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Bücher des aktuellen Literatur-Nobelpreises 2021, Abdulrazak Gurnah.
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Bücher des aktuellen Literatur-Nobelpreises 2021, Abdulrazak Gurnah.

Favoriten auf Preisgewinn

Nobelpreis 2021 in Literatur geht an Abdulrazak Gurnah

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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  • Marvin Ziegele
    Marvin Ziegele
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Der Preisträger steht fest: Abdulrazak Gurnah erhält den Literatur-Nobelpreis 2021. Es ist der sechste Träger in der Geschichte des Preises, der in Afrika geboren wurde.

+++ 13.45 Uhr: Die Entscheidung für den Träger des Literatur-Nobelpreises 2021 begründet die Jury in Stockholm mit den „kompromisslosen und mitfühlenden“ Texten Abdulrazak Gurnahs zu „Kolonialismus und dem Flüchtlingsschicksal“ auf dem afrikanischen Kontinent.

Abdulrazak Gurnah ist der sechste Preisträger in der Geschichte des Literatur-Nobelpreises, der in Afrika auf die Welt gekommen ist. Der erste war im Jahr 1957 Albert Camus, der 1913 in Algerien geboren wurde. Es folgten Wole Soyinka (1986) als erste Schwarze Person, Naguib Mahfouz (1988) als erster Ägypter, Nadine Gordimer (1991) und J. M. Coetzee (2003), beide aus Südafrika.

Friedensnobelpreis wird vergeben

Die Woche der Nobelpreise endet traditionell mit der Vergabe des Friedensnobelpreises. Erfahren Sie in unserem Liveticker, wer die begehrte Trophäe in diesem Jahr erhält.

Nobelpreis in Literatur 2021 geht an Abdulrazak Gurnah

+++ 13.00 Uhr: Der diesjährige Literaturnobelpreis geht an den 73 Jahre alten Schriftsteller Abdulrazak Gurnah. Gurnah ist 1948 in Sansibar, Tansania geboren und lebt in Großbritannien. Er lehrte von 1980 bis 1982 an der Bayero University Kano in Kano, Nigeria und ging anschließend an die University of Kent, wo er 1982 promovierte und seit dieser Zeit dort im Exil lehrt.

Gurnah erhält den Preis „für sein kompromissloses und mitfühlendes Durchdringen der Auswirkungen des Kolonialismus und des Schicksals des Flüchtlings in der Kluft zwischen Kulturen und Kontinenten“, wie der Ständige Sekretär der Akademie, Mats Malm, bei der Bekanntgabe sagte. Abdulrazak Gurnahs bekannteste Romane sind „Memory of Departure“ und „Pilgrims Way“.

+++ 12.47 Uhr: In weniger als 15 Minuten beginnt die Verleihung des Nobelpreises 2021 für Literatur in Stockholm.

+++ 12.00 Uhr: Der letzte deutschsprachige Literaturnobelpreis-Träger war 2019 Peter Handke. Der Österreicher wurde  „für ein einflussreiches Werk [geehrt], das mit sprachlichem Einfallsreichtum Randbereiche und die Spezifität menschlicher Erfahrungen ausgelotet hat“. Dies rief nicht nur Jubel, sondern teils auch heftige Kritik an Handke* hervor.

Die Kritik entzündete sich vor allem an Handkes „politischen“ Texten und apologetischen Stellungnahmen zu Serbien, Milošević und den Jugoslawienkriegen, während man den Rang seines literarischen Werks zumeist anerkannte und durch die Preisverleihung gewürdigt sah.

Nobelpreis 2021 in Literatur: Komitee richtet Blick über den Westen hinaus

+++ 11.15 Uhr: Eine Konstante hat der Literatur-Nobelpreis in seiner 120 Jahre dauernden Geschichte. Fast immer ging die Auszeichnung an Autorinnen und Autoren aus dem Westen. Doch diesmal stehen zumindest auf der Favoritenliste etliche Namen von Schriftstellerinnen und Schriftstellern aus Asien und Afrika.

Vieles deutet darauf hin, dass das Komitee in Stockholm bei der Preisverleihung den Blick wirklich über den Westen hinaus wirft. Denn nach den Skandalen rund um das Nobel-Komitee im Jahr 2018* hatte die Organisation angekündigt, nicht nur die eigenen Strukturen zu überarbeiten, sondern auch bei der Preisvergabe den Horizont zu erweitern. Der Nobelpreis sollte diverser werden. Die beste Chance bietet da neben dem Friedens- der Literaturnobelpreis.

