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Sommerurlaub

Frankreich-Urlaub: Corona-Regeln, Inzidenz, Einreise - Alles Wichtige im Überblick

  • Lukas Rogalla
    VonLukas Rogalla
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Die Inzidenz in Frankreich steigt. Seit 1. August müssen Reisende neue Regeln beachten. Ist ein Urlaub trotz Pandemie möglich?

Paris – Trotz Coronavirus kommt in Deutschland auch in diesem Sommer Urlaubsfieber auf. Nicht nur Italien, Spanien, Griechenland oder die Türkei ziehen Reisende an, auch in unseren Nachbarländern lässt sich gut Urlaub machen. So auch in Frankreich, das von Stränden an der Normandie und Bretagne über die kulturreiche Hauptstadt Paris bis zur traumhaften Côte d‘Azur im Süden viel zu bieten hat.

Doch lässt das Infektionsgeschehen in Frankreich einen entspannten Urlaub zu? Vor allem angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante kommen viele Fragen auf. Welche Corona-Regeln bestehen für Reisende? Und was gilt es bei der Einreise und Rückkehr zu beachten?

Frankreich-Urlaub trotz Corona und Delta-Variante? Die aktuelle Lage

Die Corona-Krise hat Frankreich noch heftiger getroffen als Deutschland. Bei einer Bevölkerung von rund 67 Millionen Menschen haben sich bislang mindestens 6,2 Millionen mit Sars-CoV-2 infiziert. Mehr als 112.180 sind nach einer Infektion gestorben (Stand: 04.08.2021, Quelle: Johns Hopkins University). Den Negativ-Höhepunkt der Pandemie hatte Frankreich Anfang November letzten Jahres erreicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am 4. November 2020 bei 602. Mit strengen Lockdowns hat die Regierung die Infektionswellen zwar bremsen können. Jedoch war jeweils kurze Zeit später wieder ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. So auch aktuell.

Orte wie Saint-Tropez in Süd-Frankreich sind ein Sehnsuchtsort für den Sommer. Doch zum Urlaub in Frankreich gibt es durch Corona einiges zu beachten.

Auch dank der Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen konnte man einen großen Teil der Bevölkerung vor einem schweren Verlauf mit Covid-19 schützen und die Inzidenz zwischenzeitlich auf 19,1 drücken (28. und 29. Juni 2021). Mittlerweile haben 63,44 Prozent der Bevölkerung ihre Erstimpfung erhalten. Einen vollständigen Impfschutz haben rund 48,32 Prozent der Französinnen und Franzosen. Die Delta-Variante dominiert auch in Frankreich. In den letzten vier Wochen wurde sie in 68,5 Prozent aller Proben nachgewiesen (Stand: 04.08.2021, Quelle: gisaid.org).

Doch mit einhergehenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen und der Ausbreitung der als ansteckender geltenden Delta-Variante steigt die Inzidenz aktuell wieder rasant an. Am 4. August liegt der Wert schon wieder bei 228. Als Corona-Risikogebiet oder Virusvariantengebiet wird Frankreich allerdings noch nicht eingestuft. In Paris und den Vororten, doch vor allem an der Südküste und im Südwesten liegen die Inzidenzwerte höher als in den meisten anderen Regionen der Republik. Das Départment Haute-Corse im Norden der Mittelmeer-Insel Korsika hat die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche zu verzeichnen (838,9; Stand: 04.08.2021, Quelle: Santé Publique France).

Urlaub in Frankreich trotz Corona: Mehrere Regionen Risikogebiete – Was gilt bei der Einreise?

Die Bundesregierung hat zum 1. August 2021 die Kategorie „einfaches Risikogebiet“ abgeschafft. Künftig werden Regionen mit einem höheren Infektionsrisiko als Hochrisikogebiet und Virusvariantengebiet eingestuft. Als Hochrisikogebiete gelten Regionen mit besonders hohen Fallzahlen. Ein Indiz: eine Sieben-Tage-Inzidenz von „deutlich mehr als 100“. Frankreich, das diesen Wert stark überschreitet, würde in diese Kategorie fallen. Betrachtet werden sollen allerdings auch andere Faktoren wie Testraten und Klinikfälle. Bisher hat das RKI nicht verkündet, Frankreich als Hochrisikogebiet einstufen zu wollen.

Bei der Einreise nach Frankreich, auf dem Landweg oder mit dem Flugzeug wird ein negativer PCR-Test oder ein Antigen-Schnelltest benötigt, der nicht älter als 72 Stunden ist.

Einreise nach Frankreich

Einreiseformular in französischer Sprache (PDF)

Einreiseformular in englischer Sprache (doc)

Zudem ist ein Einreiseformular auszufüllen. Ausnahmen gelten für vollständig Geimpfte, Genesene, Kinder unter elf Jahren und den kleinen Grenzverkehr (höchstens 24 Stunden) für Fahrten nach Frankreich im Umkreis von 30 Kilometern vom eigenen Wohnort. Auch Berufskraftfahrerinnen und -kraftfahrer benötigen keinen Test.

Rückkehr aus dem Frankreich-Urlaub: Welche Regeln gelten bei der Wiedereinreise nach Deutschland?

Seit 1. August müssen alle Menschen ab zwölf Jahren bei ihrer Einreise nach Deutschland nachweisen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist. Das ist mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesene oder einem negativen Testergebnis möglich. Eine solche Vorgabe gibt es bisher schon für alle Flugpassagiere. Künftig gilt dies für alle Verkehrsmittel, also auch bei Einreisen per Auto oder Bahn.

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Corona in Frankreich: Welche Regeln grundsätzlich gelten

  • Maskenpflicht bei Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, bei Ansammlungen von Menschen, auf Märkten und in öffentlichen geschlosenen Räumen.
  • Kinos, Theater, Museen und andere kulturelle Einrichtungen sind geöffnet. Es gelten Hygieneauflagen.
  • Geschäfte sind geöffnet.
  • Hotels und Pensionen dürfen Urlauberinnen und Urlauber aufnehmen.
  • Veranstaltungen wie Konzerte, Sportevents oder Festivals mit maximal 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind gestattet. Es muss ein Gesundheitsnachweis vorgelegt werden.
  • Nachtclubs dürfen unter Auflagen öffnen.

Corona-Regeln beim Frankreich-Urlaub: Testpflicht für Nichtgeimpfte

Seit Mittwoch, 21. Juli, gibt es in Frankreich deutliche Einschränkungen für Nichtgeimpfte, berichtet der ADAC. Dann werden Besuche von Kultur- und Freizeiteinrichtungen nur mit einem negativen Corona-Test möglich sein, solange man keinen Impf- oder Genesungsnachweis vorlegen kann.

Der Arc de Triomphe in Paris: Ist ein Urlaub in Frankreich aktuell trotz Corona möglich?

Ab Anfang August soll die gleiche Regelung für Einkaufszentren, Fernzüge, Bars, Cafés und Restaurants umgesetzt werden, um der vierten Corona-Welle entgegenzuwirken, die Regierungsangaben zufolge bereits begonnen habe. Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren sollen von dieser Nachweis-Pflicht ausgenommen werden, wie Gesundheitsminister Olivier Véran mitteilte. Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen für Geschäfte und Einrichtungen.

Corona-Tests für Reisende aus dem Ausland sind in Frankreich kostenpflichtig. Die Obergrenze für den Preis eines PCR-Tests liegt bei 49 Euro, für einen Antigen-Schnelltest müssen bis zu 29 Euro bezahlt werden. (Lukas Rogalla)

Rubriklistenbild: © Sebastian Sinterhauf/dpa

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