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Wer im „Land of the Free“ urlauben will, sollte ein paar Dinge anders handhaben, als bei EU-Urlauben.

Mehr Spaß zwischen NY und LA

5 Tipps für einen richtig guten USA-Urlaub

Amerika ist eines der beliebtesten Fernreiseziele. Allerdings sollte man, schon wegen der „amerikanischen Realitäten“, hier einiges anders machen als beim Trip nach Mallorca und Co.

Urlaub ist Urlaub? Nun, jein. Denn gerade die USA sind, nicht nur ob ihrer Weitläufigkeit, ein ganz anderes Pflaster als die typischen Euro-Reiseziele. Beispiel gefällig? Der Government-Shutdown vor einigen Wochen, der dazu führte, dass Reisende mit einigen Verspätungen zu kämpfen hatten.

Wer seinen Trip in vollen Zügen genießen will, sollte deshalb unsere folgenden Tipps beherzigen. Sie machen den Urlaub definitiv „runder“.

1. Nie ohne großen Mietwagen und „Lappen“

Braucht man in New York City einen Mietwagen? Nein, da haben oft nicht mal die Einheimischen ein Auto. Allerdings sollte man sich deshalb nicht der Illusion hingeben, außerhalb der US-Städte auf ein gut ausgebautes ÖPNV-Netz vertrauen zu können. Amerika ist nicht nur sprichwörtlich Autoland. Ohne eigenes Fahrzeug ist man herb eingeschränkt.

Ein Mietwagen ist also Pflicht. US-Kenner greifen gerne zu ähnlichen Größenklassen, wie sie dort umherfahren – also eher dickes SUV statt Kleinwagen. Schon der Übersichtlichkeit wegen. Ganz wichtig: Was den Führerschein anbelangt, gibt es in den USA ein zweigeteiltes Problem. Manche Staaten erkennen das, was hierzulande als internationaler Führerschein ausgestellt wird, schlicht nicht an. Umgekehrt kann man, vor allem im ländlichen Bereich, jedoch Probleme bekommen, wenn man nur seine deutsche Karte vorzeigt. Was also tun? In jedem Fall beide Führerscheine mitnehmen und beim Vorzeigen erklären, dass das eine nur Bestätigung und englische Übersetzung für das andere ist.

Ganz wichtig: Die USA haben auf ihren Highways ein teils ziemlich kompliziertes Maut-System etabliert. Wer sich vor Zahlungsforderungen der Mietwagenfirma schützen will, bucht einfach für ein paar zusätzliche Dollars ein Maut-Paket, das alles abdeckt.

2. Große Taschen, eigenes Auto

Die USA sind, was die Preise anbelangt, ein unglaublich vielschichtiges Land. Bedeutet, zwischen beiden Küsten gibt es in jedem Staat unterschiedliche Mehrwertsteuern (die aber immer unter der unsrigen liegen) und oft auch Preise für ein und dieselben Waren. Je ländlicher es wird, desto mehr wird man feststellen, dass man sich dort für schmales Geld völlig neu einkleiden kann. Für die vom hiesigen Zoll festgesetzte Freimenge von Waren im Wert von 430 Euro kann man da teils richtig(!) zugreifen.

Allerdings sollte man sich darauf richtig vorbereiten. Das beginnt schon auf dem Weg zum Flughafen. Hier sollte man das Auto nehmen. Denn günstiges Parken am Flughafen Frankfurt ist in jedem Fall billiger und flexibler als ein Taxi-Trip. Und man sollte einen ausreichend großen, vielleicht fast leeren Koffer mitnehmen – und unbedingt eine Gepäckwaage. Bei den meisten Airlines bewegt sich das Maximalgewicht für aufgegebenes Gepäck im Bereich zwischen 23 und 25 Kilo; mehr kostet teilweise saftige Aufschläge.

