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Stachelig wie ein Igel, aber nicht verwandt: der Seeigel.

Seeigel, Skorpion

Diese Tiere verderben Urlaubern die gute Laune

Seit Ausbruch des Zika-Virus schützen sich viele Urlauber mit Anti-Mücken-Spray und langärmeliger Kleidung vor Moskitos. Aber es gibt noch viele andere lästige Viecher, die die schönste Zeit des Jahres zur Nervenprobe machen. Das sind sie.

Sie stören den Schlaf, stechen uns in die Füße und klauen unser Essen: Der Urlaub könnte so schön sein, wären da nicht diese lästigen Viecher, wie Mücken und Mäuse, von denen jedem Urlauber gefühlt mindestens ein Tierchen in den Ferien über den Weg läuft. Das sind die häufigsten und nervigsten:

Skorpion

Sie sehen schon angsteinflößend aus: Skorpione, diese kleinen Viecher mit den riesigen Scherenarmen und dem langen stacheligen Schwanz. Zwar ist unsere Angst vor ihnen eigentlich unbegründet, schließlich sind Skorpionstiche nur weniger Arten tödlich für den Menschen. Doch schön ist es nicht, wenn man als gut gelaunter Südfrankreich-Urlauber im hübschen Ferienhäuschen in der Provence den Kleiderschrank aufmacht und einem plötzlich eine ganze Handvoll Skorpione entgegenläuft. Entspannt Barfußlaufen im Haus? Ähm, lieber nicht mehr.

Möwe

Sie fragen sich, wieso Möwen nerven? Dann waren Sie noch nicht in Scheveningen und haben dort an der Promenade für ihre Familie Pommes geholt. Der Rückweg über den Strand kann für Urlauber schon mal zum Horrortrip werden, wenn man sich plötzlich inmitten eines riesigen Möwenschwarms wiederfindet. Es hilft auch nicht, schneller zu gehen oder die Richtung zu wechseln, wenn es immer mehr werden und einem die gierigen Viecher den Weg abschneiden. Schlagartig wird klar: Der unbescholtene Urlauber ist nicht in einen Schwarm geraten, der Schwarm hat sich um ihn gebildet. Und in dem Moment passiert es: Die erste Möwe setzt zum Sinkflug an und klaut eine Fritte. So passiert es, dass man eine Minute später laut schreiend und mit hochrotem Kopf bei der Familie ankommt – ohne Fritten.

Petermännchen

Sie sind zwar klein, am Strand aber nicht zu unterschätzen. Die Rede ist von Petermännchen: Fische, die einen Stachel haben und sich im Sand eingraben, sodass man unabsichtlich auf sie tritt. Über ihre Drüsen an Kiemen und an der vorderen Rückenflosse sondern die Fische Gift ab. Wer sie übersieht, hat Pech: Starke Schmerzen und Schwellungen sind die Folge. Im schlimmsten Fall bilden sich Blasen, die Wunde wird taub und gefühllos. Im allerschlimmsten, zum Glück seltenen Fall kommt es bei den Opfern zu Brechreiz, Kreislaufkollaps, Herzrhythmusstörungen oder Fieber. Blöd also, wenn man Urlaub an einem Strand macht, der komplett von Petermännchen übersät ist. Nach der ersten Begegnung mit einem der kleinen Fischchen ist der unbeschwerte Sommerspaß erst einmal vorbei.

Seeigel

Was das Petermännchen am Strand anrichtet, tut der Seeigel im Wasser: Arglose Urlauber in den Fuß stechen und höllische Schmerzen verursachen. Eigentlich wollte man nur ganz entspannt ein paar Runden durchs Meer ziehen, da berührt man im seichten Wasser den Untergrund – und zack – ist es passiert: Schmerzgeschüttelt hebt man den Fuß und blickt auf eine Sohle, deren Anblick einen schaudern lässt: Alles voll mit kleinen, schwarzen Stachelstücken. Als ob das nicht genug wäre, blutet es aus den Wunden. Herausziehen kann man die weichen Stacheln nicht. Für den Rest des Urlaubs hilft da nur: Den Fuß möglichst wenig belasten und abwarten bis der Schmerz nachlässt. Wer schlau ist, beugt vor: Mit super-schicken Badeschuhen aus Plastik. Alternativ krakselt der clevere Urlauber über Felsen zum Wasser und lässt sich an einer Stelle ins Meer gleiten, an der das Wasser so tief ist, dass man nicht in Boden- und damit in Seeigelnähe kommt. Ein paar schräge Blick von den Einheimischen nimmt man da doch gern in Kauf.

