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Was auf der Piste jetzt im Trend liegt

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Völkl experimentiert bei seinen neuen Ski mit verschiedenen Holzsorten. Im Außenbereich sorgt hartes Buchenholz für Stabilität, in den anderen Bereichen wird weiches und leichtes Pappelholz verwendet.
Völkl experimentiert bei seinen neuen Ski mit verschiedenen Holzsorten. Im Außenbereich sorgt hartes Buchenholz für Stabilität, in den anderen Bereichen wird weiches und leichtes Pappelholz verwendet. © dpa

Noch leichtere Ski, noch größere Brillen und die Ski- und Snowboards-Outfits werden körperbetonter: Auf der Sportartikelmesse Ispo in München zeigen Hersteller ihre neuesten Entwicklungen. Wir stellen die Trends der Wintersportsaison 2014/15 vor.

Das große Thema der Saison ist der Skihelm: Dass der Leben retten kann wissen Skifahrer nicht erst seit den Unfällen von Dieter Althaus und Michael Schumacher. Entsprechend weit verbreitet ist der Kopfschutz inzwischen auf den Skipisten. „Ohne Helm ist man mittlerweile fast ein Außenseiter auf der Piste“, sagte Alexander Selch, Geschäftsführer von Uvex, auf der Sportartikelmesse Ispo in München.

Die Zahlen sprechen für sich: Laut Andreas König vom Deutschen Skiverband (DSV) gibt es keine andere Sportart mit einer so hohen freiwilligen Helmtragequote. „Zu Beginn der Saison waren 75 bis 80 Prozent der Skifahrer mit Helm unterwegs, nach Schumacher sind es geschätzt 85 Prozent.“ Selbst der notorische Helmverweigerer sei nach dem Unfall des ehemaligen Formel-1-Fahrers wach geworden.

Neueste Helme spürt man kaum

Der schlimme Skiunfall macht sich auch bei den Herstellern im Absatz bemerkbar. „Wir haben einen leichten Anstieg der Nachfrage, aber keinen Boom“, so Selch. „Durch das mediale Ereignis geht die Nachfrage natürlich etwas nach oben“, sagt Boris Grbavac von Alpina. Genaue Verkaufszahlen gebe es zwar noch nicht, „aber das Thema ist endgültig angekommen“.

Außerdem: Alles, was früher gegen einen Skihelm gesprochen hat, ist heute eigentlich kein Argument mehr. Die Hersteller haben massiv an Gewicht, Belüftung und Passform gearbeitet. Den neuesten Helm von K2 zum Beispiel spürt man kaum mehr. Gerade einmal 320 Gramm bringt das Modell Route auf die Waage - nach Angaben des Herstellers so wenig wie kein anderer. Völkl hat ein neues Material erfunden. Ein spezieller Schaum ist in den Helmen verbaut. Er soll so gute Dämpfungseigenschaften haben wie kein anderer auf dem Markt.

Verbände und Hersteller wollen keine Helmpflicht

In Sachen Belüftung setzt Alpina auf einen Schornsteineffekt. Beim Fahren wird vorne Luft angesaugt und durch kleine Kanäle über den Kopf nach hinten befördert - das soll Schwitzen verhindern. Autocustom Fit heißt eine neue Technologie von Salomon. Früher wurde nach dem Aufsetzen des Helms Luft in Kammern gepumpt, damit er richtig sitzt. Heute ist die Luft schon von Anfang an in den Kammern. Beim Aufsetzen entweicht sie an den Stellen, an denen es für eine gute Passform nötig ist.

Natürlich kann auch ein Helm nie hundertprozentigen Schutz bieten - darin sind sich die Experten einig. Doch die Statistik zeigt ganz klar die positiven Auswirkungen der steigenden Helmträgerzahlen. Lag der Anteil der Kopfverletzungen vor dem Unfall von Dieter Althaus bei rund 11 Prozent, ist er im vergangenen Winter laut der Auswertungsstelle für Skiunfälle auf 7,2 Prozent gesunken.

