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Bis zu 5.200 Euro im Jahr: Diese Gartenarbeiten können Sie jetzt von der Steuer absetzen

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Von: Andrea Stettner

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Wer seinen Garten liebevoll pflegt und aufwändig bepflanzt, muss teils tief in die Tasche greifen. Viele Kosten lassen sich aber zum Glück von der Steuer absetzen.

Bis im Garten alles prächtig blüht und gedeiht, müssen Hobbygärtner viel Zeit und Mühe investieren. Wer einen größeren Garten besitzt oder selbst zu wenig Zeit für die Gartenpflege hat, der nimmt gerne die Hilfe eines Gärtners in Anspruch. Aber auch bei der Neuanlage oder Umgestaltung des Gartens werden Handwerker wie Pflasterleger oder Garten- und Landschaftsbauer benötigt. Das kann ganz schön ins Geld gehen. Zum Glück lassen sich Kosten für solche Aufträge von der Steuer absetzen.

Gärtner beim Beschneiden eines Lebensbaums. Wer Handwerker beauftragt, kann deren Rechnungen von der Steuer absetzen.
Wer einen Gärtner beauftragt, kann dessen Rechnungen von der Steuer absetzen. © imagebroker/Imago

Wer kann Gartenarbeit von der Steuer absetzen – und wo gebe ich sie in der Steuererklärung an?

Gartenarbeiten können sowohl von Eigentümern als auch Mietern als haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen von der Steuer abgesetzt werden. Auch Haushalte im europäischen Ausland wie Zweit-, Ferien- oder Wochenendwohnungen zählen dazu, solange der Hauptwohnsitz in Deutschland liegt. Zu den haushaltsnahen Dienstleistungen zählen dabei übliche Gartenarbeiten wie etwa Rasen mähen, Hecken schneiden oder Schädlingsbekämpfung. Handwerkerleistungen erfolgen dagegen einmalig, etwa für den Bau einer Terrasse oder das Verlegen eines Rollrasens. Vermieter können anfallende Kosten als Werbungskosten absetzen.

Keine Steuervorteile bei Neubau

Werden die Gartenarbeiten im Zuge eines Neubaus eines Hauses vorgenommen, werden sie nicht steuerlich begünstigt. In diesem Fall sollten Sie mit der Gartengestaltung warten, bis Sie eingezogen sind.

Welche Kosten kann ich von der Steuer absetzen?

Folgende Gartenarbeiten, die Sie in Auftrag gegeben haben, können Sie in der Steuererklärung geltend machen:

Nicht absetzbar sind dagegen:

Insgesamt dürfen Sie bis zu 20 Prozent der Gesamtkosten für die Gartenarbeiten von der Steuer absetzen – maximal 5.200 Euro (max. 4.000 Euro für haushaltsnahe Dienstleistungen, max. 1.200 Euro für Handwerkerleistungen).

Belege fürs Finanzamt gut aufbewahren

Die Zahlungsbelege und Rechnungen sollten Sie jedoch mindestens zwei Jahre aufbewahren, denn das Finanzamt kann Belege für Ihre Zahlungen anfordern. Am besten bezahlen Sie Ihre Rechnungen immer per Überweisung, so können Sie mithilfe der Abbuchungen Ihre Ausgaben am besten nachweisen. Für kleinere Beträge bis 100 Euro genügt in der Regel eine Quittung. Materialkosten immer getrennt von Arbeits-, Fahrt- und Maschinenkosten einreichen und mit ausgewiesener Mehrwertsteuer. Haben Sie alles richtig gemacht, winkt vielleicht schon bald eine ordentliche Rückzahlung vom Finanzamt, die sie wieder in Ihre Gartengestaltung investieren können – zum Beispiel in essbare Bodendecker. (as)

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