. Auf der anderen Seite ist es auch nicht korrekt, funktionstüchtige Haushaltsgeräte einfach so zu entsorgen – hier kann zwar die Effizienz gesteigert werden, doch verursachen die Geräte Müll. Zusätzlich steht oft ein ganz anderes Problem in diesem Zusammenhang an. Denn nicht jeder kann es sich leisten, Haushaltsgeräte auszutauschen, nur um einige Kilowattstunden im Jahr weniger zu verbrauchen. Dieser Artikel gibt Hinweise, wie sich eine Ersparnis erzielen lässt, ohne unnötigen Elektroschrott zu verursachen oder das Konto schon vor der Stromrechnung leer zu räumen.

Bei welchen Haushaltsgeräten lohnt sich die Erneuerung?

Zuerst kommt es immer darauf an, welche Geräte im Haushalt vorhanden sind. Üblicherweise sind es die Großgeräte, die häufig benutzt werden, die viel Strom verbrauchen. Sicherlich schadet es auch nicht, sich einmal den Toaster, den Wasserkocher oder die Kaffeemaschine anzuschauen, doch ist der Verbrauch hier – im Vergleich – eher begrenzt. Grundsätzlich gilt:

  • Nutzungshäufigkeit – die Geräte, die täglich oder fast täglich genutzt werden, sollten zuerst begutachtet werden. Waschmaschinen, Trockner, aber auch der Elektroherd und Backofen fallen hierunter. Zusätzlich ist der Kühlschrank immer ganz oben auf der Einsparliste, denn dieses Gerät läuft rund um die Uhr und verbraucht somit dauerhaft Strom. Wer einen zusätzlichen Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe hat, sollte sie auch auf den Prüfstand stellen. Gerade Gefriertruhen werden häufig Jahrzehnte lang genutzt, sodass sie längst nicht mehr den aktuellen Standards entsprechen.
  • Verbrauch – nun wird der Energieverbrauch geprüft. Bei älteren Geräten liegen die Angaben oft nicht mehr vor, deshalb hilft es, den Verbrauch extra zu messen. Hierzu gibt es Geräte, die vor den Stromanschluss gesteckt werden und auf denen sich der Verbrauch ablesen lässt. Praktisch: Diese Geräte können auch dazu verwendet werden, versteckte Stromfresser zu entdecken.
  • Möglichkeiten – die wenigsten Haushalte können sämtliche Geräte auf einen Schlag austauschen. Daher sollte überlegt werden, mit welchem Gerät begonnen wird. Oft ist es beispielsweise einfacher und günstiger, mit der Waschmaschine, dem Trockner oder dem Kühlschrank zu beginnen, sofern das kein Einbaumodell ist.

Allgemein sollte bei Neuanschaffungen fortan immer auf den Verbrauch geschaut werden. Wer also ohnehin bald den Trockner austauschen muss, weil er sein Werk nicht mehr wie gewünscht verrichtet, wählt ein energiesparendes Neumodell.

Wie groß fällt die Ersparnis mitunter aus?

Auf diese Frage kann kein Richtwert gegeben werden. Neue Geräte verbrauchen zwar an sich weniger Strom, als Altgeräte, doch neigen wir gerne dazu, uns mit einem neuen Gerät zu verbessern. Einige Beispiele:

  • Kühlschrank – wer bislang einen kleinen Kühlschrank mit einfachem Gefrierfach hatte, der besaß eine Stromschleuder. Wer nun jedoch hingeht und einen Kühlschrank nach amerikanischem Vorbild mit riesigem Gefrierschrank anschafft, der wird keinen geringeren Verbrauch haben.
  • Waschmaschine – auch hier verbrauchen neue Modelle weniger Strom und weniger Wasser. Wie hoch allerdings die Ersparnis ist, hängt vom Modell und dem eigenen Verhalten ab. So verbrauchen Eco-Programme zwar allgemein weniger Wasser, dafür laufen die Programme oft bis zu vier Stunden – in denen die Maschine Strom verbraucht. Dasselbe gilt für verschieden große Trommeln, die mehr oder weniger Maschinenladungen bedeuten. Wer aufgrund einer kleineren Trommel zwei statt einer Maschine wäscht, verbraucht nicht weniger.

