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„Die Verlorenen“ von Simon Beckett
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Der Thriller „Die Verlorenen“ von Simon Beckett.

Bestsellerautor

Pause für Hunter - Simon Beckett startet neue Krimi-Reihe

Simon Beckett hat seinen Erfolg vor allem David Hunter zu verdanken. Der forensische Anthropologe ist der Held etwa in „Chemie des Todes“. Doch in seinem neuen Buch muss Beckett ohne ihn auskommen.

Sheffield - Der britische Krimi-Autor Simon Beckett (61) gönnt seinem Helden David Hunter eine Pause und startet eine neue Krimi-Reihe. An diesem Donnerstag (8. Juli) kommt sein neuer Thriller „Die Verlorenen“ auf den Markt.

Es ist ein spannendes Buch über in Plastikfolie eingewickelte Leichen, einen verschwundenen kleinen Jungen - aber ganz ohne den forensischen Anthropologen Hunter aus Büchern wie „Chemie des Todes“ und „Kalte Asche“, die Beckett zum Krimi-Star machten.

„Ich habe nicht unbedingt eine Pause von David Hunter gebraucht, aber manchmal kann eine Pause eine gute Sache sein“, sagte der in Sheffield lebende Beckett im Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Mir schien es einfach eine gute Zeit zu sein, etwas Neues auszuprobieren. Und manchmal kann das auch für die alte Sache helfen und die Dinge etwas auffrischen. Es kann ja nach so einer langen Zeit nicht schaden.“

Etwas Neues bedeutet in diesem Fall vor allem jemand Neues: Jonah Colley ist Mitglied einer bewaffneten Spezialeinheit der Londoner Polizei und nach dem Verschwinden seines kleinen Sohnes ein gebrochener Mann. Als ihn ein alter Freund nach Jahren überraschend anruft und ihn bittet, in ein verlassenes Lagerhaus an der Themse zu kommen, folgt er dieser Bitte, findet dort vier Leichen und wird selbst von einem Unerkannten schwer verletzt.

Weil er daraufhin selbst als möglicher Täter ins Visier der Polizei gerät, ermittelt er auf eigene Faust und muss feststellen, dass die Sache mit seinem Sohn möglicherweise doch ganz anders war als er dachte.

Es ist ein düsteres Buch geworden, aber das kennt man von Beckett ja. Ein Buch über zerstörte Leben, sterbende Freundschaften, sterbende Liebe - und Hoffnungslosigkeit. Auch seinem neuen Helden Jonah gibt er ein ähnlich schwer zu ertragendes Schicksal wie Hunter, dessen Frau und Tochter bei einem Unfall ums Leben kamen.

„Jonah hat sich wie alle meine anderen Charaktere langsam in meinen Kopf geschlichen. Und als die Geschichte immer mehr Fleisch bekam, wurde mir auch immer klarer, was für ein Charakter er sein sollte“, sagt Beckett im dpa-Interview.

Er habe erst daran gezweifelt, ob das eine gute Idee ist, „weil ich nicht wollte, dass die Leute denken, dass ich einfach nur auf den gleichen, ausgetretenen Pfaden unterwegs bin, aber ich habe mich dann doch dazu entschieden, weil Jonahs traurige Vergangenheit ein so wesentlicher Bestandteil der Geschichte ist und so wichtig für das, was in der Gegenwart passiert, während Hunters Tragödie in seiner Vergangenheit liegt“, sagt er.

„Jonah erkennt, dass er nicht alles weiß über das, was mit seinem Sohn geschehen ist. Zusätzlich dazu bringt diese Vergangenheit mehr Tiefe in seinen Charakter und eine andere Dimension. Also ja, obwohl oberflächlich betrachtet Parallelen vorhanden sind, meine ich, dass genug Unterschiede zwischen den beiden da sind.“

Mehr als zwölf Millionen Mal haben sich die bisher sechs Bände von Beckett über den forensischen Anthropologen Hunter allein im deutschsprachigen Raum verkauft. Wie viele Bände über Colley es geben werde, wisse er noch nicht, sagt Beckett. Und auch woran er gerade arbeitet will er noch nicht verraten. Das Ende von Hunter bedeute das alles allerdings auf keinen Fall, betont er: „Er kommt zurück.“ dpa

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