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Neue Halloween-Filme 2022

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"Halloween Ends"
Jamie Lee Curtis (vorne) als Laurie Strode und James Jude Courtney als Michael Myers in einer Szene des Films "Halloween Ends" © Ryan Green/Universal Pictures/dpa

Neuen filmischen Hokuspokus gibt es dieses Jahr zu Halloween: Im Kino wird erneut Jamie Lee Curtis in ihrer Kultrolle Laurie Strode gequält und beim Disney-Streamingdienst hext mal wieder Bette Midler.

Berlin - An Halloween geht es um gruselige Kostüme, um Geister, Hexen, Vampire, Zombies, gerne auch mal Horror-Clowns. Viele suchen zu diesem Anlass gezielt Gänsehautmomente mit passenden Gruselfilmen; oft werden dann einfach irgendwelche Horrorfilme empfohlen, die zwar schaurig sind, aber genau genommen nichts mit dem Fest zu tun haben - anders als zum Beispiel „Trick 'r Treat - Die Nacht der Schrecken“ (2007) oder der Außenseiterfilm „Donnie Darko“ (2001) mit Jake Gyllenhaal und dem wohl gruseligsten Hasenkostüm der Filmgeschichte.

Dieses Jahr haben auch berühmte Filme, deren Handlung sich tatsächlich um Halloween dreht, Fortsetzungen bekommen: „Halloween“ und „Hocus Pocus“. Darin zu sehen sind einmal mehr „Scream-Queen“ Jamie Lee Curtis (63) und Bette Midler (76) als schrille Hexe.

Horrorfilm „Halloween Ends“

Es gibt Horrorfilme, es gibt Filme, die an Halloween spielen - und es gibt „Halloween - Die Nacht des Grauens“ von John Carpenter aus dem Jahr 1978. Es ist der Kult-Schocker der Jahreszeit Herbst schlechthin. Serienmörder Michael Myers ist legendär. Als vom Psychopathen mit Fleischermesser verfolgte und deshalb schreiende Babysitterin erlebte Jamie Lee Curtis damals ihren Durchbruch. Der Film machte sie zu Hollywoods Schreikönigin (Scream-Queen). Das Werk begründete das Genre Slasher-Film (englisch „slash“ für „aufschlitzen“) als Subgenre des Horrorfilms, in dem gnadenlose Verfolger junge Leute, meist Frauen, abschlachten wollen.

Es gab viele grauenvoll schlechte Fortsetzungen mit „Halloween“ im Titel. Vor ein paar Jahren wurde aber auch eine recht übersichtliche Filmreihe von Regisseur David Gordon Green aufgenommen, die bislang aus dem Film „Halloween“ (2018) und dem sehr brutalen „Halloween Kills“ (2021) besteht. Sie soll nun mit dem weiteren Teil namens „Halloween Ends“ abgeschlossen werden. Kinostart ist am 13. Oktober.

Die Geschichte von Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) und ihrem Gegenspieler Michael Myers wird darin spektakulär abgeschlossen. Die Handlung spielt vier Jahre nach den blutigen Ereignissen von „Halloween Kills“. Laurie lebt inzwischen mit ihrer Enkelin Allyson (Andi Matichak) zusammen und schreibt ihre Memoiren. Michael Myers wurde seit einiger Zeit nicht wieder gesehen. Doch die Ruhe trügt natürlich. Als ein Babysitter beschuldigt wird, einen kleinen Jungen ermordet zu haben, entfacht das eine Welle der Gewalt. Laurie sieht sich gezwungen, sich noch einmal dem ultimativ Bösen zu stellen. Der Film ist ein, nun ja, effekthascherisches Finale.