Ähnliche Vergleiche lassen sich für Trockner, Herde oder auch Mikrowellen finden. Wichtig ist beim Kauf immer, die Energielabels sehr ähnlicher Modelle miteinander zu vergleichen. Denn ein A+++ bei einer normalen Kühl-Gefrierschrank-Kombi zeigt einen anderen Verbrauch als ein amerikanisches Riesenmodell. Daher darf auch nicht das Energielabel allein entscheiden, sondern der auf ihm angegebene Stromverbrauch.

Was ist beim Kauf zu beachten?

Wie bereits erwähnt, ist das Energielabel schon ein guter Indikator, um sehr ähnliche Modelle miteinander zu vergleichen. Um den Haushalt jedoch wirklich energieeffizient umzustellen, müssen weitere Punkte beachtet werden:

  • Kühlschrank – was wird eigentlich benötigt? Gerade in Zweipersonenhaushalten ist ein mächtiger Kühlschrank mit riesigem, eingebautem Gefrierfach schier überdimensioniert. Der Kühlschrank muss viel mehr arbeiten – also Strom verbrauchen – um den "leeren" Raum zu kühlen, als ein Kühlschrank, in dem die Lebensmittel aufgrund seiner Größe nicht untergehen. Beim Gefrierfach muss gleich darauf geachtet werden, dass die Chance, Lebensmittel schichtweise zu stapeln und zu vergessen, nicht unbedingt gegeben ist. Anderenfalls wird "vergessene" Ware gekühlt.
  • Waschmaschinen – hier gilt dasselbe. Es ist sinnvoll, sich die eigene Wäschemenge mal genauer anzuschauen und zu prüfen, wie viel in einer Woche zusammenkommt. Nun kann geschaut werden, wie groß die Trommel sein sollte. Zusätzlich sind die Programme ein guter Indikator. Wer so gut wie nie echte Schmutzwäsche hat, der benötigt keine umfangreichen Großprogramme, die mehrere Stunden laufen. Fakt: Jede Maschine sollte ein Kurzprogramm von höchstens sechzig Minuten haben.

Sehr wichtig bei der Überlegung, wo und was gekauft wird, ist auch, wie der Händler mit Altgeräten umgeht. Hier geht es in erster Linie um die fachgerechte Entsorgung. In vielen Städten werden Elektrogeräte nicht kostenlos abgeholt, sondern müssen vom Besitzer eigens zum Wertstoffhof gebracht werden. Daher empfiehlt es sich, lieber einen gewissen Aufpreis zu zahlen, dafür aber vom Händler gleich das alte Gerät mitnehmen zu lassen.

Fazit - nicht nur auf den Verbrauch schauen

Einzig der Blick auf das Energielabel ist selten aufschlussreich und muss nicht bedeuten, dass dieses Gerät für diesen Haushalt eine Ersparnis bedeutet. Überdimensionierte Elektrogeräte oder falsch gewählte Waschmaschinen können letztendlich mehr Strom verbrauchen, als ihre Vorgänger. Das trifft insbesondere auf Waschmaschinen mit stundenlangen Eco-Programmen zu, die zwar mit wenig Wasser auskommen, dafür aber für drei oder vier Stunden Strom ziehen. Zusätzlich sollten die Geräte nach und nach ausgetauscht werden, wobei mit dem ältesten oder störanfälligsten Gerät begonnen wird. Diese Vorgehensweise schont die Haushaltskasse und bietet die Chance, einzelne Geräte gut vergleichen und auf den eigenen Bedarf hin abstimmen zu können.

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