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Cottbuser Ostsee: Bau von Sportboothafen beginnt

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Der Cottbuser Ostsee
Lange Zeit diente die Landschaft dem Bergbau. Bald soll der künftige Cottbuser Ostsee für den Wassertourismus genutzt werden. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Der Cottbuser Ostsee soll einmal ein touristisches Highlight werden. Noch ist viel in der Planung. Doch ein weiteres Projekt wird sichtbar und könnte in den kommenden Jahren viele Freizeitkapitäne anlocken.

Peitz/Cottbus - Die Erschließung des Cottbuser Ostsees für den Wassertourismus nimmt Gestalt an. Am Nordufer soll in der Gemeinde Teichland ein Sportboothafen mit 100 Liegeplätzen entstehen. Nach Angaben des Brandenburger Infrastrukturministeriums erfolgte am Montag der erste Spatenstich für das Vorhaben.

Auf dem Weg vom Bergbau zum Tourismus sei die Entwicklung rund um den künftigen Ostsee ein wichtiger Mosaikstein, erklärte Staatssekretär Rainer Genilke vor Ort. Das Ministerium unterstützt die Gemeinde bei der Schaffung wassertouristischer Infrastruktur am Nordufer mit rund 7,3 Millionen Euro aus Mitteln des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung. Die Fördermittel hatte Genilke bereits im Sommer des vergangenen Jahres an die Akteure überbracht.

Zunächst soll ein Hafenbecken mit Uferwand, Böschungsbefestigungen und Slipanlage mit entsprechender Kranaufstellfläche enstehen. Die Fertigstellung sei für Ende 2022 vorgesehen, da wegen des bereits begonnenen und nicht beeinflussbaren Flutungsverlaufs des Sees ein enger zeitlicher Rahmen bestehe, wie es vom Ministerium weiter hieß.

Die Flutung einer Tagebaugrube

Der Ostsee, eine ehemalige Tagebaugrube, soll einmal eine Wasserfläche von knapp 19 Quadratkilometern haben. Demnach wird er dann größer als Schwieloch- und Scharmützelsee - und gut zweieinhalb Mal so groß wie der Große Müggelsee. Im Jahr 2025 soll das Wasser die notwendige Mindesthöhe von 2,70 Meter in der Mitte des Sees erreichen. Der Füllstand beträgt nach Daten des Tagebaubetreibers Leag derzeit 76 Prozent der zu erreichenden Wasserstandshöhe. 41,5 Millionen Kubikmeter Wasser kommen aus der Spree. Die Flutung hatte im April 2019 begonnen und war wegen anhaltender Trockenheit zwischendurch immer wieder ausgesetzt worden. Derzeit beträgt die genehmigte Flutungswassermenge bis zu 2,5 Kubikmeter pro Sekunde.

Weniger als 20 Prozent

Mehr als 80 Prozent des erforderlichen Wassers dürfen laut Genehmigung des Landes Brandenburg aus der Spree entnommen werden. Weniger als 20 Prozent resultieren aus dem Grundwasseranstieg.

Das derzeit gültige Verwaltungsabkommen vereinbart den finanziellen Rahmen der Braunkohlesanierung im Zeitraum von 2018 bis 2022 zwischen dem Bund und den Ländern Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Im November 2020 hatten Neuverhandlungen für den Zeitraum 2023 bis 2027 begonnen. Nach Auskunft des Infrastrukturministeriums in Potsdam sind diese Verhandlungen schon weit vorangekommen.

Auch für den Ausbau erneuerbarer Energien soll der Ostsee künftig mehr genutzt werden. Eine schwimmende 18 Hektar große Photovoltaik-Anlage wird in der ehemaligen Tagebaugrube errichtet. Das Vorhaben der Leag passt nach Angaben der Stadt zu den Plänen für ein CO2-neutrales Hafen- und Stadtquartier. dpa

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