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Wende bei 2G-plus-Regel in bayerischen Skigebieten: Jetzt doch ohne Test erlaubt

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Von: Franziska Kaindl

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Ski-Langlaeufer sind auf der Loipe hinter Isen bei Kopfsoed unterwegs.
Bayerische Skigebiete dürfen nun doch die 2G-Regel anwenden. © Stephan Görlich/Imago

Bayern hat die 2G-plus-Regeln in Seilbahnen und Liftanlagen gelockert. Zuvor gab es massive Proteste aus der Tourismusbranche.

Während in den Skigebieten in Baden-Württemberg oder in Österreich maximal die 2G-Regel gilt, entschied man sich in Bayern für eine 2G-plus-Regel*: Nur Geimpfte und Genesene mit einem zusätzlichen negativen Corona-Test durften somit Seilbahnen oder andere Liftanlagen benutzen. Der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte (VDS) reagiert darauf schockiert und sah die Skisaison auf der Kippe. Von einem „Schlag ins Gesicht“ sprach unter anderem der stellvertretende Vorstand Peter Lorenz. Nun zeigt die Staatsregierung Einsicht: Wie Staatskanzleiminister Florian Herrmann (CSU) am Dienstag in München mitteilte, soll die 2G-plus-Regel in 2G umgewandelt werden. Ein Schnelltest ist somit nicht mehr nötig.

Corona: Skifahren in Bayern jetzt doch unter 2G-Regel möglich

Staatsminister Hubert Aiwanger begrüßte die Entscheidung – vor allem da in den Skigebieten der anderen Alpenländer bisher lockerere Regeln galten und somit eine Abwanderung der Winterurlauber in diese Regionen befürchtet wurde: „Mit dieser geänderten Regel unterstützen wir die bayerischen Skigebiete, ohne die Infektionsrisiken zu erhöhen. Die heimischen Seilbahn-Betreiber wären durch die 2G-plus-Regelung im Wettbewerb klar benachteiligt worden. Touristen wären wegen des Testgebotes abgewandert nach Österreich, Italien oder in die Schweiz, wo überall keine zusätzliche Testpflicht gefordert wird. Mit dieser Änderung ermöglichen wir den Menschen wieder Wintersport in Bayern. Und die wichtige Tourismusbranche mit einer Wertschöpfung in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro hat nach der coronabedingten Stilllegung der Seilbahnen im vergangenen Winter wieder die Möglichkeit, eigenes Geschäft zu machen.“

Lesen Sie auch: Skifahren in Österreich 2021/22: Das sind die aktuellen Corona-Regeln.

Die 2G-Regel sei laut Aiwanger ein guter Kompromiss. Man halte sich nur wenige Minuten in gut belüfteten Gondeln auf, zudem herrsche eine FFP2-Maskenpflicht. „Ich appelliere an alle Skifahrer, sich an die nun geltenden Regeln und Hygieneschutzmaßnahmen zu halten, damit keine Ansteckungsrisiken entstehen und wieder nach strengeren Maßnahmen gerufen wird“, so der Staatsminister. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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