Wäre dann nicht ein Helmpflicht folgerichtig? „Nein, wir brauchen keine Helmpflicht“, sagt König. „Wir sind natürlich klar für einen Helm beim Skifahren - aber aus Überzeugung statt Verpflichtung.“ Bei den Herstellern lautet das fast wortgleich. „Wir sind ganz klar gegen eine Helmpflicht“, sagt Selch. „Wir wollen die Leute überzeugen und ihnen nichts vorschreiben.“

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Skibrillen werden größer und sicherer

Untrennbar zum Helm gehört die Skibrille. Waren diese bis vor wenigen Jahren noch möglichst klein, geht die Entwicklung nun genau ins Gegenteil. Möglichst groß sind die Gläser, gerne sphärisch, das Blickfeld wird deutlich erweitert. 220 Grad verspricht Alpina mit seinen neuen Modellen. „Dadurch wird natürlich die Sicherheit deutlich erhöht“, sagt PR-Manager Boris Grbavac.

„Sehen ist ein wichtiges Thema“, sagt auch DSV-Mann Andreas König. Viele Unfälle gingen auf falsche Sinneswahrnehmungen zurück. „Die Skibrille kann zwar nicht den Nebel weg und perfekte Sicht zaubern, aber es reicht mitunter schon, wenn dank spezieller Gläser manche Kontur sichtbar gemacht wird.“ Dem pflichtet Alexander Selch bei. „Die Brille wurde beim Thema Sicherheit lange Zeit vernachlässigt“, sagt der Geschäftsführer von Uvex. Schon bei einer Geschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde könne sich das Auge nicht mehr selbst vor dem Fahrtwind schützen.

Visierhelme sind heiß begehrt

Voll im Trend liegen derzeit auch Visierhelme. „Die Leute schreien danach“, hat König beobachtet. Bei Uvex sind die ersten Modelle im vergangenen Jahr so gut gelaufen, dass jetzt weitere Modelle ins Programm genommen wurden. „Speziell für Brillenträger ist das perfekt“, erklärt Selch. Denn die Sehhilfe kann einfach unter dem Visier getragen werden. „Total gefragt“ sind die Visierhelme auch bei Alpina, erklärt Grbavac. Der Vorteil ist seiner Ansicht nach: „Ich habe nur noch ein Produkt und brauche keine Extrabrille mehr.“ Früher machte mitunter bei Visierhelmen die Zugluft von unten Probleme. Das ist inzwischen gelöst: Die neuen Modelle sind rund um Nase und Wangen wie eine normale Skibrille abgeschlossen.

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Weniger ist mehr: Pistenski werden immer leichter

Erst die Carving-Technik und einige Jahre später die Rocker - auf die nächste Revolution bei den Pistenski müssen die Wintersportler wohl noch etwas warten. Die Hersteller tüfteln derzeit vor allem an Feinheiten. Besonders das Gewicht spielt eine wichtige Rolle. „Das ist das ganz große Thema“, sagte Andreas König vom Deutschen Skiverband (DSV) auf der Sportartikelmesse Ispo in München. „Die Kunst dabei ist, Gewicht einzusparen, ohne Abstriche bei der Performance zu machen.“

Die Hersteller gehen unterschiedliche Wege. Salomon zum Beispiel baut in die Spitzen von etlichen Ski eine Honigwaben-Konstruktion ein. Bis zu 20 Prozent Gewichtseinsparung gegenüber dem Modell ohne diese Waben verspricht das Unternehmen.

Skier mit Löchern

Rossignol spielt ebenfalls mit dem Verzicht: Air Tip heißt die Technologie. Auch hier sind im Inneren der Skispitzen Löcher. Nachdem im vergangenen Jahr die ersten Ski damit ausgestattet wurden, findet sich die Technik mittlerweile in fast allen Pistenbrettern.

Einer der Vorreiter in Sachen Gewicht war im vergangenen Jahr Völkl. Den großen Vorsprung verschaffte damals Kohlefaser. Nun experimentiert der Hersteller mit verschiedenen Holzsorten. Während im Außenbereich hartes Buchenholz für Stabilität sorgen soll, wird in den anderen Bereichen weiches und leichtes Pappelholz verwendet.

Auch Fischer setzt beim Holz an: Der durchgehende Holzkern wird speziell gefräst. Bei anderen Herstellern kommt Graphen zum Einsatz. Das Material stammt ursprünglich aus dem Bau von Tennisschlägern - und hält nun auch auf der Skipiste Einzug.

