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Österreich ist Hochrisikogebiet und im Lockdown - Urlaube sind vorerst nicht möglich. Doch wie wird es weitergehen?
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Österreich ist Hochrisikogebiet und im Lockdown - Urlaube sind vorerst nicht möglich. Doch wie wird es weitergehen?

Corona

Corona-Lockdown in Österreich: Urlaub vorerst nicht möglich

  • VonKim Hornickel
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Österreich ist Hochrisikogebiet und befindet sich im Lockdown. Hotels und Skilifte sind geschlossen, doch wie lange noch? Und wie erhalten Urlauber ihr Geld zurück?

Frankfurt/ Wien – Die Corona-Infektionszahlen steigen auch in Österreich. Die Regierung in Wien hat deshalb einen Lockdown verhängt. Bis zum 12. Dezember bleiben Hotels und Restaurants geschlossen. Die strengen Corona-Maßnahmen wirken sich auch auf den Tourismus im Land aus. Und das ist auch für deutsche Urlauber bitter, denn statt Après-Ski und Pulverschnee heißt es im regnerischen Deutschland ausharren. Die Ferien fallen flach, doch ein Wermutstropfen bleibt, denn mit dem landesweiten Lockdown haben die enttäuschten Urlauber ein Recht auf kostenlose Stornierung.

Wie der ADAC erklärt, können Urlauber ihre Reise stornieren und ihr Geld zurückbekommen. Dazu seien Reiseveranstalter und Hotelbetreiber sogar verpflichtet, da sie die gebuchte Leistung gar nicht erst erbringen könnten.

Doch auch wenn die Wintersaison zunächst entfallen muss, stellt sich für viele Urlauber die Frage, wie es weitergehen wird. Ob Winterferien über Weihnachten und Silvester möglich sein werden? Wenn es nach Finanzminister Gernot Blümel von der konservativen Regierungspartei ÖVP geht, soll die Wintersaison zumindest nicht ganz ausfallen. „Ich hoffe, dass zumindest ein Teil der Wintersaison stattfinden wird“, sagte er Ende November.

Corona-Lockdown in Österreich: Urlauber müssen 2G nachweisen

Ob die österreichische Regierung auch weiterhin einen Lockdown für alle fortführen wird, oder Geimpfte und Genesene nach 20 Tagen aus dem Lockdown austreten dürfen, will sie Anfang Dezember entscheiden. Die restriktive 2G-Regelung für Skilifte wird es allerdings auch weiterhin geben. Das heißt, für ungeimpfte Urlauber rückt der weiße Traum in weite Ferne. Denn auch weiterhin müssen die Skifahrer, entsprechend der neuen Regelung, einen 2G-Nachweis vorweisen und eine FFP2-Maske tragen.

Und nicht nur in die Ski-Lifte dürfen Ungeimpfte seit dem 8. November nicht mehr. Auch bei Veranstaltungen, in der Gastronomie und Hotels bleibt ihnen der Zutritt verwehrte. Sollten Urlauber noch nicht geimpft sein, aber den Urlaub bereits gebucht haben, bevor die Regelung in Wien beschlossen wurde, haben sie laut Aussage des ADAC ein Rücktrittsrecht. Dennoch mahnt der Automobilclub, denn ob diese Regelung vor einem Gericht im Streitfall standhalte, sei laut ADAC schwer zu voraussagbar.

Hochinzidenzgebiet Österreich: So erhalten Urlauber ihr Geld zurück

Gut im Stornofall ist außerdem die Tatsache, dass das Auswärtige Amt in Berlin, Österreich, mit Ausnahmen, zum Corona-Hochinzidenzgebiet erklärt hat. Dann können Urlauber ihr bereits gezahltes Geld zurückverlangen. Die Verbraucherzentrale erklärt dazu auf ihrer Homepage. „Pauschalreisen in Länder, für die eine Reisewarnung besteht, können Sie kostenlos stornieren. Das gilt auch für Länder, für die ein Einreiseverbot besteht und/oder zwingend Quarantäne vorgesehen ist.“

Doch auch die Reiseveranstalter haben dazugelernt und nicht jeder ist bereit Reisekosten ohne weiteres zurückzuzahlen. Kulanz, wie zu Beginn der Pandemie, sei nicht mehr in dem Maße erwartbar. Schwieriger haben es zudem Urlauber, die Hotel, Transport und Aktivitäten eigenständig buchen. Denn wird beispielsweise eine Unterkunft direkt bei einem ausländischen Anbieter gebucht, gelten die Gesetze des jeweiligen Landes oder die Vertragsbedingungen mit dem einzelnen Hotelier. Dann müssen Urlauber und Anbieter vor Ort selbstständig eine Lösung finden. Pauschaltouristen können sich dagegen an ihren deutschen Reiseanbieter wenden.

Die Tourismusbranche leidet unter Corona: Der Lockdown in Österreich hält Urlauber fern

Auf der Strecke bleiben allerdings die Hoteliers und Skiliftbetreiber, die jetzt mit der erneuten Schließung ihrer Betriebe kämpfen müssen. Die finanziellen Einbußen sind enorm und die Tourismusbranche frustriert. Auf klassische Weihnachtsurlauber hofft selbst Susanne Kraus-Winkler vom Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich kaum mehr, wie sie der Süddeutschen Zeitung gegenüber erklärte.

Sie rechne lediglich noch mit ein paar Stammgästen. Doch aufgeben wolle die Branche nicht. Sie setzten auf ein Durchstarten in der zweiten Saisonhälfte ab Mitte Januar: „Wir hoffen, dass noch was zu retten ist“, erklärte Kraus-Winkler der SZ. Der nun bereits vierte Lockdown in Österreich stellt das Durchhaltevermögen der Hoteliers und Betreibern von Freizeiteinrichtungen erneut vor eine Zerreißprobe.

Schon im Laufe des Jahres gab es wegen der Corona-Krise in verschiedenen Ländern unterschiedliche Regeln. Vor allem für Urlauber wurde es daher kompliziert. Als Spanien Corona-Hochinzidenzgebiet war, galten da beispielsweise andere Covid-19-Regeln als in Italien. (Kim Hornickel)

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