1. Startseite
  2. Ratgeber
  3. Reise

In diesen Regionen müssen Urlauber mit Haien rechnen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Der Weiße Haie ist die größte Haiart, die kein Plankton frisst.
Der Weiße Haie ist die größte Haiart, die kein Plankton frisst. © dpa

Haie gibt es sogar im Mittelmeer. Hier lesen Sie, wie oft es zu Angriffen der Raubfische auf Menschen kommt, wie man sich bei einer Attacke verhalten sollte – und wo Badende ihnen überhaupt begegnen könnten.

Wie oft kommt es zu Hai-Angriffen?

Jedes Jahr gibt es in Südafrika durchschnittlich sechs Hai-Angriffe auf Menschen, wie die Naturschutz- und Forschungsorganisation Sharks Board vor einiger Zeit berichtete. Neben Südafrika fanden die häufigsten Hai-Attacken nach Zählung des Naturkundemuseums in Florida in den USA – in Florida, Kalifornien und South Carolina – sowie in Australien statt.

Laut International Shark Attack File, die von dem Naturkundemuseum geführt wird, kommt es weltweit jedes Jahr geschätzt zu 70 bis 100 Hai-Angriffen, von denen fünf bis zehn tödlich enden. Seit Wassersportarten, wie Schwimmen, Tauchen und Surfen, Anfang des 20. Jahrhunderts modern wurden, kommt es erst vermehrt zu solchen Begegnungen, von denen in vergangenen Jahrhunderten Fischer und Seeleute erzählten.

Die Forscher weisen allerdings darauf hin, dass es etwa in den USA bis zu 30 Mal wahrscheinlicher ist, von einem Blitz getroffen, als von einem Hai attackiert zu werden. Außerdem sei es statistisch gesehen wahrscheinlicher, beim Schwimmen in Küstennähe eher an Ertrinken oder an einem Herzinfarkt zu sterben.

Wo kommen Weiße Haie vor?

Haie kommen in Meeren vor, die ihnen das größte Nahrungsangebot und die besten Umweltbedingungen bieten. Das sind vor allem relativ flache, etwa 200 Meter tiefe Küstenregionen. Flüsse transportieren in diese Gewässer Nährstoffe für Kleinstlebewesen, die die Basis der Nahrungskette bilden.

Neben den genannten Regionen an den Ost- und Westküsten der USA sowie rund um Australien, Neuseeland und Südafrika, leben Weiße Haie nach Angaben der Schweizer Hai-Stiftung auch im Pazifik rund um Hawaii und in Südamerika vor der Küste Chiles, im Atlantik vor der Küste Brasiliens, im südlichen Mittelmeer sowie zwischen Japan und Taiwan im Ostchinesischen Meer.

Was sollten Badende im Ernstfall tun?

Die Gründe, warum manche Strände oder Regionen bei Haien beliebter sind als andere, sind vielfältig. Futterquellen, wie Seelöwen und Fische, können ebenso dafür verantwortlich sein wie das bewusste Anlocken der Tiere durch blutiges Fleisch, zum Beispiel für Touristen-Attraktionen, wie Käfigtauchen.

Badende sollten sich beim Kontakt mit Haien stets ruhig verhalten. „Wenn Sie vertikal im Wasser bleiben und hektische Bewegungen vermeiden, zieht das Tier in der Regel wieder ab“, sagt Gerhard Wegner, Präsident der „Initiative Sharkproject International“. Urlauber sollten nicht versuchen wegzuschwimmen (der Hai ist schneller), das Tier nicht berühren (der Hai könnte sich erschrecken und verteidigen). Der bekannte Rat, einem Hai aufs Maul zu hauen, sei „Quatsch“. „Genau das führt zu einem Abwehrbiss.“ (kkl/dpa)

Auch interessant

Kommentare