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Lufthansa zieht mit seiner Preispolitik die Kritik einiger Reisevertriebe auf sich.

Reisebüros sauer

Billig-Tickets von Lufthansa nur im Direktvertrieb

Die Light-Tarife von Lufthansa sind ab dem 9. Oktober nur noch bei bestimmten Reisebüros und Internet-Plattformen erhältlich. Der Verband Internet Reisevertrieb kritisiert dieses Vorgehen.

Zwischen der Lufthansa und einigen Reisevertrieben gibt es neuen Ärger. Der Verband Internet Reisevertrieb (VIR) kritisierte die Ankündigung des Luftverkehrskonzerns, seine günstigsten Tickets ab dem 9. Oktober ausschließlich über die eigenen Systeme zu verkaufen.

Die so genannten Light-Tarife ohne Aufgabegepäck sind dann nur noch über die Webseiten der Lufthansa-Gesellschaften sowie bei Reisebüros und Internet-Anbietern erhältlich, die sich an das Buchungssystem der Lufthansa haben anschließen lassen.

Die internationalen Vertriebsplattformen (GDS) wie Sabre oder Amadeus bleiben bei dieser Ticket-Art außen vor, bestätigte ein Unternehmenssprecher-Sprecher in Frankfurt. Schon seit längerem belegt Lufthansa Ticket-Buchungen aus den GDS-Systemen mit einer zusätzlichen Gebühr und hatte auch dafür Kritik der Reisebüros einstecken müssen.

Nach Auffassung des VIR -Vorstands Michael Buller zeige Lufthansa mit dieser Entwicklung klar das Verhalten eines Monopolisten. Er sehe das Bundeskartellamt in der Pflicht, dem Unternehmen keinen weiteren Freibrief für unakzeptables Verhalten auszustellen, erklärte der Reise-Manager. Die Lufthansa unternehme alles, damit ein funktionierender Wettbewerb nicht stattfinden könne. Zuvor hatte bereits der Deutsche Reiseverband (DRV) die Neuerung kritisiert.

Der Lufthansa-Sprecher wies die Vorwürfe zurück. Die Preise blieben transparent und den Reisebüros werde ein Zugang zum Buchungssystem angeboten, ohne finanzielle oder technische Hürden. Das Verfahren sei bereits in anderen Märkten erprobt und nur für den Raum Deutschland-Österreich-Schweiz neu.

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