Fantasyfilm „HocusPocus 2“

Die absichtlich alberne und Special-Effects-geladene Märchenkomödie „Hocus Pocus“ kam vor 29 Jahren raus. In Deutschland war der Kinostart im Januar 1994. In der Fantasykomödie muss der Teenager Max (Omri Katz) an Halloween seine kleine Schwester beim Süßigkeitensammeln begleiten. Aus Versehen erweckt er dann die drei Hexenschwestern Sanderson zu neuem Leben, die im 17. Jahrhundert gehängt worden sind. Mit den Kinderseelen von Salem wollen die Hexen Winifred (Bette Midler), Mary (Kathy Najimy) und Sarah (Sarah Jessica Parker) ihre Jugendlichkeit zurück und ewiges Leben erlangen. Mit der Hilfe einer von ihm begehrten Mitschülerin, einer sprechenden Katze und eines freundlichen Zombies nimmt Max den Kampf auf.

„Hocus Pocus 2“
Sarah Jessica Parker (r.) Bette Midler (m.) als Winifred Sanderson und Kathy Najimy in einer Szene des Fantasyfilms „Hocus Pocus 2“. © Matt Kennedy/Disney+/dpa

In der nun beim Streamingdienst Disney+ verfügbaren Fortsetzung „Hocus Pocus 2“ (laut Disney ab 12 Jahren geeignet) wird wieder aus Versehen die schwarzflammige Kerze angezündet und die Schwestern aus dem 17. Jahrhundert werden zum Leben erweckt. Midler, Parker und Najimy kehren in ihren alten Rollen zurück. Die Schwestern sind natürlich wieder auf Rache aus. Allerdings stoßen sie 2022 auf andere Gegebenheiten als 1993. Amüsant wird es etwa, wenn sie in einem Drogeriemarkt angeblich jung machende Kosmetikprodukte essen und Lotions trinken, auch mal auf Saugrobotern durch die Luft reiten statt auf Besen oder beim Einbruch in ein Haus vor einer plötzlich plappernden Sprachassistentin erschrecken.

Die Entwicklung der Filmindustrie sieht man an der diverseren Besetzung und den selbstbewussteren Frauenrollen. Außerdem führte auch eine Frau Regie: Anne Fletcher („Selbst ist die Braut“) statt wie damals Kenny Ortega.

Diesmal liegt es an drei Highschool-Schülerinnen, die Hexen in der Halloween-Nacht daran zu hindern, erneut Chaos in Salem anzurichten.

Kritik am Patriarchat wird nebenbei deutlich miterzählt, denn die Sanderson-Schwestern wurden erst zu Hexen, als sich Winnie im 17. Jahrhundert weigerte, eine Zwangsehe einzugehen. Und auch über 300 Jahre später, in unserer Gegenwart, müssen sich die drei Heldinnen Becca, Izzy und Cassie (Whitney Peak, Belissa Escobedo und Lilia Buckingham) zusammenraufen und vertrauensvoll zusammenhalten, um das schrille Böse in Gestalt von Oberhexe Bette Midler zu besiegen. dpa

Halloween wird als Brauchtum am 31. Oktober gefeiert, dem Vorabend des Allerheiligentages, englisch „(All) Hallows' Eve(ning)“.

Die Tradition, schauerlich grinsende Kürbisköpfe aufzustellen, hat ihren Ursprung in einem Fest der Kelten. In der irischen Mythologie kommen Gestorbene in dieser Nacht aus dem Totenreich zurück. Einwanderer aus Irland brachten Ende des 19. Jahrhunderts Halloween als Masken-Brauch in ihre neue Heimat USA. Halloween wird dort mit Schabernack und Grusel-Partys gefeiert.

Aus Amerika kam der Brauch zurück nach Europa. Inzwischen fordern auch in Deutschland viele verkleidete Kinder an den Türen Geschenke und drohen mit Streichen („Süßes oder Saures“). In Deutschland hadern manche immer noch mit dem als kommerziell betrachteten Kostümfest.

Hierzulande ist der 31. Oktober eigentlich Reformationstag. Seit der Wiedervereinigung ist er gesetzlicher Feiertag in den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen - und seit 2018 auch in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Der 1. November als Allerheiligen ist dagegen in den katholisch geprägten Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland ein Feiertag.

Nur Hessen und Berlin haben Ende Oktober/Anfang November keinen Feiertag im Kalender.

Allerheiligen ist auch in vielen anderen Ländern Feiertag, darunter Österreich, Frankreich, Italien, Polen, Portugal und Spanien.

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