Shopping-Profis buchen übrigens für den Rückflug Premium Economy oder gleich Business Class – dann sind nämlich pro Person zwei aufgegebene Gepäckstücke inkludiert.

3. Respekt vor TSA und Co.

Ja, US-Einreisebestimmungen sind streng. Das wird man noch über dem Atlantik feststellen, wenn die Flugbegleiter Zettel austeilen, auf denen man eintragen muss, welche Gegenstände in welchem Wert man einführt. Gleich hier sollte man eine eiserne Regel einhalten: Offen und ehrlich sein. Der Urlaub ist definitiv der falsche Zeitpunkt, um sich gegen Überwachung und Kontrolle zu stemmen. Es ist immer möglich, dass man sein Gepäck öffnen muss. Stellt sich dann heraus, dass man grob falsche Angaben gemacht hat, wird einen die Transport Security Administration ohne Zögern in den nächsten Flieger zurück stecken.

Aus dem gleichen Grund sollte man bei der strengen Einreiseprozedur nach der Landung sein bestes Vorzeige-Verhalten auspacken. Bedeutet, keine Linien übertreten, Aufforderungen zeitnah nachkommen und keinesfalls irgendwie aufmüpfig sein. Immer bedenken: Auch die Zollbeamten machen nur ihren Job nach Vorschriften, auf die sie keinen Einfluss haben. Gleiches gilt übrigens auch bei der Rückreise, bei der man sich darauf einstellen sollte, weitaus schärfer durchleuchtet zu werden, als man es aus der Heimat gewohnt ist.

4. Nicht auf Diät sein

Man kann einen All-Inklusive-Urlaub auf Kreta buchen und sich dort am Hotelbuffet ausgewogen-kalorienarm ernähren. Natürlich gibt es diese Möglichkeit auch in den USA – allerdings nur in großen Hotels. In Pensionen, Bed and Breakfasts usw. wird es definitiv weniger bis gar keine „gesunden“ Menüs geben.

Aus diesem Grund und weil die USA ein echtes Schlaraffenland der Kaloriensünden sind, sei dringend geraten, für den Urlaub seine Diätpläne auszusetzen bzw. sie zumindest scharf zurückfahren. Man muss sich dort nicht von morgens bis abends mit Burgern und Co. vollstopfen. Aber zwischen New Yorker Hot-Dog-Verkäufer und südstaatlichem Grillrestaurant gibt es hier einfach zu viele kalorienreiche Gaumenfreuden – und sie alle machen auch einen guten Teil des USA-Spaßes aus.

5. Die Tank-Spezialitäten kennen

Ja, das einfache Zapfen von Kraftstoff für sein Fahrzeug unterscheidet sich in den USA so sehr von dem hiesigen Prozedere, dass man ein eigenes Unterkapitel benötigt. Denn dort gibt es im Prinzip nur zwei Möglichkeiten:

  1. Man muss vor dem Tanken seine Kreditkarte in einen Schacht an der Zapfsäule stecken – das ist die häufigere Variante. Dort wird man zudem vom Gerät aufgefordert werden, seinen ZIP-Code, die Postleitzahl, einzugeben, sonst geht es oft nicht weiter. Daher am besten entweder einen der US-Codes vor der Reise auswendig lernen oder einfach den einzigen eingeben, den die meisten Deutschen kennen dürften – Beverly Hills 90210.
  2. Man muss, ebenfalls vor dem Tanken in die Tankstelle hinein gehen und dort bezahlen, bevor der Zapfhahn freigeschaltet wird. Dazu ist es zwingend notwendig, eine zu tankende Menge an Gallonen anzugeben. Wer nicht abschätzen kann, was in seinen fast leeren Tank passt, nimmt Five Gallons und merkt sich für künftige Tankvorgänge, wie hoch das die Tanknadel steigen lässt.

Das, was wir kennen, also tanken, reingehen, zahlen, ist in den USA praktisch unbekannt.

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