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Studie:

Jeder zweite Arbeitnehmer schläft schlecht

Millionen Menschen in Deutschland klagen über schlechten Schlaf. Bisweilen weiten sich diese Probleme bis hin zu einer Schlafstörung aus.

Die Aussicht, künftig jeden Morgen kaum erholt aus dem Bett steigen zu müssen, ist einer der zahlreichen Nachteile, die aus der Schwierigkeit erwachsen. Doch wie ist es möglich, das Krankheitsbild in den Griff zu bekommen? Wir nehmen einige leicht umzusetzende Tipps unter die Lupe.

Keine Seltenheit in Deutschland

Längst handelt es sich bei den Schlafstörungen um kein seltenes Phänomen mehr. Doch nicht eine einzelne unruhige Nacht kann als Symptom für die Problematik anerkannt werden. Experten verweisen auf die sogenannte Dreier-Regel, welche als Faustregel eine Einschätzung erlaubt. Tritt eine Schlafstörung über mehr als drei Wochen, häufiger als drei Mal in der Woche auf, so ist eine medizinische Untersuchung angebracht. Treten die Probleme seltener zutage, so können sich die Betroffenen noch ohne den Beistand eines Arztes aus ihrer Situation befreien.

Aktuelle Studien machen vor allem die neue Situation in der Arbeitswelt für die vielen unruhigen Nächte verantwortlich. Immer mehr Arbeitgeber sind darauf angewiesen, mit ihren Diensten rund um die Uhr zur Verfügung zu stehen. Selbst nach Feierabend sind sie noch erreichbar und nehmen Anrufe entgegen. Die Unfähigkeit, Beruf und Freizeit in dieser Lage klar voneinander zu trennen, gilt in dieser Lage als eine der größten Einschränkungen, unter der die Betroffenen zu leiden haben.

Das passende Flair schaffen

Bereits bei der Gestaltung des Schlafzimmers ist es möglich, Schlafstörungen aktiv entgegenzuwirken. So sollte der gesamte Raum allein auf das Bett ausgerichtet sein. Unterbewusst wird auf diese Weise bereits signalisiert, dass das Betreten des Raums allein der Erholung dient. Je komfortabler und wohliger das Bett selbst ist, desto freudiger treten wir die Nacht an. Aus diesem Grund konnten etwa die Boxspringbetten dieses Anbieters in den vergangenen Jahren große Erfolge feiern. Zur Homepage des Anbieters geht es hier.

Besonders wichtig ist, das Schlafzimmer nicht noch als Arbeitszimmer oder Fernsehzimmer zu nutzen. Je mehr dieser ablenkenden Tätigkeiten dort ausgeübt werden, desto schwerer fällt es, den Gang ins Bett zu einem Ritual der Müdigkeit werden zu lassen. Experten empfehlen aus diesem Grund eine sehr zurückhaltende Einrichtung. Neben dem Bett, den Nachtkästchen und eventuell einem Kleiderschrank sollten sich keine weiteren Möbel mehr dort finden lassen.

Rituale können helfen

An und für sich können auch Rituale vor dem zu Bett gehen einen wertvollen Beitrag zu unserem gesunden Schlaf leisten. Etwa eine Stunde vor der Nachtzeit ist es möglich, den Körper ganz gezielt zur Ruhe kommen zu lassen. Am besten gelingt dies, wenn Tag für Tag die gleichen Aktionen durchgeführt werden. Dazu zählt für manche eine letzte Tasse Tee. Andere legen Wert darauf, im Bett noch ein paar Seiten zu lesen. Je monotoner eine solche Tätigkeit ist, desto leichter bereitet sie uns auf einen erholsamen Schlaf vor. Der Körper ist dadurch besser dazu in der Lage, von der Aktivität des Tages zu einem hohen Maß an Ruhe und Erholung zu finden.

