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Manche Reisekosten entdeckt man erst, wenn man längst am Strand liegt

Bettensteuer, Gedeck, Roaming

Unerwartete Kosten auf Urlaubsreisen

Berlin will mehr an den Touristen verdienen und plant die Einführung der Bettensteuer. Pro Übernachtung soll jeder Gast einen Zuschlag zahlen. Solche Zusatzkosten treffen Reisende oft unvorbereitet. Wir zeigen, wo die versteckten Reisekosten lauern.

In Köln oder Hamburg muss man die Bettensteuer schon berappen. Nun will auch Berlin einen Zuschlag auf Übernachtungen erheben. Solche Zusatzkosten sind nicht die einzigen versteckten Gebühren, die einen auf Reisen unerwartet treffen können.

25 Millionen Übernachtungsgäste kamen 2012 nach Berlin, in nur zehn Jahren hat sich die Zahl der Besucher verdoppelt. Jetzt möchte die Stadt, dass die Gäste ihr Reiseziel auch mitfinanzieren. Ab Juli müssen Touristen – ausgenommen sind Geschäftsreisende – die sogenannte „City Tax“ bezahlen, einen Aufschlag von fünf Prozent auf die Netto-Hotelrechnung. Das gilt auch für die Unterbringung in Pensionen, Ferienwohnungen, Jugendherbergen und auf Campingplätzen.

Kritiker klagen gegen die Bettensteuer

Die Zustimmung des Abgeordnetenhauses steht noch aus. Der Senat erhofft sich von der neuen Steuer 25 Millionen Euro im Jahr. Mit der Hälfte der Einnahmen sollen Kultur und touristische Infrastruktur gefördert werden.

In Städten wie Hamburg, Köln und Dortmund wird die Bettensteuer bereits erhoben. Kritiker gibt es aber genug. Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) unterstützt einige Klagen gegen die City Tax. Die Industrie- und Handelskammer sieht in der Steuer unter anderem eine Belastung für den Tourismus, auch für den Messe- und Kongressstandort.

Viele Zusatzkosten treffen Reisende unerwartet

Die neue Bettensteuer könnte in Zukunft Reisende vor Ort überraschen. Schließlich wird sie bei der persönlichen Kostenplanung für eine Übernachtung nicht oder eher selten mit einkalkuliert. Am Ende ist die Hotelrechnung höher als gedacht. „Versteckte“ Kosten dieser Art treffen Touristen immer wieder unerwartet. Auch Gebühren wie die Kurtaxe in Erholungsgebieten oder eine Strandnutzungssteuer sind gute Beispiele dafür. Selbst Maut- oder Zoll-Gebühren werden in der Regel nicht von vorneherein bei der Urlaubskasse berücksichtigt. (iw/dpa)

In unserer Bildergalerie zeigen wir, welche zusätzlichen Kosten auf Reisende im Urlaub zukommen können.

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