Kakerlake

Auf den ersten Blick sind Kakerlaken harmlos. Klar, wer Angst vor Spinnen hat, wird sich über den Anblick einer Kakerlake im Hotelzimmer nicht besonders freuen. Nervig wird es allerdings, wenn die Tierchen mit den langen Fühlern nachts durchs Zimmer rascheln und der sanft schlummernde Urlauber durch dieses Geräusch und noch dazu den typischen widerlich-penetranten Gestank geweckt wird. Wer dann das Licht einschaltet, um die Kakerlake zu fangen, hat es nicht einfach: Blitzschnell huschen die scheuen Tierchen ins nächstgelegene Versteck. Blöd, wenn es sich dabei um die Ritze zwischen Matratze und Bettgestell handelt.

Moskito

Klein, unscheinbar, aber unfassbar nervig: Mücken sind die wohl unangenehmsten Mitbewohner in Zelt, Hotelzimmer oder Ferienwohnung. Wer kennt das nicht? Nach einem langen actionreichen Urlaubstag freut man sich auf die weichen Federn und fällt müde ins Bett. Kaum ist man eingeschlafen, hört man plötzlich dieses Geräusch: Bzzzz, bzzzz, bzzz. Während man eben noch vom süßen Surferboy am Strand oder der hübschen Blondine vom Pool geträumt hatte, ist man innerhalb von zehn Sekunden hellwach und sitzt senkrecht im Bett. Dann stellt sich die Frage: Licht anknipsen und das Viech durchs Zimmer jagen oder einen neuen Einschlafversuch wagen? Wer sich für die zweite Option entscheidet, muss damit rechnen, am nächsten Tag fiese, rote Schwellungen zur Schau tragen zu müssen – gerade im Sommer zu kurzer Bekleidung kein schöner Anblick. Mal ganz davon abgesehen, dass Mückenstiche unfassbar jucken können.

Feuerqualle

Wer im Urlaub an einen Strandabschnitt gerät, an dem Feuerquallen das Wasser besiedeln, erlebt, was es bedeutet, ausgeliefert zu sein: Die Viecher sind fast komplett durchsichtig und mit einem schwachen Rot in der Mitte ihrer Körper von weiter weg so gut wie nicht zu erkennen. Wer beim Schwimmen in einen Schwarm gerät, merkt schnell, woher die Tiere ihren Namen haben: Es brennt wie Feuer auf der Haut. Doch einmal in einen Schwarm geraten, bleibt einem nichts anderes übrig, als schnell wieder hinaus zu schwimmen. Kaum vermeidbare Folge: Noch viel mehr Hautkontakt. Wieder an Land stöhnt man dann zu Recht über die Verbrennungen am ganzen Körper. An Schwimmen ist leider auch erst einmal nicht mehr zu denken.

Maus

Wer eine Mäuse-Phobie hat, sollte nie Urlaub in einem alten schottischen Haus machen. Dort kann es vorkommen, dass man sich die Ferienunterkunft mit einer ganzen Kolonie der grauen Nager teilen muss. In so einem Häuschen lässt es sich schließlich behaglich wohnen: In den Schränken, Betten und sogar in den Hausschuhen. Wer den Urlaub nicht abbrechen will, hat eigentlich nur eine Wahl: Mausefallen aufstellen oder Nahrungsmittel doppelt und dreifach verpacken, am besten in Blechdosen. Wird dies versäumt, halten die Mäuse nachts ein Festmahl ab, von Keksen und Brötchen bleiben nur Krümel übrig. Schlimmer wird es, wenn die Tierchen alle Angst verlieren und sich sogar tagsüber zeigen, Gardinen hochhuschen und in den Wohnzimmer-Ecken quieken. Auf die Hilfe des Vermieters sollten Urlauber nicht unbedingt bauen: Für viele Schotten scheint eine Mäuse-Plage kein Grund zur Aufregung zu sein, stattdessen lebt es sich für sie leichter, wenn sie sich mit ihren kleinen „Mitbewohnern“ arrangieren.

Wanze

Wanzen möchte niemand in seiner Ferienunterkunft finden. Dumm nur, dass es kaum Lebensräume gibt, in denen die Insekten nicht vorkommen. Glück hat man als Urlauber, wenn man eine Art vor sich hat, die sich ausschließlich von Pflanzensäften ernährt. Hier gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und das Tierchen wieder hinaus zu jagen. Den Kammerjäger rufen und darauf bestehen, sofort ein anderes Zimmer zu bekommen, sollte man allerdings, wenn es sich um Bettwanzen handelt. Die kleinen Parasiten ernähren sich von Blut – unschöne Folge: Rote Stiche auf der Haut, die ganz schön jucken und den Urlaub so richtig verderben können.

(kkl)

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