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Individuell angepasste Skischuhe haben sich durchgesetzt

Bis vor wenigen Jahren war es ein - besonders teures - Privileg: ein individuell angefertigter oder angepasster Skischuh. Mittlerweile gehört es fast zum Standard, dass der Schuh nicht von der Stange kommt. Der österreichische Sportartikelhersteller Fischer zum Beispiel passt sowohl Innenschuh als auch Schale an den Fuß an. „Es ist einfach wichtig, dass alles so nah wie möglich am Fuß sitzt“, sagt Marketingmanager Severin Lehner.

Die meisten anderen Hersteller arbeiten nur mit dem Innenschuh, zum Beispiel Atomic, die ihren Bestseller Hawx weiterentwickelt haben. Hier wird der Innenschuh mit Wärme auf den Kunden eingestellt. Bei Tecnica wird ebenfalls ein Teil des Innenschuhs mit Wärme verformt. Allerdings ist das nach Angaben eines Sprechers nur bei etwa 10 Prozent der Kunden nötig. „Der Schuh passt 90 Prozent aller Skifahrer.“

Skischuhe mit Korkeinsatz von Nordica

Bei Nordica sorgen verformbare Korkeinsätze für den passenden Sitz. Diese lassen sich ebenso wie die neuen Schuhe von K2 nicht nur einmal, sondern mehrfach verformen - zum Beispiel, wenn der Besitzer mit den ersten Anpassungen doch nicht zufrieden war und Druckstellen auftreten. Ein Hersteller verweigert sich der Individualisierung: „Unser Schuh passt allen - ganz ohne Anpassung“, sagt eine Sprecherin von Lange.

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Freeride-Snowboards fürs Gelände sind im Kommen

Die neuen Snowboards für den kommenden Winter machen sich fit fürs Gelände. Immer mehr sogenannte Freeride-Snowboards kommen auf den Markt. Sie haben unter anderem eine hochgezogene Spitze. Auch viele All-Mountain-Bretter sind etwas breiter und bieten so besseren Auftrieb im Tiefschnee.

Grafisch bleiben die Motive der Snowboards laut dem Messeveranstalter gedämpft und düster. Die Motive sind stark von der Natur inspiriert: Wald, Wellen, Wasser und Schneekristalle.

Splitboards sind der neueste Trend

Auch Splitboards werden immer beliebter. So gibt es zum Beispiel von Jones Snowboards erstmals ein Splitboard für Kinder. Splitboards sind längs durchgeschnittene Snowboards. Für den Aufstieg werden sie auseinandergenommen und bieten zwei Tourenski mit entsprechenden Bindungen. Auf dem Berg werden sie mit wenigen Handgriffen zusammengesteckt und wie ein Snowboard genutzt. Von Salomon gibt es erstmals auch drei- oder viergeteilte Bretter. Dadurch soll der Weg zum Gipfel noch weniger anstrengend sein.

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Ski- und Snowboard-Outfits im kommenden Winter nicht mehr so grell

Neongelb, knalliges Orange, schrilles Pink: In den vergangenen Jahren dominierten grelle Farben auf der Skipiste. Im kommenden Winter wird die Ski- und Snowboard-Mode wieder etwas unscheinbarer.

Es dominieren neben Gelb intensives Lavendel, Grünblau sowie Rottöne. Auch Grau- und Brauntöne sind oft zu sehen.

Daneben inspiriert der Glamour-Grunge-Look mit matten und glänzenden Materialien, Nieten und Pailletten viele Kollektionen. Auch rockige Biker-Designs und der Jeans-Look finden sich.

Beim Schnitt der Männer-Kleidung liegt der Fokus auf kurzen, teilweise taillierten Jacken. Für Damen gibt es laut dem Messeveranstalter eine große Auswahl an beinah hautengen Outfits.

Die Mode wird erwachsen

Für Freerider sind cleane Schnitte angesagt. Die Ausstattung bietet viel Funktionelles. Zum Beispiel sind die Jacken so geschnitten, dass am Rücken noch ein Protektor Platz hat. Taschen sind so eingenäht, dass sie trotz eines Rucksacks auf dem Rücken gut erreichbar sind.

Auch bei den Snowboardern gehören schrille Farben der Vergangenheit an. Die Töne moderner Outfits sind gedämpft: Gold, Waldgrün, Burgunderrot, Aubergine oder Indigoblau. Der Grund: Snowboarding ist nicht mehr nur ein Sport für die ganz Jungen - daher wird auch die Mode erwachsen. Der Gangsterlook sowie ausgebeulte, extrem tiefsitzende Hosen sind immer seltener zu sehen. Die Hosen sind künftig gerader geschnitten und nicht mehr so weit. Sie liegen an den Knien an und werden nach unten weiter, um Platz für den Schuh zu schaffen.

