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„Tabaluga“ war für Maffay „Liebe auf den ersten Blick“

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"Tabaluga - Die Welt ist wunderbar"
Sänger Peter Maffay neben dem Drachen Tabaluga. © Robert Michael/dpa

Vor knapp 40 Jahren entstand der kleine Drache Tabaluga. Seither ist er eine zentrale Figur im musikalischen Schaffen von Peter Maffay. Nun gibt es eine neue Platte mit großer politischer Aktualität.

München - Ein eis- und herzenskalter Schneemann - und ein kleiner grüner Drache, der Herzen zum Schmelzen bringen soll: Vor knapp vier Jahrzehnten erfand der Rocksänger Peter Maffay die Figur Tabaluga - unter anderem zusammen mit dem Musiker Rolf Zuckowski und dem Kinderbuch-Zeichner Helme Heine.

2023 feiert dieser kleine Tabaluga runden Geburtstag - und schon jetzt gibt es ein neues Album als Geschenk. An diesem Freitag (14. Oktober) erscheint Maffays frische Tabaluga-Platte mit dem Titel „Die Welt ist wunderbar“.

Es geht diesmal um den Klimawandel

„Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt Maffay im Interview der Deutschen Presse-Agentur über den Moment, als er den fertigen Entwurf für die Figur zum ersten Mal sah. „Helme Heine hatte eine positive, lebensbejahende Figur geschaffen, die sowohl kleine wie auch große Kinder begeisterte.“ Sechs Alben sind seither erschienen.

Im Jahr 2022 geht es nun um das wohl drängendste Thema unserer Zeit: den Klimawandel. Tabalugas fieser Gegenspieler, Schneemann Arktos, beschuldigt den Drachen, schuld daran zu sein, dass ihm das Eis unter dem Hintern wegschmilzt. Tabaluga beschuldigt Arktos dagegen, das Meer zuzumüllen. Keiner von beiden sei schuld, sagt dagegen Glühwürmchen Lucy, das mit einem E-Raumschiff in Grünland landet. Schuld seien „die Menschlinge“, die dafür gesorgt hätten, dass „der ehemals blaue Planet“, wie in der Albumankündigung zu lesen ist, fast unbewohnbar sei.

„Tabaluga selbst war schon immer grün. Aber noch nie war eine Geschichte rund um den alterslosen Drachenjungen politisch und gesellschaftlich so relevant und wichtig“, heißt es weiter. Tabaluga verkörpere „Werte, die nie an Bedeutung verlieren werden wie: Respekt im Umgang mit einander und dem "Raumschiff Erde", auf der wir leben“, sagt Maffay. „Wir drücken hier in kindgerechter Form aus, worum es in der Welt geht.“ Es sei „an der Zeit, dass man die Dinge klar benennt“.

„Ohne Strom, da gehst du baden“

Musikalisch klingt die Platte weitgehend so, wie man es gewohnt ist von Tabaluga - auch wenn Maffay sagt: „Wir haben uns die Freiheit genommen, musikalisch auszuufern.“ Zusammen mit der Schweizer Sängerin Stefanie Heinzmann singt er in „Elektrizität“ passend zum anstehenden energieknappen Winter „Ohne Strom, da gehst du baden“. Mit Heinzmann singt Maffay auch die Ballade „Königreich der Liebe“. Denn pessimistisch oder gar apokalyptisch ist das Album trotz der düsteren Thematik nicht geworden.

„Ich singe solche Lieder und versuche mir eine positive Sichtweise zu erhalten, weil es dazu – will man die Kinder nicht in die Hoffnungslosigkeit entlassen - keine Alternative gibt“, sagt Maffay. „Wenn nicht wir, wer sonst sollte in der Lage sein, die Voraussetzungen für eine lebenswerte Perspektive zu schaffen. Es ist unsere Verpflichtung, diese Kraftanstrengung gemeinsam, wenigstens mit aller Kraft zu versuchen. Das sind wir unseren Kindern schuldig.“

Seine eigene kleine Tochter habe übrigens eine ganz besondere Beziehung zu Tabaluga, sagt Maffay im dpa-Interview: „Er schläft zusammen mit "Flederfred", "Affi" und etlichen anderen Plüschis in ihrem Bett. Es ist eine kleine Lebensgemeinschaft.“ dpa

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