Petermännchen verstecken sich gern im Sand – so, dass nur die Augen herausgucken.
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Petermännchen verstecken sich gern im Sand – so, dass nur die Augen herausgucken.

Giftige Bisse und Stiche

Die gefährlichsten Meerestiere weltweit

Schwimmen, Surfen und Tauchen: Für viele Urlauber die schönste Beschäftigung im Urlaub. Doch nicht überall können Touristen sorglos ins Wasser gehen. Welche Meerestiere gefährlich sind und wo sie vorkommen.

Urlauber freuen sich seit Wochen auf Sommer, Sonne und Strand. Je nach Urlaubsziel sollten Touristen beim Schwimmen, Surfen und Tauchen allerdings vorsichtig sein. Die Stiche und Bisse einiger Meerestiere sind giftig. Welche Wasserbewohner für den Menschen gefährlich werden können, weiß Dr. Andreas Kunzmann vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie in Bremen.

Portugiesische Galeere

Die Portugiesische Galeere ist eine der gefährlichsten Quallenarten. Ihrer Gasblase, die einem Segel ähnelt, hat sie ihren Namen zu verdanken. Die langen Fangfäden der Qualle lösen bei Hautkontakt heftige Schmerzen und Entzündungen aus. Das Gift der Nesselzellen wirkt direkt auf die Nerven. Tödlich enden Berührungen mit der Portugiesischen Galeere, wenn es zu Atem- oder Herzstillstand kommt.

Vorkommen: Pazifik, Teile des Atlantiks (spanische und portugiesische Atlantikküste)

Steinfisch

Der Steinfisch ist einer der giftigsten Fische. Seinen Namen bekam er, weil er aussieht wie ein Stein. Perfekt getarnt können Taucher ihn kaum vom Meeresgrund unterscheiden. Dort lauert das Tier auf Beute und schnappt plötzlich zu. Dieses Verhalten und das Muskel- und Nervengift, das die Stacheln abgeben, machen die Meeresbewohner so gefährlich. Gestochene haben starke Schmerzen rund um die Wunde. Ohne Hilfe gehen Steinfisch-Attacken durch Lähmungen und Herzrhythmusstörungen häufig tödlich aus.

Vorkommen: Indopazifik, zwischen Ostafrika, Südostasien und Ozeanien

Seeschlange

Seeschlangen sind zwar keine angriffslustigen Tiere, ihr Gift gehört jedoch zu den gefährlichsten überhaupt. Das Fatale: Betroffene spüren einen Biss kaum und zunächst lässt er sich auf der Haut auch nicht gut erkennen. Wenn Gebissene keine Hilfe suchen, führt das Gift zur Lähmung, die vom Hals aus den Körper hinab wandert. Nach Armen und Beinen lähmt das Gift bei vollem Bewusstsein den Brustbereich und stoppt zuletzt die Atmung.

Vorkommen: Tropische Küsten (Indischer Ozean, Pazifik)

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Blauer Octopus

Bisse eines blauen Octopus sind äußerst gefährlich: Der hochgiftige Speichel des Tiers enthält ein Nervengift, das die Muskeln lähmt und das Opfer so unbeweglich macht. Lebensbedrohlich wird es, wenn auch die Atemmuskulatur gelähmt wird. In solchen Fällen kann ein Gebissener nur durch künstliche Beatmung gerettet werden.

Vorkommen: Pazifikküsten Australiens, Indonesiens, Neuguineas und der Philippinen

Hai

Haie stellen vor allen Dingen für Surfer eine Gefahr dar. Immer wieder werden Fälle bekannt, in denen Haie Surfer oder Schwimmer angreifen und zubeißen. Die internationale Datei für Hai-Angriffe der Universität von Florida („International Shark Attack File“, ISAF) verzeichnet bekannt gewordene Attacken. Die Experten schätzen, dass jedes Jahr etwa 70 bis 100 Menschen von Haien angegriffen werden und diese in fünf bis 15 Fällen tödlich enden.

Vorkommen: Weißer Hai: küstennahe Gewässer der gemäßigten Klimazone (westlicher Nordatlantik, östlicher Nordpazifik, Mittelmeer, Südküsten Afrikas und Australiens)

Seeigel 

Wenn Schwimmer oder Surfer auf einen Seeigel treten, brechen die Stacheln ab und bleiben in der Haut stecken. Die Wunden bluten oder röten sich und schwellen an. In den meisten Fällen muss ein Arzt die Stachelspitzen entfernen.

Vorkommen: in allen wärmeren Meeren

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Feuerkoralle

Das Nesselgift von Feuerkorallen juckt, brennt und kann Bläschen hervorrufen. Die Folgen können aber auch schlimmer als nur unangenehm sein: Manche Menschen reagieren auf den Kontakt allergisch bis hin zu einem Kreislaufkollaps.

Vorkommen: Riffe im Indopazifik und in der Karibik

Robbe

Robben sind gefährlich? Unter Umständen ja. Die Tiere können beißen, wenn man ihnen zu nahe kommt und sie provoziert. Dabei können auch Krankheiten übertragen werden. Es ist schon vorgekommen, dass Robben Forscher attackiert haben. Experten erklären das damit, dass die Tiere vom Wasser aus Beute angreifen, die auf der Eiskante stehen. Dass Menschen keine Pinguine sind, spielt für die Robbe keine Rolle.

Vorkommen: Arktis und Antarktis, auch Küsten des Nordatlantik (etwa Kanada, Russland, Finnland/ Nord- und Ostsee)

Petermännchen

Klein, aber oho: Über ihre Drüsen an Kiemen und an der vorderen Rückenflosse sondern Petermännchen Gift ab. In der Folge haben Gestochene starke Schmerzen und die betroffene Körperstelle schwillt an. In machen Fällen bilden sich Blasen, die Wunde wird taub und gefühllos. In seltenen Fällen kommt es bei den Opfern zu Brechreiz, Kreislaufkollaps, Herzrhythmusstörungen oder Fieber.

Vorkommen: Östlicher Atlantik, Mittelmeer, Schwarzes Meer

(kkl)

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