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Traditionell wird die Taufe nach dem Gottesdienst mit der Familie gefeiert.

Tipps für Eltern

So wird die Taufe zum gelungenen Fest

Die Taufe eines Kindes ist ein besonderer Moment. Es wird in die Glaubensgemeinschaft der Christen aufgenommen - und das gilt es zu feiern. Aber wie? Und was gibt es zu beachten? Ein Überblick.

Wo melde ich mein Kind zur Taufe an? Was erwartet uns im Taufgespräch? Und wie lange dauert überhaupt der Gottesdienst? Zehn Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Welcher Zeitpunkt ist der richtige?



Die Taufe ist in jedem Lebensalter möglich. Die meisten Eltern lassen ihre Kinder jedoch im ersten Lebensjahr taufen - sowohl in der evangelischen als auch in der katholischen Kirche. „Die Taufe ist ein Geschenk, das viele Eltern ihren Kindern so früh wie möglich machen wollen“, sagt Tanja Flentje vom katholischen Bistum Hildesheim.

Müssen beide Eltern Kirchenmitglieder sein?



Sowohl in der katholischen als auch evangelischen Kirche müssen nicht beide Elternteile Kirchenmitglieder sein. „Wichtig ist aber, dass jemand da ist, der dem Kind den Glauben auch vermitteln kann“, betont Pfarrer Sebastian Keller vom evangelischen Kirchenbezirk Leipzig.

Wo melde ich mein Kind zur Taufe an?



Eltern können ihre Kinder in jeder beliebigen Gemeinde taufen lassen. „Empfehlenswert ist aber, die Heimatgemeinde zu wählen“, sagt Flentje. Zu dieser habe das Kind den größten Bezug. „Die evangelische Kirche benötigt die Geburtsurkunde des Kindes und eine Taufanmeldung“, erklärt Keller. Die katholische Kirche benötigt zusätzlich das Familienstammbuch.

Wer kann Pate werden?



Sowohl in der evangelischen Kirche als auch in der katholischen Kirche sind zwei Taufpaten üblich. Dabei gilt: Ein Pate sollte Mitglied der jeweiligen Kirche sein. Dann kann der zweite Taufpate auch zu einer anderen christlichen Kirche gehören. Paten brauchen eine Mitgliedschaftsbestätigung ihrer Kirche. Wer nicht getauft ist und keiner christlichen Kirche angehört, kann nicht Taufpate werden.

Was passiert im Taufgespräch?



„Nach der Anmeldung im Pfarramt findet ein Taufgespräch statt“, erklärt Thies Gundlach, Vizepräsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche Deutschland. „Eltern können den Taufspruch mitteilen, Liedwünsche äußern und Fragen stellen.“ Tanja Flentje: „In der katholischen Kirche gibt es als Alternative zum Taufgespräch häufig Gruppentreffen mit mehreren Eltern.“

Wie finde ich den passenden Taufspruch?



„Der Taufspruch ist ein Spruch aus der Bibel, der das Kind durchs Leben begleiten soll“, erklärt Pfarrer Keller. Ein Taufspruch ist für eine katholische Taufe nicht erforderlich.

Was muss ich für den Gottesdienst vorbereiten?



„Taufeltern können eine eigene Taufkerze mitbringen“, sagt Gundlach. Keller ergänzt: „Eltern sollten sich im Vorfeld überlegen, wie das Kind am Taufstein gehalten wird. Manche Kinder fühlen sich wohler, wenn sie ihre Eltern anschauen und manche, wenn sie Richtung Taufbecken sehen, was geschieht.“

Wie wichtig ist das Taufkleid?



In der katholischen Kirche hat das Taufkleid eine große Bedeutung. „Es wird dem Täufling erst nach der eigentlichen Taufhandlung angelegt“, erklärt Flentje. „Als Zeichen, dass das Kind mit Jesus ein neues Gewand angezogen bekommt.“ In der evangelischen Kirche ist ein Taufkleid nicht zwingend.

Wie läuft ein Taufgottesdienst ab?



Sowohl in der evangelischen als auch in der katholischen Kirche dauert der Gottesdienst etwa eine Stunde.

Wie gestalte ich den Tag nach der Feier?



In beiden Kirchen ist es Tradition, die Taufe nach dem Gottesdienst mit der Familie zu feiern. Dabei ist es üblich, dass die Gäste dem Täufling Geschenke machen.

(Von Sandra Arens, dpa)

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