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Obwohl die Arbeiten an einem Berg in South Dakota (USA) bereits 1948 begannen, ist bis jetzt nur das Gesicht fertig.
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Obwohl die Arbeiten an einem Berg in South Dakota (USA) bereits 1948 begannen, ist bis jetzt nur das Gesicht fertig.

„Crazy Horse Memorial“

Die größte Skulptur der Welt?

Ein Amerikaner polnischer Abstammung erhielt einst den Auftrag, ein Indianer-Denkmal in einen Berg zu hauen. Seit 1948 wird daran gebaut, fertig wird es vielleicht in 100 Jahren, aber dann könnte es die größte Skulptur der Welt sein.

Ein Amerikaner polnischer Abstammung erhielt einst den Auftrag, ein Indianer-Denkmal in einen Berg zu hauen. Seit 1948 wird daran gebaut, fertig wird es vielleicht in 100 Jahren, aber dann könnte es die größte Skulptur der Welt sein.

Ein Mann, ein Berg, ein Projekt. Vor mehr als 70 Jahren erhielt Korczak Ziolkowski vom damaligen Häuptling der Sioux-Indianer, Henry Standing Bear, den Auftrag ein Indianer-Denkmal zu gestalten. Der Amerikaner polnischer Abstammung hatte sich zuvor bereits am benachbarten Mount Rushmore als Bildhauer einen Namen gemacht. Dort half er mit, die Bildnisse der US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln in den Berg zu hauen.

Analog zu Mount Rushmore sollte das Denkmal einen Helden indianischer Abstammung ehren: den Oglala-Indianer Crazy Horse, der zu den wichtigsten Anführern der Lakota beim Widerstand gegen Landraub und Unterdrückung durch die US-Kavallerie zählt. 1948, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg begann Ziolkowski mit den Arbeiten etwa 14 Kilometer südwestlich von Mount Rushmore in den Black Hills von South Dakota. Doch bis heute ist nur das Gesicht von Crazy Horse zu sehen.

Höher als die Cheops-Pyramide

Mangelnden Ehrgeiz kann man Ziolkowski deshalb aber nicht vorwerfen. Eher zuviel. Denn das „Crazy Horse Memorial“ soll einmal um ein Vielfaches größer als das Denkmal am Mount Rushmore werden. Schon jetzt ist das Gesicht ganze 27 Meter hoch. Einmal fertig gestellt, wird die Skulptur den Indianerhäuptling auf einem Pferd sitzend und mit ausgestrecktem Arm nach Osten weisend zeigen. Allein der Pferdekopf wird dann so groß sein, wie alle Präsidentenköpfe am Mount Rushmore zusammen. Mit einer Länge von 195 Metern und einer Höhe von 172 Metern wird das steinerne Denkmal wohl das größte der Welt sein. Höher als die Cheops-Pyramide.

Bis es soweit ist, werden aber noch einige Monde vergehen. Experten schätzen, dass es noch 100 Jahre bis zur Fertigstellung dauern kann. Ziolkowski selbst verstarb bereits 1982. Seine Frau und sieben seiner zehn Kinder kümmern sich seit seinem Tod um die Fortführung des Projekts und haben dazu eigens eine gemeinnützige Stiftung gegründet, denn in das „Crazy Horse Memorial“ fließt kein staatliches Geld. Finanziert wird das Monument ausschließlich über Spenden und Eintrittsgelder zur Baustelle.

Nicht alle Indianer befürworten den Bau der Skulptur. Kritiker beklagen die Entweihung der heiligen Black Hills und weisen darauf hin, dass es keine Bildnisse von Crazy Horse gibt, weil dieser nicht abgebildet werden wollte.

Am Mittwoch veranstaltete die „Crazy Horse Memorial“-Stiftung, die auch ein Indianermuseum in der Nähe betreibt, eine große Laser-Show am Berg. Sie zeigte, wie die Skulptur einmal aussehen soll. Klicken Sie sich oben durch die Bildergalerie für einen ersten Eindruck. (jm/fr)

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