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Hackerangriffe auf Thailand-Pass: Betrüger versuchen, Daten abzugreifen

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Von: Franziska Kaindl

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Touristen tragen einen Mundschutz, um den Großen Palast in Bangkok zu besuchen.
Thailand hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. Für die Einreise braucht es aber vorerst den Thailand-Pass. © Peerapon Boonyakiat/Imago

Der Thailand-Pass ist aktuell Pflicht für die Einreise in das südostasiatische Land. Es häufen sich allerdings die Berichte über betrügerische Phishingmails.

Aufgrund der Corona-Pandemie hat die thailändische Regierung den Thailand-Pass für Einreisende eingeführt. Dieser fasst eine Reihe von Dokumenten zusammen, darunter den Reisepass und einen Nachweis über eine vollständige Impfung. Um den Thailand-Pass rechtzeitig vor der Einreise zu erhalten, muss er spätestens eine Woche zuvor beantragt werden. Der Prozess ist nicht nur kompliziert, sondern – wie es scheint – auch nicht ganz sicher: Bereits seit einigen Wochen gibt es Berichte von Phishingmails, über die die Daten von Reisenden abgegriffen werden sollen.

Mit diesen Maschen versuchen Betrüger an die Daten von Thailand-Reisenden zu kommen

Die Datenbanken des Thailand-Passes sollen gehackt worden sein, wie der Blog loyaltylobby.com berichtet. Antragsteller und Antragstellerinnen würden demnach dubiose E-Mails erhalten, in denen sie dazu aufgefordert werden, ein Dokument herunterzuladen oder einen QR-Code zu scannen. Reisende sollten auf diese Anhänge auf keinen Fall klicken, sondern die Mails ignorieren und löschen. In einer anderen Variante erhalten Urlauber und Urlauberinnen laut loyaltylobby.com eine E-Mail, die auf angebliche Probleme bei der Antragstellung hinweist. Nutzer werden gebeten, ihren vollen Namen, das Geburtsdatum und die letzten vier Ziffern ihres Reisepasses anzugeben. Die Betroffenen werden allerdings nicht mit ihrem Namen, sondern mit ihrer E-Mail-Adresse angesprochen. Auch auf diese Nachricht sollten Reisende nicht reagieren.

Thailändische Behörden warnen vor Phishingmails: So erkennen Sie, was Fake ist

Dass die Datenbanken des Thailand-Passes für Hackerangriffe leichte Beute sind, sei laut loyaltylobby.com keine Überraschung. Demzufolge sei es in Thailand üblich, dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Regierungsinstitutionen normale Gmail- oder Hotmail-Accounts verwenden oder Fotos von vertraulichen Dokumenten mit ihren privaten Smartphones machen. Auch auf der offiziellen Seite des Thailand-Passes werden Nutzer nun vor Fake- oder Scam-E-Mails gewarnt, mit denen Antragssteller und Antragstellerinnen konfrontiert werden. Die thailändische Regierung weist darauf hin, dass Mails bezüglich des Thailand-Passes nur von der offiziellen Mailadresse thpass@tp.consular.go.th versendet werden. Das System würde nicht nach irgendwelchen persönlichen Daten fragen und den Nutzer auch nicht auffordern, den Antrag per Mail anzupassen. Die Registrierung würde einzig über die Thailand-Pass-Webseite (https://tp.consular.go.th/) stattfinden. (fk)

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