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Kinder brauchen Erwachsene, um ein angemessenes Sozialverhalten zu entwickeln. Beim Spielen sollten Erwachsene den Nachwuchs deshalb im Blick behalten.

Erziehungs-Tipp

Umgang mit dem aggressiven Freund des Kindes

Kinder reagieren auf Gefühle oft impulsartig und körperlich. Das Zusammenspiel mit anderen Kindern muss, wie so vieles, erst erlernt werden. Eine Expertin gibt Tipps für Eltern.

Kleine Raufereien unter Kindern sind ja nicht ungewöhnlich. Doch wenn der Freund eines vierjährigen Kindes immer schnell aggressiv wird, haut, schubst und kratzt, finden das viele Eltern nicht mehr feierlich und fragen sich: Sollte ich den Kontakt zukünftig meiden?

„Im Kindergartenalter müssen Kinder erst noch lernen, ihre Gefühle zu regulieren. Sie spüren einen Impuls, etwa Frust, und reagieren zunächst impulsiv und oft auch körperlich. Dann brauchen sie Erwachsene, die ihnen helfen, angemessenes Verhalten zu entwickeln“, erklärt Isabelle Dulleck von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Ob es sich noch um altersgerechtes Verhalten handelt oder bereits darüber hinaus geht, lasse sich von außen meist schwer beurteilen.

Allerdings ist es für die Sozialpädagogin völlig normal, dass viele Kinder mit vier Jahren noch Unterstützung brauchen, um miteinander zu spielen - und zwar ohne dass es zu Tränen oder Streit kommt.

„Erwachsene können helfen, indem sie beispielsweise ein Spiel initiieren und sich dann zurückziehen, wenn die Kinder gut miteinander zurechtkommen“, rät Dulleck. Dennoch sollte man bei Kindern in diesem Alter in der Nähe bleiben, um bei schwierigen Situationen unterstützen zu können.

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