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Sieben schräge Fakten über Holländer

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Holland ist das Land der Tulpen.
Holland ist das Land der Tulpen. © Bernd F. Meier/ dpa

Fliegende Kloschüsseln, ein Lehrstuhl für Fahrräder und Eisbaden in der Nordsee: Man muss nicht alles verstehen, was unsere holländischen Nachbarn so treiben. Kuriose Fakten über die Niederland im Überblick.

Die Hassliebe zwischen Deutschen und Niederländern könnte größer nicht sein. Einrseits machen wir gerne bei unseren Nachbarn Urlaub, andererseits sparen wir nicht mit Hohn und Spott, wenn es um den holländischen Fußball oder Camping geht.

Damit wir unsere Nachbarn noch besser verstehen, haben wir sieben kuriose Fakten aus dem Buch „Holland für die Hosentasche. Was Reiseführer verschweigen? von Ulrike Grafberger gesammelt.

1. König wirft mit Kloschüsseln

Beim Königstag am 27. April feiern die Niederländer ihren König Willem-Alexander mit Flohmärkten, Konzerten und Picknicks. Besonders beliebt sind an diesem Tag auch außergewöhnliche Wettkämpfe, etwa Keks-Schnappen und Sackhüpfen:  „Einmal hat man den Prinzen gar zum Kloschüsselwerfen überreden können“, schreibt Grafberger.

2. Holländer springen an Neujahr in die eiskalte Nordsee

Warum tun sie das? Am Neujahrsmorgen springen die verkaterten Holländer zur Ausnüchterung in die eiskalte Nordsse. „Nieuwjaarsduik“, Neujahrschwimmen, heißt dieses Phänomen. „Dieser eisige Badespaß in der zu dieser Jahreszeit rund acht Grad kalten Nordsee gleicht einem riesengroßen Volksfest.“

3. An Ostern kaufen Holländer Möbel

Warum Ostereier suchen, wenn man auch die Wohnung verschönern kann. Holländer shoppen an Ostermontag besonders gerne in Möbelgeschäften. Angeblich fällt ihnen nach den ganzen Familienfeierlichkeiten, dem „Paas-Brunch“, also Oster-Brunch, die Decke auf den Kopf. Allerdings locken auch viele Möbelhäuser mit besonderen Angeboten und Osterpreis-Aktionen.

4. Hollands erster Fahrrad-Professor ist – ein Amerikaner

Die Niederländer lieben ihr Viets über alles. Aber die erste Fahrrad-Professur im Land hat ausgerechnet ein Amerikaner. „Kevin Krizek beschäftigt sich an der Radboud-Universität Nijmegen mit dem Einfluss von Kultur und Infrastruktur auf das Fahrverhalten.“ Der Wissenschaftler geht etwa der Frage nach, warum in Holland so viel geradelt wird, und was der Rest der Welt von den Holländern lernen kann.

5. Hausgeburten sind in Holland ganz normal

Während in Deutschland nur zwei Prozent der Babys zu Hause zur Welt kommen, sind es in Holland 20 Prozent. „Wobei der Anteil der Mütter, die sich eine Hausgeburt wünschen, noch höher sein soll.“ Eine Hausgeburt gilt bei unseren Nachbarn also als bevorzugte Wahl.

6. Die „Schwarzestrümpfekirchen“ missbilligen Strandbesuche, Internet und Rockmusik

Die Mehrzahl der Holländer ist nicht gläubig: „Im Jahr 2015 gab es zum ersten Mal in der Geschichte der Niederlande mehr Ungläubige als Gläubige“, schreibt Grafberger. Dennoch verzeichnet das Land 300.000 strenggläubige Anhänger der reformierten Kirche. Sie tragen schwarze Kleidung, Hüte und schwarze Kniestrümpfe, wenn sie den Gottesdienst besuchen, was ihnen den Spitznamen „Schwarzestrümpfekirchen“ einbrachte. Ihre Ansichten? Sehr konservativ. Sie dulden weder Homosexualität noch aufmüpfige Frauen oder Sonntagsarbeit.  Auch Rockmusik, Internet- und TV-Konsum sowie Strandbesuche werden nicht gerne gesehen.

7. Holländer arbeiten durchschnittlich nur 30,6 Stunden pro Woche

Was für ein schönes Arbeitsleben: Holländer widmen pro Woche durchschnittlich nur 30,6 Stunden ihrem Job. Zum Vergleich: Amerikaner arbeiten pro Woche zwischen 42 und 55 Stunden. Der durchschnittliche EU-Bürger bringt es auf 37,5 Stunden. Und: Ein bis zwei Homeoffice-Tage sind in Holland üblich. Holländer müsste man sein...  (rer)

Ulrike Grafberger: Holland für die Hosentasche. Was Reiseführer verschweigen, Fischer TaschenBibliothek, 284 Seiten, 10 Euro.

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