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Die Wohnung urlaubssicher machen

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Ist eine Wohnung gut überwacht und gesichert, haben Einbrecher kein leichtes Spiel.
Ist eine Wohnung gut überwacht und gesichert, haben Einbrecher kein leichtes Spiel. © Symbolfoto/dpa

Zurück aus dem Traumurlaub und die eigene Wohnung ist leergeräumt oder beschädigt? Das kann man vermeiden, wenn man vor der Abreise ein paar Dinge beachtet und organisiert. Nachbarn oder Freunde können dabei helfen.

Um einen Urlaub richtig gut vorzubereiten, sollten nicht nur Koffer gepackt, sondern auch die eigene Wohnung oder das Haus urlaubsfertig gemacht werden. Mit ein paar kleinen Vorkehrungen, intelligenter Technik und Hilfe von Freunden oder Nachbarn kann man die eigenen vier Wände während der Abwesenheit gut vor Einbrechern oder Schäden schützen.

Mit diesen sieben Tipps sichern Sie am besten Ihre Wohnung vor Einbrechern:

1. Mülltonnen wegräumen, Bewegungsmelder anschalten

Um Langfingern den Garaus zu machen, helfen schon schlichte Vorkehrungen rund ums Haus. „Wichtig ist in dieser Zeit, besonders auf die kleinen Dinge zu achten, die Fremden den Zugang zum Haus ermöglichen könnten“, sagt Nils Matthiesen, Sprecher der Polizei Bremen. Leitern, Mülltonnen oder Gartenmöbel sollten möglichst im Schuppen oder Keller verschlossen werden, damit sie nicht als Einstiegshilfe missbraucht werden können. Abschreckend wirkt auch ein Bewegungsmelder vor dem Haus, denn die Täter scheuen das Licht.

2. Doppelt absperren, alle Fenster schließen

Haus- und Nebeneingangstüren sollten doppelt verriegelt sein. Alle Fenster, auch die in den oberen Etagen, müssen vollständig verschlossen werden. „Ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster und macht Probleme“, sagt Polizeisprecher Matthiesen. Es bietet für Einbrecher eine gute Zugangsmöglichkeit. Außerdem kann es im Ernstfall Schwierigkeiten mit dem Versicherer bei der Erstattung des Schadens geben.

3. Wertsachen gut einschließen

Können Wertgegenstände nicht außerhalb der Wohnung aufbewahrt werden, sollten sie gut verwahrt sein. In manchen Fällen kann sich auch der Kauf einer Alarmanlage lohnen. „Ich empfehle eine Anlage, die einen sogenannten stillen Alarm auslöst“, sagt Hartmut Zander von der Initiative Elektro plus. Dann ertönt keine Sirene, sondern der Alarm wird automatisch an eine bestimmte Telefonnummer weitergegeben. Bei der Polizei oder einer Wachschutzfirma wird dann ein Notruf ausgelöst.

4. Ersatzschlüssel für Freund oder Nachbar

Besonders gefährlich ist es, einen Ersatzschlüssel unter der Fußmatte oder an einem anderen Ort zu deponieren. Nach den Erfahrungen der Polizei finden Diebe selbst raffiniert versteckte Ersatzschlüssel im Garten. Besser ist es, vor der Urlaubsreise eine Vertrauensperson, zum Beispiel einen Freund, Verwandten oder Nachbarn zu benachrichtigen und dort einen Ersatzschlüssel zu deponieren.

5. Anwesenheit vortäuschen: Radio und Licht an, Rollläden hoch

Er oder sie sollte regelmäßig im Haus nach dem Rechten schauen und so auch dabei helfen, das Haus bewohnt erscheinen zu lassen. Ein überlaufender Briefkasten wäre ein untrügliches Signal für Einbrecher, er muss regelmäßig geleert werden. Hohes Gras im Garten ist für potenzielle Diebe ein Indiz, dass längere Zeit niemand zu Hause ist. Und auch Rollläden sollten nicht immer unten bleiben. Hier können moderne Gebäudesysteme helfen, die so eingestellt werden, dass Jalousien und Rollläden zeitgesteuert herauf- und heruntergelassen, Räume zu unterschiedlichen Zeiten beleuchtet und Radio und Fernseher in unregelmäßigen Abständen an- und abgeschaltet werden.

6. Mieterpflichten gelten auch im Urlaub

Es ist generell wichtig, seine Wohnung bei Abwesenheit nicht unbehütet zu lassen. Laut Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland haben Mieter auch im Urlaub die Pflicht, dem Vermieter etwaige Schäden in der Wohnung mitzuteilen. Freunde oder Nachbarn sollten sich daher regelmäßig in der Wohnung umsehen, ob alles in Ordnung ist. Damit der Vermieter im Schadensfall leichter in die Wohnung kommt, sollte man ihn am besten darüber informieren, welche Person den Ersatzschlüssel hat. Tritt dann beispielsweise ein Wasserrohrbruch auf, muss die Tür nicht auf Kosten des Mieters aufgebrochen werden.

7. Wasserhähne zu, Stecker raus

Der Mieter muss auch für alle Schäden aufkommen, die er hätte vermeiden können. Bevor die Reise losgeht, sollten daher sicherheitshalber alle Wasseranschlüsse abgedreht und die Stecker von Fernseher, Radio und sonstigen Elektrogeräten abgezogen werden. (dpa/ig)

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