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Sommerurlaub in Pandemie

Italien-Urlaub trotz Corona-Pandemie: Das müssen Reisende beachten

  • Yannick Wenig
    VonYannick Wenig
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Im Urlaub suchen die meisten nach Entspannung. Ist das in Italien auch während Corona möglich? Ein Überblick über aktuelle Regeln und Einschränkungen.

Rom – Sommer-Urlaub in Italien, das heißt für viele Entspannung pur am Mittelmeer. Die Adria mit ihren traumhaften Sandstränden, der kulturelle Reichtum ikonischer Städte wie Rom, Mailand oder Venedig und die landestypischen kulinarischen Spezialitäten locken Jahr für Jahr zahlreiche Reisende nach „Bella Italia“. Das Interesse am Urlaubsziel Italien ist auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie ungebrochen – auch bei Reisenden aus Deutschland. Aber lässt sich „La Dolce Vita“ („Das süße Leben“) auch in Corona-Zeiten sorgenfrei genießen? Welche Regelungen und Beschränkungen gelten aktuell für Reisen nach Italien?

Seit dem Weltwirtschaftswunder in den 1950er Jahren wurde Italien als Reiseziel für Deutscher Urlauber:innen immer beliebter. Gerade die geografische Nähe veranlasste zahlreiche Deutsche über die Alpen zu fahren, um sich auf der Halbinsel am Meer zu erholen, die historischen Sehenswürdigkeiten zu erkunden oder die italienische Küche zu genießen. Zwischen 2018 und 2020 lag Italien mit rund zehn Prozent jeweils auf dem dritten Platz der favorisierten Urlaubsdestinationen der Deutschen, nur Spanien und seine Inseln sowie an die deutsche Ostseeküste pilgerten noch mehr deutsche Touristinnen und Touristen. Doch im Frühjahr 2020 breitete sich das Coronavirus zunächst im Norden des Landes erbarmungslos aus. Kaum eine Nation innerhalb Europas war so sehr von der Pandemie betroffen wie Italien.

Der Petersdom im Vatikan in Rom ist ein beliebtes Urlaubsziel für Tourist:innen: Ist eine Reise trotz Corona-Pandemie möglich?

Urlaub in Italien: Inzidenz, Einreise, Regeln - das müssen Reisende wegen Corona beachten

Mehr als 4,4 Millionen der insgesamt rund 60,4 Millionen Italiener:innen haben sich seither mit dem Coronavirus und seinen Mutationen infiziert (Stand 12.08.2021). Auch die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona war im europäischen Vergleich immens hoch. Lediglich Frankreich und Großbritannien beklagen bisher noch mehr Corona-Tote. Nun, im zweiten Jahr der Pandemie schreitet die Impfkampagne aber stetig voran. Mehr als die Hälfte der Italiener:innen haben inzwischen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. In den Sommermonaten verzeichneten die italienischen Behörden zudem einen deutlichen Rückgang der Inzidenz. Jedoch: Durch den Vormarsch der hochinfektiösen Delta-Variante des Coronavirus, auf die inzwischen etwa 89 Prozent der Infektionen in Italien zurückzuführen sind, stiegen die Fallzahlen zuletzt wieder an. Das zieht nun erneut Maßnahmen zur Eindämmung des Virus nach sich – auch für Reisende aus Deutschland.

Neben der auch in Italien dominierenden Delta-Variante gilt laut Einschätzung der Behörden auch der Triumph der italienischen Fußball-Nationalmannschaft bei der EM 2021 als Grund für die ansteigenden Corona-Fallzahlen in den vergangenen Wochen. Nach dem Finalsieg gegen die englische Auswahl feierten Millionen Italiener:innen frenetisch auf den Straßen die „Squadra Azzura“. Vor dem EM-Finale am 11. Juli 2021 wurden innerhalb einer Woche in Rom 293 Corona-Fälle in Rom gemeldet, nach dem Endspiel waren es bereits 4516. Für Reisende aus Deutschland gilt Italien aber weiter nicht als Corona-Risikogebiet – zumindest vorerst.

Urlaub in Italien trotz Pandemie: Welche Corona-Regeln gelten in den Urlaubsregionen?

Denn: Die Regierung Italiens hat aufgrund der wieder gestiegenen Fallzahlen reagiert und verschärft ab Freitag, 6. August 2021, die Corona-Regeln trotz zahlreicher Proteste. Sowohl in der Innengastronomie als auch in kulturellen Einrichtungen, Fitnessstudios und Schwimmbädern müssen Personen ab 12 Jahren fortan einen sogenannter Greenpass, also einen Gesundheitspass, vorlegen.