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„Weg von der Masse“: Skitouren und Freeriden im Trend

Aufstiege in unberührter Natur, Abfahrten im Tiefschnee: Skitourengehen und Freeriden sind die großen Trends in Sachen Wintersport auf der Sportartikelmesse Ispo in München. „Die Wintersportler zieht es seit einigen Jahren immer stärker in Gebiete abseits der Pisten“, sagt Andreas König vom Deutschen Skiverband (DSV). Für Christoph Ebert vom Kompetenzentrum Sport, Gesundheit und Technologie in Garmisch-Partenkirchen sind hierbei vor allem zwei Dinge entscheidend: Fitness und Naturerlebnis. „Vielen fehlt beim Alpinskifahren einfach der sportliche Aspekt.“

Pisten zu voll

Wie wichtig das Segment für die Hersteller geworden ist, zeigt schon ein Blick auf die Messestände. Bei Blizzard zum Beispiel besteht mittlerweile etwa die Hälfte der Kollektion aus Freeride- und Tourenski. „Der Tourenmarkt wächst extrem schnell“, hat Herbert Buchsteiner von Atomic beobachtet. „Die Menschen wollen sich bewegen, zudem werden die Pisten immer voller.“ Ein Sprecher von K2 sieht es ähnlich: „Weg von der Piste, weg von der Masse“ sei das Motto.

Die Hersteller tüfteln dabei an vielen Dingen. Völkl zum Beispiel hat mit der BMT-Serie (Big Mountain Touring) Tourenski und Freeride-Ski verschmolzen. „Die Ski sind so leicht wie ein Tourenski und bei der Abfahrt so leistungsfähig wie ein Freerideski“, verspricht Produktmanager Patrick Wesch. Von der „eierlegenden Wollmilchsau“ spricht in diesem Zusammenhang DSV-Mann König. „Die Segmente Freeriden und Tourengehen verschmilzen immer mehr miteinander. Der Freerider will eben auch mal ein Stück aufsteigen, und der Tourengeher eine gute Abfahrtsperformance.“

Tourenski und Freeride-Ski verschmelzen

Die Rocker-Technologie ist bei den Ski ohnehin längst Standard, Atomic bastelt nun an einer weiteren Feinheit. So ist die Skispitze des Bent Chetlers mit der sogenannten HRZN Technologie nicht mehr nur vorne hochgezogen, sondern auch an den Seiten - ähnlich wie der Bug eines Schiffs. Das soll für noch mehr Auftrieb sorgen.

Salomon baut seine Honigwaben nun auch in Touren- und Freerideskier ein. Durch die Aussparungen in der Skispitze wird der Ski leichter. Fischer setzt neben leichten Ski auch auf das Thema Schuhe. Die Österreicher präsentieren mit dem Transalp Vacuum TS Lite einen komplett individuell anpassbaren Tourenschuh.

Angebot an Sicherheitsartikeln wächst

Auch das Angebot nach den passenden Sicherheitsartikeln wächst. Im vergangenen Jahr hatten die Lawinenairbags ihren Durchbruch auf der Messe gefeiert. Im Falle eines Lawinenabgangs können Skifahrer eine Reißleine ziehen und sollen dank des Lufkissens in der Lawine oben schwimmen. K2 hat seine Kollektion jetzt um einen Rucksack mit integriertem Airbag erweitert.

Der Airbag von Mammut passt mittlerweile in eine spezielle Weste. Die Alyeska Protection West bietet daneben ein kleines Fach für Schaufel, Sonde und Ortungsgerät - die Grundausrüstung für Skitourengeher. In die Rückenpartie ist ein Protektor eingearbeitet. Auch der klassische Airbagrucksack wurde noch einmal verschlankt. „Skitourengeher achten häufig mehr auf das Gewicht als auf die Sicherheit“, erklärt ein Sprecher. „Das sollte mit den neuen Produkten eigentlich kein Thema mehr sein.“ Der Preis ist nach wie vor hoch: 500 Euro sind bei den meisten Herstellern mindestens für einen Airbag fällig.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was Sie beim Ausleihen von Skiern beachten sollten.

