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Flugreisen sind für die meisten Kinder ein spannendes Abenteuer.

Fliegen mit Kindern:

Das sollten Eltern wissen

Es gibt zahlreiche Länder und Orte, die Eltern gerne mit ihren Kindern entdecken möchten. Nicht vorbei kommen sie dabei an oft langen Anreisewegen. Fahrten mit dem PKW bieten sich in vielen Fällen an.

Bei längeren Strecken jedoch kann das Flugzeug die Anreise deutlich verkürzen. Fliegen Kinder zum ersten Mal, sollten Eltern sich gut vorbereiten.

Wie weit fliegen, wenn es das erste Mal ist?

Flugreisen können unterschiedlich lang sein. Wer in die Karibik möchte, muss mit mehr als zehn Stunden über den Wolken rechnen und auch nach Thailand dauert der Flug oft zwischen zwölf und 15 Stunden. Zu viel für Kinder, die gerade ihre erste Flugreise erleben. Eltern sollten sich daher auf Ziele konzentrieren, bei denen das Flugzeug maximal fünf Stunden lang in der Luft sein muss.

Glücklicherweise gibt es einige Destinationen, die dieser Anforderung gerecht werden. In den Top Ten Reisezielen finden sich zum Beispiel

  • Mallorca
  • die Türkei
  • Ägypten
  • und Gran Canaria.

Nach Palma de Mallorca fliegen Familien nur knapp zwei Stunden. Mit dreieinhalb Stunden fällt ein Flug nach Antalya in Ägypten bereits etwas länger aus. Nach Hurghada in Ägypten und Gran Canaria beläuft sich die Flugzeit auf rund viereinhalb beziehungsweise vier-dreiviertel Stunden. In allen Fällen erreichen Eltern und ihre Kinder Reiseziele, die ganz ohne lange Flüge viel zu bieten haben.

Angstauslöser Flugreise? Vorbereitung ist wichtig

Nicht jedes Kind bleibt beim Gedanken an eine bevorstehende Flugreise entspannt. Vor allem, wenn Mama oder Papa selbst etwas Flugangst haben, kann sich diese leicht auf ihre Kinder übertragen. Schon einige Zeit vor dem Urlaub sollten Eltern mit ihren Kindern über das kommende Erlebnis sprechen und wichtige Fragen beantworten.

Wer das versäumt, sorgt nicht selten für Panikreaktionen, plötzliche Angst oder lautes Weinen an Bord. Kinder, die jedoch schon vorab genau erklärt bekommen haben, was bei einem Flug passiert und in welchen Situationen es möglicherweisen etwas laut oder ruckelig werden kann, fühlen sich sicherer.

Eine sinnvolle Maßnahme vor der Reise kann auch ein Ausflug zu einem nahegelegenen Flughafen sein. Auf der Besucherplattform ist es Familien möglich, die startenden und landenden Flugzeuge zu beobachten und sich an den Flughafen-Trubel zu gewöhnen. Das senkt die Anzahl ungewohnter Reize, denen sich Kinder kurz vor dem Abflug stellen müssen.

Start und Landung: Das geht auf die Ohren

Eine schwierige Situation kann entstehen, wenn das Flugzeug startet und landet. Der plötzliche Höhenunterschied geht mit Druckveränderungen einher, die vor allem in den Ohren zu spüren sind. Viele Erwachsene kennen das und wissen, wie sie dem unangenehmen Gefühl schnell entkommen können. Kinder allerdings sind meist nicht vorbereitet auf den unter Umständen starken Druck und entsprechend auf Hilfe angewiesen.

Es lohnt sich, Kindern vor Start und Landung Nasenspray zu geben, um die Auswirkungen des Druckunterschiedes zu minimieren. Ältere Kinder dürfen gerne auch einen Kaugummi kauen. Hilft das nicht, sollten Eltern zeigen, wie sich die Ohren wieder öffnen lassen. Durch Gähnen, Schlucken oder weites Öffnen des Mundes ist das meist schnell möglich.

Ist das eigene Kind leicht erkältet, können Start und Landung noch unangenehmer sein, da durch die verstopfte Nase ein stärkerer Druck auf die Ohren herrscht. In diesem Fall lohnt es sich, vorab mit dem behandelnden Kinderarzt zu sprechen. Dieser kann Tipps geben und bei heftigeren Erkältungen auch zur Verschiebung des Abfluges raten.

Beschäftigung an Bord: Bloß keine Langeweile!

Während sich Erwachsene auf Flugreisen gerne zurücklehnen und viele Stunden lang dösen können, fällt Kindern das Warten auf die Landung deutlich schwerer. Schon kurz nach dem Start kann es dann zu starker Langeweile kommen, die sich in Quengeln, Unruhe und bei jüngeren Kindern auch Weinen äußert. Nicht alle Kinder sind dann so kreativ wie der Dreijährige, der sich in den USA kurzerhand allen Fluggästen persönlich vorstellte.

Eltern tun daher gut daran, auch für langweilige Stunden über den Wolken vorzusorgen. Mit schönen Reisespielen lässt sich etwas Kurzweil schaffen, ohne dass viel Equipment nötig ist.

Abgesehen hiervon lohnt es sich,

  • Spielsachen,
  • Bücher
  • und Malutensilien

im Handgepäck mitzunehmen. Üblicherweise stellt es kein Problem dar, wenn Kinder ihren eigenen kleinen Rucksack mit an Bord nehmen, sofern dieser die vorgegebenen Maße für das Handgepäck nicht überschreitet.

Insbesondere malen können Kinder dank des ausklappbaren Tisches im Flugzeug sehr leicht. Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter freuen sich über Kunstwerke ihrer Passagiere und belohnen die Kreativität nicht selten mit einem kurzen Besuch im Cockpit oder einer kleinen Überraschung.

Bei längeren Flügen kann auch das Bordprogramm gegen Langeweile helfen. Fluggästen wird oftmals die Möglichkeit gegeben, Radio zu hören oder Filme zu schauen. Damit andere Passagiere nicht gestört werden, braucht es hierfür jedoch Kopfhörer. Diese können zwar an Bord gekauft werden, sind allerdings nicht immer günstig. Besser ist es, bereits vor dem Abflug Kopfhörer für die ganze Familie zu besorgen und in das Handgepäck zu legen.

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