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Wohnung unerlaubt bei Airbnb untervermietet: Pariser muss jetzt 221.000 Euro zahlen

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Von: Franziska Kaindl

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Das Logo von Airbnb wird auf einem Smartphone angezeigt.
Auf Airbnb können Gastgeber eine Wohnung an Touristen und Touristinnen vermieten. © Thomas Trutschel/Imago

Ein Mann verdiente durch die Untervermietung seiner Pariser Wohnung 198.000 Euro. Allerdings hatte er seine Vermieter zuvor nicht um Erlaubnis gebeten.

Für 178 Euro pro Nacht bot ein Mann seine Zweizimmerwohnung in Paris an. Von seinen Einnahmen bleibt ihm aber nichts übrig: Ein Gericht hat ihn dazu verurteilt, die 198.000 Euro, die er zwischen 2106 und 2020 mit der Untermietung verdient hat, an die Besitzer der Wohnung zu überweisen. Die Vermieter hatte er nämlich nicht um Erlaubnis gebeten, wie die Deutsche-Presseagentur unter Berufung auf die Zeitung „Le Figaro“ über den Vorfall berichtet.

Wohnung unrechtmäßig bei Airbnb inseriert: Pariser muss über 221.000 Euro zahlen

Trotz der unrechtmäßigen Einnahmen durch die Untervermietung lag der Mann selbst im Mietrückstand – daher muss er weitere 11.370 Euro an seine Vermieter zahlen, wie das Gericht urteilte. Hinzu kommen noch Kosten von 11.5000 für Reparaturen an der Wohnung. Insgesamt muss der Pariser also über 221.000 Euro berappen.

Die Besitzer sind ihrem Mieter im Juni 2020 auf die Schliche gekommen. Als ihnen auffiel, dass die Wohnung im sechsten Arrondissement in der Pariser Innenstadt über Airbnb feilgeboten wurde, forderten sie von der Plattform Daten dazu an. Diese belegten, dass die Wohnung an 1.114 Tagen für durchschnittlich 178 Euro pro Tag vermietet wurde. Sie selbst hatten eine Monatsmiete von 1.380 Euro kalt verlangt.

Wohnung in Paris untervermietet: Airbnb ebenfalls in Bredouille

In ihrem Urteil gaben die Richter den Besitzern recht, da sich im Mietvertrag eine Klausel befand, die für eine Untervermietung eine schriftliche Zustimmung verlangte. Um diese hatte der Mieter sich nicht bemüht. Airbnb selbst könnte ebenfalls Ärger drohen: In französischen Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern dürfen Mietwohnungen höchstens 120 Tage im Jahr touristisch vermietet werden. Die Plattform hätte das Mitgliedskonto des Pariser Mieters eigentlich blockieren müssen als er die Anzahl der Tage überschritt. Für das Urteil spielte dieser Umstand aber keine Rolle. (dpa/fk)

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