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Verlieren Eltern die Geduld, vergreifen sie sich oft im Ton oder der Wortwahl. Kinder nehmen das wahr und rächen sich eines Tages mit den selben Mitteln.

Verbale Retourkutsche

Müssen sich Eltern jeden Ton gefallen lassen?

„Jetzt stell dich nicht an!“ - so ein Satz kann Eltern schon mal rausrutschen. Irgendwann passiert es jedoch, dass Kinder verbal zurückschlagen. Wie gehen Eltern damit am besten um?

Kinder halten einem unerbittlich den Spiegel vor. Das kann lustig sein, oft auch erschreckend oder befremdlich. Zum Beispiel, wenn einem der Fünfjährige im harschen Tonfall sagt, was man alles gerade falsch macht und man sich doch bitte mal zusammenreißen soll.

Müssen Eltern sich das gefallen lassen? „In gewissem Sinne ja. Kinder sind das beste Korrektiv, das es gibt“, findet Ulric Ritzer-Sachs. Er arbeitet bei der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Wer das Kind selbst manchmal genervt anblafft, darf sich nicht wundern, wenn Sohn oder Tochter das genau so zurückgeben.

Natürlich kommt es immer auch auf die Situation an, in der das Kind einem Paroli bietet. Und auch der Tonfall spielt eine Rolle. „Niemand muss sich anschreien oder beschimpfen lassen.“ Eltern reagieren dann am besten, indem sie sagen: „Ich möchte nicht, dass du so mit mir redest.“ Vielleicht regt eine solche Situation Eltern auch dazu an, zu überdenken, welchen Ton sie selbst manchmal anschlagen, wenn das Kind etwas falsch gemacht hat.

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