Nur wer geimpft, genesen oder getestet ist, kann über den Nachweis verfügen. Zwar gelten Personen auch in Italien erst 14 Tage nach der Erstimpfung als vollständig geimpft, für den Impfnachweis reicht allerdings auch schon die erste Corona-Impfung aus, sofern sich nicht länger als sechs Monate zurückliegt. Für Hotels und öffentliche Verkehrsmittel ist keine Vorlage des Dokumentes nötig. Für in Deutschland geimpfte Urlauber:innen reicht die Vorlage des digitalen EU-Impfzertifikats aus, das Geimpfte unter anderen bei Ärzt:innen, in Apotheken oder in Impfzentren erhalten. Darüber hinaus gelten in Italien derzeit folgende Regelungen (Stand: 6. August 2021):

  • Abstand: In Italien muss weiter ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden.
  • Maskenpflicht: Das verpflichtende Tragen eines Mund-Nase-Schutzes gilt in geschlossenen Räumen, an öffentlichen Orten und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dabei muss es sich jedoch nicht um eine medizinischen Maske oder FFP2-Maske handeln. Voraussetzung: Die Maske muss mindestens aus zwei Lagen Stoff bestehen. Im Freien besteht die Maskenpflicht laut dem Auswärtigen Amt dann, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Kinder unter sechs Jahren sind von der Maskenpflicht ausgenommen.
  • Im Auto: In Fahrzeugen können sich bis zu fünf Personen aus einem Haushalt oder engem Verhältnis zueinander stehend – ohne Maske und Abstand – aufhalten. Sind Personen aus mehreren Haushalten im Wagen, gelten auch im Auto Maskenpflicht und Mindestabstand. Die maximale Personenanzahl ist dann, so das Auswärtige Amt, auf drei begrenzt. Zwar können in einigen Regionen und Provinzen andere Regeln gelten, Verstöße bedeuten aber häufig hohe Geldstrafen. Den Behörden ist es laut dem ADAC erlaubt, im Fall eines Verstoßes die Weiterfahrt zu untersagen.
  • Am Strand: Auch an den zahlreichen Badestränden in Italien sind einige Corona-Regeln zu beachten. Bei privat geführten Strandabschnitten ist häufig eine Anmeldung vonnöten. Der Mindestabstand muss auch beim Besuch eines Strandes gewährleistet sein. In geschlossenen Gemeinschaftsbereichen wie Toiletten und Strandbars besteht die Maskenpflicht.
  • Gastronomie: Der Zugang zu Restaurants und Bars setzt in Italien künftig Greenpass, einen Gesundheitspass, voraus. Der sogenannte grüne Pass ist laut italienischer Regierung ab dem 6. August 2021 verpflichtend. Das im gesamten Land gültige Dokument enthält Angaben über Corona-Impfungen, vergangene Infektionen sowie Corona-Tests. Anders als in anderen Staaten soll in Italien bereits die erste Impfung ausreichen, um den Pass ausgestellt zu bekommen. Eine vollständige Immunisierung ist also nicht notwendig.

Italien-Urlaub trotz Corona: Was muss bei der Einreise beachtet werden?

Auch bei der Einreise nach Italien müssen Tourist:innen aus Deutschland einiges beachten. Einreisende sind weiter zur Vorlage eines negativen Corona-Tests verpflichtet. Dieser darf zum Zeitpunkt der Durchführung nicht älter 72 Stunden – gilt für PCR-Tests – respektive 48 Stunden – bei Schnelltest – sein. Keine Testpflicht besteht für vollständig geimpfte und genesene Personen, die ihren Status nachweisen können. Auch Kinder unter sechs Jahren benötigen keinen Test. Die Einreise muss im Vorfeld mithilfe eines Online-Formulares angemeldet werden. Für Südtirol gilt ein gesondertes Einreiseformular.

Sonne, Strand und Meer: Gerade in der Corona-Pandemie sehnen sich viele nach einer Auszeit in Italien. Was Reisende wissen müssen.

Eine Ausnahme besteht aber: Für Reisende, die sich in den 14 Tagen vor der Einreise in Italien in Großbritannien aufgehalten haben, gelten verschärfte Regeln, da Großbritannien besonders von der ansteckenderen Corona-Variante Delta betroffen ist. Für sie gilt auch bei negativem Testergebnis eine fünftägige Quarantänepflicht am Reiseziel. Dann müssen Betroffene mit einem weiteren Test nachweisen, dass weiter keine Covid-Erkrankung vorliegt.

Einreise bei der Rückkehr: Welche Corona-Regeln gelten nach dem Italien-Urlaub?

Deutsche, die über Österreich oder die Schweiz mit dem Auto nach Italien reisen, sehen sich keinen weiteren Einschränkungen ausgesetzt. Der Transit durch die beiden deutschen Nachbarländer ist grundsätzlich erlaubt. Für den Transit gilt keine Testpflicht.

Und was gilt für Urlauber:innen bei der Rückkehr aus Italien? Seit dem 1. August müssen sich Reiserückkehrer:innen in Deutschland an die allgemeine Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie halten. Das heißt: Grundsätzlich müssen alle Rückkehrer:innen den Nachweis über einen negativen Corona-Test, eine vollständige Corona-Impfung oder eine Genesung erbringen. (yw)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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