Störend wirken sich derweil elektronische Inhalte auf unseren Schlaf aus. Auf dem Smartphone, Tablet oder Notebook bekommen wir noch in den Minuten vor dem Schlafengehen sehr viele Informationen, die unser Gehirn zu verarbeiten versucht. Die ständig neuen Reize, welche auf diese Weise empfangen werden, stehen einem zügigen und erholsamen Schlaf im Wege. Rund eine Stunde vor der Nachtruhe sollten diese Utensilien deshalb aus der Hand gelegt werden. Wer sich stattdessen für etwas ruhige Musik und ein gutes Buch entscheidet, wird weit weniger gereizt und kann dadurch leichter in einen Zustand der Müdigkeit kommen.

Vorsicht vor Schlafmitteln

In sehr vielen Fällen werden Schlafmittel eingesetzt, um die Phase der Unruhe zu überwinden. Auf den ersten Blick handelt es sich um eine einfache Möglichkeit, um zu etwas mehr Entspannung zu kommen. Viele Präparate entfalten ihre Wirkung in wenigen Minuten. Wer unter akuten Schlafstörungen leidet, ist oft nur noch auf diese Art dazu in der Lage, sich am nächsten Morgen erholt zu fühlen und mit mehr Energie in den Tag zu starten. Gleichsam kamen in den letzten Jahren neue Schlafmittel auf den Markt, die keine Nebenwirkungen mehr auf das vegetative Nervensystem haben.

Ärzte raten dennoch davon ab, zu schnell zu dieser Hilfe zu greifen. Zumindest jeder zehnte Mensch in Deutschland nutzt gelegentlich diesen Weg für sich. Doch durch die positive Wirkung der Präparate besteht die Chance, dass sich eine Abhängigkeit ausbildet. So ist es in Zukunft kaum mehr möglich, ohne den Einfluss des Schlafmittels in einen gesunden Schlaf zu finden. Die Wirkstoffe selbst können im Laufe der Jahre und Jahrzehnte Nieren und Leber schädigen. Auch aus diesem Grund wird empfohlen, diese Angebote stets mit einem höheren Maß an Vorsicht zu genießen.

Neue Ansätze der Hypnose

Inzwischen wird auch auf dem Feld der Hypnose daran gearbeitet, Menschen mit Schlafstörungen zu behandeln. Empfohlen wird ein solcher Ansatz jenen Personen, bei denen innere Anspannung als Auslöser der Probleme ausgemacht werden kann. Häufig sind Erfahrungen der Vergangenheit dafür verantwortlich, dass sich eine solche Einstellung ausbilden konnte. Die Hypnose versucht nun, in das Unterbewusstsein der Patienten vorzudringen und die Blockade zu lösen. Sofern es gelingt, dadurch eine traumatische Erfahrung hinter sich zu lassen, handelt es sich um einen Ansatz, welcher das Problem bei der Wurzel packt und langfristige Hilfe leisten kann. Doch längst nicht jeder Patient ist empfänglich für eine solche Therapie, die sich wohl auch aus diesem Grund bislang noch nicht auf ganzer Linie durchsetzen konnte.

Unter dem Strich werden einige Chancen deutlich, an denen im Falle von Schlafstörungen angesetzt werden kann. An und für sich ist es zumeist eine Kombination der unterschiedlichen Schritte, die letztlich zu den gesundheitlichen Erfolgen führt. Die Aussicht für Betroffene, wieder erholt in den Tag starten zu können, ist zumeist ein großer Anreiz. Treten die Störungen über Jahre besonders intensiv auf, so sind die Patienten oft so erschöpft, dass sie keinen Vollzeitjob mehr antreten können. Auf diese Weise leiden auf lange Sicht noch andere Bereiche des Lebens unter der Störung, die womöglich in einem frühen Stadium hätte leicht behandelt werden können, um die eigene Gesundheit zu erhalten und das Problem selbst bei der Wurzel zu packen.

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