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Outriders ist der neue Stern am Multiplayer-Himmel. Und das ist eine mittelgroße Überraschung.
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Outriders ist der neue Stern am Multiplayer-Himmel. Und das ist eine mittelgroße Überraschung.

Spiele im Test

Warum ist „Outriders“ eigentlich gerade so angesagt bei Konsolenspielern?

  • Sebastian Tauchnitz
    VonSebastian Tauchnitz
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Damit hatten wohl nur die wenigsten gerechnet: Nach einer durchaus durchwachsenen Demo mausert sich das neue „Outriders“ von Square Enix zum Hit. Doch ist der Hype gerechtfertigt?

Die meisten Spieler betrachteten „Outriders“, entwickelt von „People can fly“ und vertrieben von Square Enix, im Vorfeld mit – nennen wir es mal – skeptischem Interesse. Das sah alles ganz gut aus, der Mix aus Loot-Shooter, Multiplayer-Möglichkeit und Einzelspieler-Fokus klang spannend. Aber was würde am Ende draus werden? Dann kam vor einigen Wochen die (immer noch verfügbare und recht umfangreiche) Demo und man bekam einen guten ersten Eindruck davon, was einen erwartet.

Wer ein neues Destiny erwartet hatte, wurde enttäuscht. Wer angesichts der Screenshots auf ein neues „Gears of war“ gehofft hatte, auch. Stattdessen gab es eine Mischung aus allen möglichen Spielelementen, die für sich gesehen jetzt alle schon bekannt waren, aber so noch nie gemixt und abgeschmeckt wurden.

Es dauerte nicht lange und im Internet wurde Kritik laut. Viel Kritik. Nicht immer unberechtigte Kritik. Rein technisch ist „Outriders“ nicht das, was man sich erhofft hat. Die Grafik ist wahrlich kein Next-Gen-Knaller, bei dem man mit offenem Mund vor seiner PS5* oder Xbox Series X sitzt. Was man da auf dem Bildschirm sieht, erfüllt seinen Zweck, manches Areal ist sogar sehr hübsch gestaltet – es reißt aber keinen wirklich vom Hocker. Sound und Übersetzung sind auch solide, genau wie der technische Unterbau. Wenn man sich einmal ergoogelt hat, dass man die Konsole neu starten muss (Ruhezustand reicht nicht), wartet man auch keine 15 Minuten mehr, bis man sich eingeloggt hat. Das ist alles nicht schlimm – aber angesichts des technischen Unterbaus ist es jetzt auch kein garantierter Hit, was „People can fly“ abliefern.

Schaut man sich dann aber mal die Spielerstatistiken und seine Friendslist an und liest so ein bisschen in den sozialen Medien herum, merkt man, dass wahnsinnig viele Leute gerade „Outriders“ spielen und offensichtlich eine Menge Spaß daran haben. Wie kann das sein?

Die Geschichte ist durchaus spannend und solide erzählt: Die Menschheit hat die Erde erfolgreich komplett ruiniert und schickt in einem letzten Kraftakt ein riesiges Raumschiff zum Planeten Enoch, um einen neuen Versuch zu unternehmen, es diesmal nicht zu verbocken. Wir sind einer der Outriders, die für die Sicherheit sorgen sollen. Doch kaum angekommen, geht wieder alles schief. Wie schief, das erfahren wir erst, als wir Jahrzehnte später aus dem Kälteschlaf erwachen.

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„Outriders“ im Test: Hinter jedem Idyll lauert die Fratze des Bösen

Die Menschen führen einen endlosen Krieg untereinander, der Planet wehrt sich mit Kräften gegen die Eindringlinge von außen – die Fauna sieht in uns nur eine schmackhafte Ergänzung des Speiseplans, ein mysteriöser Sturm sorgt dafür, dass all unsere tolle Technik nicht funktioniert – ein Scherbenhaufen. Und mittendrin wir, die wie durch einen Unfall mit gottgleichen Kräften ausgestattet sind. Nach und nach erkunden wir die Welt und stoßen dabei auf immer neue Probleme. Immer dann, wenn wir in all der Depression einen Hoffnungsschimmer sehen, ahnen wir bereits, dass hinter dem Idyll die Fratze des Bösen lauert. Es ist kein gutes Zeugnis, was die Entwickler dem Menschen in ihrem Spiel ausstellen. Und man befürchtet beim Spielen immer wieder, dass es wahr sein könnte.