Sechs Tipps fürs Ausleihen von Skiern

Wie erkenne ich einen guten Skiverleih? Lohnt es sich, die Bretter schon vor dem Urlaub zu reservieren? Und kann ich den Leihski umtauschen, wenn ich damit nicht zurechtkomme? Ein Experte gibt Tipps zum Ausleihen.

Wer nur wenige Tage im Jahr auf der Piste unterwegs ist, braucht nicht unbedingt eine eigene Skiausrüstung. „Immer weniger Gelegenheits-Skifahrer geben dafür Geld aus“, sagte Christoph Ebert vom Kompetenzzentrum Sport, Gesundheit und Technologie in Garmisch-Partenkirchen. Dennoch sollte man beim Ausleihen ein paar Dinge beachten.

Im Internet reservieren: „Der Trend geht eindeutig zur Online-Buchung von Leihski“, sagte Ebert. Dadurch vermeiden Skifahrer vor allem lange Wartezeiten im Geschäft am Urlaubsort. Gerade bei Spezialwünschen hält es Ebert für wichtig, die Ausrüstung zu reservieren. „Will ich zum Beispiel einen Freeride-Ski, stelle ich durch die Online-Reservierung sicher, dass ich auch wirklich noch einen bekomme.“ Denn gerade Spezialski seien bei vielen Verleihern schnell vergriffen.

Zu Hause leihen: Eine gute Alternative zum Skigeschäft am Urlaubsort sind für Ebert Geschäfte in der Heimatstadt: „Sie haben oft mehr Zeit und Ruhe, den Ski richtig einzustellen.“ Theoretisch muss die auch der Händler am Urlaubsort haben. „Wenn aber 40 Leute hintendran warten, wird das manchmal schon etwas hektisch.“ Nachteil dieser Variante: Die Ski müssen an den Urlaubsort transportiert werden.

Umtauschen: Ein weiterer Vorteil der Ausleihe im Urlaubsort ist die Umtauschmöglichkeit. „Merke ich beim Fahren, dass ich mit dem Ski nicht zurechtkomme, sollte ich nicht zögern, zum Verleiher zu gehen und einen anderen Ski zu wählen“, erklärte Ebert. In der Regel ist der Umtausch problemlos möglich. Bei einem Wechsel in eine höherwertige Klasse fallen wahrscheinlich zusätzliche Kosten an.

Anbieter auswählen: Einen guten Skiverleih erkennen Urlauber laut Ebert vor allem an dessen technischer Ausstattung. Ist diese auf dem neuesten Stand? Macht sie einen guten Eindruck? Solche Kriterien lassen sich natürlich nur beachten, wenn man schon am Urlaubsort ist. Wer vorab online buchen will, kann sich meist auf Empfehlungen der Bergbahnen, Skischulen oder Touristinformationen verlassen.

Auf die Wartung achten: Mittlerweile sollte es Standard sein, dass die Ski bei jedem neuen Ausleihen frisch präpariert sind, so Ebert. „Wenn ich trotzdem zum Beispiel auf dem eigentlich schwarzen Belag weiße Stellen sehe, ist das ein Anzeichen dafür, dass nichts gemacht wurde.“ Auch die Schuhe sollten nach jedem Leihen gereinigt, getrocknet und vor allem desinfiziert werden. Die Verleiher sind außerdem verpflichtet, mindestens einmal im Jahr bei allen Skiern die Bindung nachzujustieren. Ob das alles tatsächlich passiert, kann der Kunde kaum nachprüfen. Vor einigen Jahren war ein entsprechendes Label im Gespräch - es hat sich jedoch nicht durchgesetzt.

Eigenes Können realistisch einschätzen: Egal ob bei der Vorabreservierung im Internet oder direkt im Geschäft: „Bei der Frage nach dem eigenen Können müssen Skifahrer ehrlich sein“, sagte Ebert. „Wenn ich angebe, ein sportlicher Fahrer zu sein, in Wahrheit aber mehr schlecht als recht die Piste runterkomme, werde ich mit dem ausgeliehenen Ski wenig Freude haben.“ Denn den stellt der Anbieter auf das Können seines Kunden ein. (dpa)

Erst mit dem Skibus zum Lift und dann auf die Piste? Das ist manchen Wintersportlern viel zu kompliziert. Sie möchten direkt im Skigebiet wohnen. In den Alpen gibt es eine Reihe von Hotels in luftiger Höhe - doch die dünne Luft ist mit Vorsicht zu genießen.

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