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Lizenzen

Die Verpackungslizenzierung geht in die nächste Runde

Bereits im Mai 2018 wurde das neue Gesetz zur Verpackungslizenzierung (VerpackG) verabschiedet. Bereits seit dem 1. Januar ist es können ausschließlich lizenzierte Verpackungen in den Verkehr gebracht werden, ansonsten drohen hohe Geldstrafen.

Doch was ändert sich auf diese Weise für die Verbraucher? Und handelt es sich tatsächlich um einen wichtigen Beitrag zur Schutz der Umwelt?

Was ändert sich nun für die Verbraucher?

Für jeden Händler ist es nur noch möglich, lizenzierte Verpackungen in den Verkehr zu bringen. Dies gilt etwa im Bereich der Onlineshops, der in den vergangenen Jahren ein sehr starkes Wachstum an den Tag legte. Auf diesem und anderen Feldern fallen in Deutschland Jahr für Jahr acht Millionen Tonnen Verpackungsmüll an. Die große Aufgabe des Recyclings muss vor diesem Hintergrund effektiv und mit System in die Tat umgesetzt werden. Die bereits im Jahr 1991 eingeführte Verpackungsverordnung setzte sich das Ziel, genau dieses Projekt in die Tat umzusetzen. Seither wurden mehrfach Änderungen vorgenommen, um den Anforderungen der Zeit gerecht werden zu können.

Versandunternehmen arbeiten inzwischen unter Hochdruck daran, das Versenden und Empfangen von Waren so komfortabel wie möglich zu machen. So ist es etwa bei Paketversändern möglich, auf ein System zurückzugreifen, welches inzwischen in ganz Europa etabliert ist. In Zukunft sollen diese Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Durchsetzung der neuen Standards leisten.

Die Lizenzierung

Seit dem 1. Januar 2019 ist es bereits notwendig, jede verwendete Verpackung in einem dualen System zu registrieren. Wird dieser Schritt noch nicht vom Großhändler oder dem Hersteller übernommen, so ist es der Verkäufer der eingepackten Waren, dem diese Aufgabe zukommt. Damit es für den Nutzer der Verpackung nicht möglich ist, jegliche Verantwortung von sich zu schieben, ist ein eindeutiger Nachweis der anderweitigen Lizenzierung erforderlich. Auf diese Art können sich die Behörden eine genaue Strafverfolgung ersparen, die einen sehr hohen Aufwand mit sich bringen würde.

Die Kosten der Lizenzierung, welche letztlich zu tragen sind, hängen von unterschiedlichen Faktoren ab. Einerseits spielt die Menge des genutzten Materials eine Rolle. Nach dem neuen Gesetz hängt es jedoch auch von der Art des genutzten Materials ab, welche Kosten unter dem Strich geschultert werden müssen. Jahr für Jahr müssen die Händler Auskunft über diese Faktoren geben, damit bei den Behörden letztlich Klarheit über die aktuellen Umstände der Lizenzierung herrscht. Für Händler ist es gleichsam zu empfehlen, diesen neuen Schritt bei der Preis- und Versandkalkulation zu berücksichtigen, um weiter sicher wirtschaften zu können und dabei den eigenen Anforderungen gerecht zu werden.

Aktuelle Quoten des Recyclings

Insgesamt soll im Laufe der Jahre die Quote der recycelten Verpackungen deutlich in die Höhe getrieben werden. Dafür wurde zuletzt ein Modell entworfen, welches sich in verschiedenen Schritten diesem Ziel widmet. Die Basis stellt die Quote der heute mehrmals genutzten Rohstoffe dar. Bereits heute werden etwa 70 Prozent aller Kartons und Kartonagen wiederverwendet. In den kommenden Jahren sieht der Plan vor, diese Quote zunächst auf 80 Prozent zu steigern. Ab dem Jahr 2022 soll es dann möglich sein, mindestens 90 Prozent des Materials erneut zu verwerten und auf diese Weise die Umweltbilanz deutlich zu verbessern.

In der Kategorie der Kunststoffe ist die Rate des recycelten Materials derzeit mit nur 36 Prozent besonders niedrig. Auf der Basis der errechneten Daten kann es gelingen, ab dem Jahr 2022 65 Prozent der Kunststoffe erneut zu verwerten. Die Registrierung im Dualen System, die zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen und Händler in Deutschland auf ihre Verantwortung aufmerksam machen wird, soll dazu natürlich einen wichtigen Teil beitragen. Schon heute werden aus diesem Grund die Weichen gestellt, um zukünftig diese Erfolge einfahren zu können.

Die Pfandpflicht wird ausgeweitet

Auch die Pfandpflicht, die in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder angezogen wurde, konnte in das neue Gesetz einbezogen werden. Die neue Regelung ist etwa im Falle von Einweggetränkeverpackungen von Frucht und Gemüse-Nektaren von Bedeutung. Gleichsam trifft sie auf Mischgetränke zu, deren Molke-Anteil bei mindestens 50 Prozent liegt. All diese Produkte werden von nun an nur noch gegen ein Pfand von 0,25 Euro verkauft werden.

Die neue Transparenz soll dabei auch auf die Regale im Supermarkt ausgeweitet werden. Um ein Plus an Transparenz für die Verbraucher zu schaffen, sollen Einweg- und Mehrwegprodukte deutlich gekennzeichnet werden. Die Wahl der Verpackung kann auf diese Weise bewusst getroffen werden. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass es auf diese Weise möglich ist, die Menge der Einwegverpackungen weiter zu senken und auf diese Weise den selbst gesteckten Zielen ein Stück näherzukommen.

Aktuelle Systeme unterstützen

Mit den neuen Gesetzen sollen für Unternehmen zusätzliche Anreize geschaffen werden, um sich für ökologische Verpackungen zu entscheiden. Durch die anfallenden Entgelte kann dabei auch ein finanzieller Anreiz geschaffen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt ist jedoch unklar, ob nach VerpackG noch weitere Gesetze folgen werden, um den bisherigen Weg fortsetzen zu können. Sollte es auf der Grundlage der neuen Pflichten gelingen, die ersehnten Quoten zu erreichen und die Quote des recycelten Materials deutlich in die Höhe zu treiben, so wäre es für die Verantwortlichen jedoch kaum notwendig, weitere Pflichten in die Welt zu setzen.

Letztlich soll mithilfe der neuen Maßnahmen die große Last von den Verbrauchern genommen werden. Diese sehen sich bei der Wahl ihrer Produkte immer mehr herausgefordert. Inzwischen müssen gesundheitliche, soziale und ökologische Einflüsse abgewogen werden, um ein Produkt mit gutem Gewissen auswählen zu können. Durch die Möglichkeit, das Recycling der Verpackung in Zukunft den Unternehmen und Großhändlern überlassen zu können, reduziert sich die Reihe der Verpflichtungen bei der Auswahl der eigenen Produkte. Ohne wirtschaftliche Interessen beeinträchtigen zu müssen, kann es auf diese Art und Weise möglich sein, das Problem des Verpackungsmülls in Deutschland massiv zu reduzieren und damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten.

Eine nachhaltige Ausrichtung wird sich für die Unternehmen in Deutschland in Zukunft noch mehr lohnen. Wer sich Mühe gibt, den ökologischen Ansprüchen gerecht zu werden, ist dazu in der Lage, teure Entgelte zu umgehen und damit die Gewinnspanne zu steigern. Grünen Punkt den entscheidenden Beitrag liefern, um diese Wende endlich in die Tat umsetzen zu können und damit viele Verbraucher zu erreichen.

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