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Blick auf die Dächer von Venedig.
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Venedig lockt normalerweise fast täglich 100.000 Touristen und Touristinnen an.

Touristenströme lenken

Eintrittsgebühr für Reisende in Planung: Venedig geht gegen Massentourismus vor

  • Franziska Kaindl
    VonFranziska Kaindl
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Venedig will schon bald eine Eintrittsgebühr für Tagestouristen und Tagestouristinnen einführen und die Tickets an den Zugangspunkten der Stadt kontrollieren.

Venedig lockte vor der Corona-Pandemie fast täglich tausende von Tagestouristen an, die die historische Innenstadt und die Kanäle bewundern wollten. Die Menschenmassen belasten jedoch die Kultur und Tradition der Stadt, Einheimische können kaum noch für die Lebenshaltungskosten aufkommen. Daher ist bereits seit 2019 eine Eintrittsgebühr für Tagestouristen und Tagestouristinnen in Planung*, die dabei helfen soll, die Besucherströme besser zu lenken. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Einführung verschoben, doch nun sind konkretere Pläne bekannt.

5 Euro Eintrittsgebühr pro Tag für Reisende geplant

Tagestouristen und Tagestouristinnen sollen künftig eine Eintrittsgebühr von 5 Euro entrichten, um Venedig besuchen zu dürfen. Die Tickets müssen vorab online gebucht und bezahlt werden, wie unter anderem das Online-Portal check24.de berichtet. An den wichtigsten Zugangspunkten zum Stadtzentrum werden Tore aufgestellt, an denen die Tickets kontrolliert werden. Damit aber noch nicht genug: 500 Kameras sollen im gesamten Stadtzentrum Touristen ausfindig machen, die ohne Ticket in der Altstadt unterwegs sind. Obendrein soll nach Plan der Polizei eine Echtzeit-Identitätsfeststellung anhand der Handydaten durchgeführt werden. Laut Maria Teresa Maniero, der stellvertretenden Kommandantin der venezianischen Polizei, möchten die Beamten auf diese Weise feststellen, wer die Stadt nur besucht, dort lebt oder pendelt.

Massentourismus in Venedig soll eingedämmt werden

Wer einen Wohnsitz in Venedig hat oder aufgrund der Arbeit pendeln muss, soll sich mithilfe eines virtuellen Schlüssels auf dem Smartphone unbehelligt in der Stadt aufhalten können. Die Eintrittsgebühr hat das Ziel, den Tagestourismus einzudämmen und stattdessen den „langsameren Tourismus“ zu fördern, wie die stellvertretende Bürgermeisterin Simone Venturini laut einem Bericht des Online-Portals reisetopia.de erklärte. Ein genauer Starttermin für die Eintrittsgebühr steht noch nicht fest, allerdings wird davon ausgegangen, dass es in wenigen Wochen so weit ist.

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Vor Corona tummelten sich täglich bis zu 100.000 Touristen und Touristinnen in den Straßen Venedigs. Daher beschloss die Regierung bereits letzten Sommer, dass Kreuzfahrtschiffe nicht mehr zu nah an die Stadt heranfahren dürfen. Damit soll auch der Weltkulturerbe-Status der Lagunenstadt geschützt werden. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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