Erzählt wird das ganze immer hübsch scheibchenweise: Wir tasten uns von Außenposten zu Außenposten vor, absolvieren dort die Haupt- und Nebenquests, jagen besonders fiese Monster – ob nun Tiere oder Warlords. Bis jetzt ist auch das irgendwie interessant, aber immer noch kein Grund, dass das Spiel derart durch die Decke geht.

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„Outriders“ im Test: Die Spielmechanik macht den Unterschied

Das liegt vor allem an der neuen, spannenden Spielmechanik. „Outriders“ sieht aus wie ein Deckungsshooter, spielt sich wie ein Deckungsshooter, ist aber keiner. Ganz im Gegenteil: Wer sich hinter seiner hüfthohen Deckung verkriecht und darauf wartet, dass die Gegnerhorden auf ihn zugestürmt kommen, der beißt schnell ins extraterrestrische Gras. „Outriders“ will, dass wir unsere Fähigkeiten nutzen. So heilen wir uns in der Rolle des „Pyromanten“ dadurch, dass wir mit unseren Feuerfertigkeiten Schaden beim Gegner anrichten. Was bedeutet, dass wir uns eben nicht wegducken, sondern mutig in die Horden stürmen und mit Feuerwänden, Lavapatronen und allerlei anderem leichtentzündlichen Zauberwerk durch die Fieslinge brutzeln, um immer bei Kräften zu bleiben. Das geht leicht von der Hand, weil die Fertigkeiten einen wahnsinnig kurzen Cooldown haben. Und es macht einfach Laune, als lebendiges Feuerzeug für Chaos zu sorgen.

Mehrere Klassen lassen sich ausprobieren, nicht alle sind so mächtig wie unser Pyromant, aber die meisten sind doch sehr spaßig zu spielen. Dazu dreht sich die Loot-Spirale unaufhörlich und hält dem Spieler immer die Karotte vor die Nase, auch noch die nächste Aufgabe zu übernehmen. Waffen und Ausrüstung werden immer besser, wir dadurch immer mächtiger, die zahlreichen Perks auf den Waffen machen Spaß und laden zum Experimentieren ein. Hier und nur hier liegt die wahre Stärke von „Outriders“. Und die spielt es gnadenlos gut aus. Wieder und wieder kehrt man zurück.

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„Outriders“ im Test: Sieht aus wie ein Deckungsshooter, ist aber im Kern ein Rollenspiel

Dazu kommt, dass man „Outriders“ auch sehr schön gemeinsam mit Freunden im Koop spielen kann – das aber auch nicht muss. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich über den Weltrang extrem feinfühlig justieren – von fast unsterblich bis zu bockschwer ist alles im Angebot. Wer sich mehr quält, erhält auch die bessere Beute. Dazu kann man seine Ausrüstung über ein einfaches, aber gut funktionierendes Crafting-System selbst verbessern und seine Skillung jederzeit und kostenfrei ändern. „Outriders“ hat bei genauer Betrachtung mehr von einem Rollenspiel als von einem Deckungsshooter. Und genau deswegen ist es so gut.

Dazu kommt noch, dass auf dem Spielemarkt derzeit pandemiebedingt Saure-Gurken-Zeit ist. Seit „Cyberpunk“ ist kaum ein großer Titel erschienen, die letzte Destiny-Erweiterung ist ein halbes Jahr her, die Spieler sehnen sich nach neuen Herausforderungen. Das alles sorgt dafür, dass Outriders derzeit wirklich sehr angesagt ist. Und das durchaus verdient und zurecht. Zumindest die Demo sollte sich jeder, der mit dem Genre etwas anfangen kann, anschauen. Aber Vorsicht: Das könnte leicht in einem Spielekauf enden. (st) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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