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Inzwischen haben sich Hunderttausende Nutzer zum Carsharing angemeldet. Doch mit einem großen Wachstum rechnen Branchenexperten in naher Zukunft nicht. Foto: Bernd von Jutrczenka
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Inzwischen haben sich Hunderttausende Nutzer zum Carsharing angemeldet. Doch mit einem großen Wachstum rechnen Branchenexperten in naher Zukunft nicht. Foto: Bernd von Jutrczenka

Noch wenig Hoffnungen - Carsharing bleibt in der Nische

Lieber hin und wieder ein Carsharing-Auto nehmen als einen eigenen Wagen zu kaufen - so denken inzwischen Hunderttausende und haben sich zum Carsharing angemeldet. Doch die Zeit rasanter Wachstumszahlen scheint vorerst vorbei zu sein.

Lieber hin und wieder ein Carsharing-Auto nehmen als einen eigenen Wagen zu kaufen - so denken inzwischen Hunderttausende und haben sich zum Carsharing angemeldet. Doch die Zeit rasanter Wachstumszahlen scheint vorerst vorbei zu sein.

Es gibt mehrere Unterschiede zum klassischen Mietwagen: Man meldet sich beim Anbieter an, kann dann meist rund um die Uhr reservieren und das Auto abholen, abgerechnet wird nach Nutzungsdauer, und der Sprit ist inklusive. «Wir haben es in der Regel nicht mit Vielfahrern zu tun», sagt Willi Loose, Geschäftsführer des Bundesverbands Carsharing. «Das sind Menschen, die maximal einmal die Woche Carsharing nutzen, die meisten deutlich seltener.»

Zuletzt legten vor allem die Anbieter ohne feste Station zu, deren Wagen vor allem über die Großstädte verteilt sind. Sie erreichen mehr als 40 Prozent des Angebots. Dahinter stehen vor allem die Autobauer Daimler (car2go), BMW (Drive Now) und Citroën (Multicity). Die klassischen stationsbasierten Anbieter wachsen in kleineren Städten.

Das lässt sich nicht genau sagen. Der Branchenverband weiß zwar, dass 1,26 Millionen Nutzer registriert sind, ein Fünftel mehr als vor einem Jahr. Es lässt sich aber nicht klären, wie viele Fahrer mehrfach gezählt wurden, weil sie bei mehreren Anbietern angemeldet sind. Offenkundig ist: Die Wachstumskurve flacht seit zwei Jahren ab.

sieht noch große Wachstumschancen, stellt aber auch fest: «Ein eigenes Auto zu besitzen, wird die Norm bleiben.»

Noch sehr wenig - obgleich die Branche vom «Klimaschutz durch Autofahren» spricht. Das liegt neben dem geringen Marktanteil auch an den Carsharing-Kunden. Um die Elektroautos machten die meisten nämlich einen Bogen, sagt Branchenvertreter Loose - aus Sorge, etwas kaputt zu machen. Neun von zehn Carsharing-Autos haben Verbrennungsmotoren.

Es seien noch Hemmnisse zu beseitigen, sagt Loose. Beispielsweise seien Haftungsfragen nicht geklärt. «Wer wird haftbar gemacht, wenn ein Mensch ohne Führerschein das Fahrzeug benutzt, der Fahrer oder der Halter?» Am wichtigsten seien aber Privilegien beim Parken, die ein neues Gesetz bringen soll. «Damit wird Carsharing präsenter.»

Das steht noch nicht fest, der Entwurf ist in der Ressortabstimmung. «Carsharing liegt im Trend», das wolle er unterstützen, begründet Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) die Initiative. Er will reservierte Parkplätze für Carsharing und Abholstellen auf öffentlichen Flächen ermöglichen. «Die Bundesregierung muss mit dem Carsharing-Gesetz endlich zu Potte kommen», drängen die Grünen.

Die Frage drängt sich auf beim Blick auf Portale wie Drivy und Tamyca, wo Privatleute ihre Autos zur Vermietung anbieten - ähnlich wie Wohnungen auf Airbnb. Sie machen besonders Autovermietungen Konkurrenz. Die Stiftung Warentest aber rät, genau hinzusehen. Nicht immer verfügbar und zuverlässig, teils weit entfernt, häufig teurer, so das Fazit der Tester nach einer Stichprobe. Die Plattformen widersprachen den meisten Kritikpunkten. (dpa)

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