Nobelpreis 2021 in Literatur: Murakami, Rushdie, King - die Favoriten bei den Buchmachern

Update vom Donnerstag, 07.10.2021, 9.30 Uhr: In wenigen Stunden steht fest, wer den Nobelpreis 2021 in Literatur erhält. Favoriten gibt es viele, und fragt man britische Buchmacher, lassen die sich auch miteinander vergleichen. Die besten Chancen haben demnach die französische Schrifststellerin Annie Ernaux und der kenianische Autor Ngũgĩ wa Thiong’o. Auf einen Sieg der beiden zahlen britische Wettbüros durchschnittlich eine Quote von eins zu acht. Für jeden Euro gäbe es also acht zurück.

Neben den Genannten gibt es auf der Liste der Buchmacher auch zahlreiche weitere Namen. Darunter befinden sich durchaus prominente Vertreterinnen und Vertreter ihrer Zunft:

  • Haruki Murakami: Der 72 Jahre alte Japaner gilt bereits seit Jahren als Favorit auf den Nobelpreis in Literatur.
  • Jamaica Kincaid: Die ebenfalls 72 Jahre alte Schriftstellerin aus Antigua und Barbuda ist Professorin für Literatur und begeisterte Botanikerin.
  • Margaret Atwood: Die 81 Jahre alte Schriftstellerin wurde international bekannt durch The Handmaid’s Tale. Sie wird regelmäßig für den Literaturnobelpreis gehandelt.
  • Michel Houellebecq: Der französische Schriftsteller (65 Jahre) ist auch ein alter Bekannter auf der Liste der Favoriten.
  • Botho Strauss: Der 75 Jahre alte Autor ist der einzige Deutsche auf der Liste der Favoriten.
  • Anne Carson: Die kanadische Dichterin und Essayistin darf sich im Alter von 71 Jahren ebenfalls Hoffnungen auf den Nobelpreis in Literatur machen.
  • Salam Rushdie: Im Alter von 74 Jahren hat der indisch-britische Autor der „Satanischen Verse“ laut britischen Buchmachern nur Außenseiter-Chancen auf den Nobelpreis in Literatur.
  • Milan Kundera: Das gilt auch für seinen Kollegen aus Tschechien. Der bereits 92 Jahre alte Kundera hat mit „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ seinen größten kommerziellen Erfolg gehabt.
  • Stephen King: Etwas überraschend auf der Liste, dürfte der 74 Jahre US-Amerikaner kaum Chancen haben.

Nobelpreis 2021 in Literatur: Schwedische Akademie gibt Preisträger bekannt

Erstmeldung vom 06.10.2021: Stockholm – Am Donnerstag (07.10.2021) gibt die schwedische Akademie in Stockholm bekannt, wer den Literaturnobelpreis 2021 erhält. Die Auszeichnung gilt als renommiertester Literaturpreis weltweit und soll nach dem Willen ihres Stifters Alfred Nobel (1833-1896) an jenen verliehen werden, der ein „herausragendes Werk“ der Literatur geschaffen hat. Zuletzt wurden die Nobelpreise für Chemie, Physik* und Medizin* verliehen.

Der Literaturnobelpreis wird seit 1901 vergeben und ist in diesem Jahr mit rund 980.000 Euro dotiert. Im vergangenen Jahr erhielt die US-amerikanische Dichterin Louise Glück die Auszeichnung. Den ersten Literaturnobelpreis bekam 1901 der französische Dichter Sully Prudhomme.

Literaturnobelpreis 2021: Das sind die Favoriten

Die Favoriten dieses Jahr sind der japanische Autor Haruki Murakami sowie die kandadischen Schriftstellerinnen Margaret Atwood und Anne Carson, berichtet die Deutsche Presseagentur. Wer es am Ende wird, bleibt jedoch bis zum Donnerstag streng unter Verschluss. Dann öffnet sich im prunkvollen Börsenhaus in der Stockholmer Altstadt Gamla Stan um 13.00 die Tür, ehe die Schwedische Akademie einen bestimmten Namen nennt.

Die Wettbüros haben sich jedenfalls einmal mehr auf die üblichen Verdächtigen eingeschossen. Derzeit rechnen sie dem rumänischen Schriftsteller Mircea Cărtărescu die besten Chancen auf den Literaturnobelpreis 2021 aus. Knapp dahinter folgt die russische Schriftstellerin Lyudmila Ulitskaya, die dritthöchste Chance hält Anne Carson.

Träger:in des Literaturweltpreises
2015: Swetlana Alexijewitsch „Für ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt“
2016: Bob Dylan „Für seine poetischen Neuschöpfungen in der großen amerikanischen Songtradition“
2017: Kazuo Ishiguro „Der in Romanen von starker emotionaler Wirkung den Abgrund in unserer vermeintlichen Verbundenheit mit der Welt aufgedeckt hat“
2018: Olga Tokarczuk „Für eine erzählerische Vorstellungskraft, die mit enzyklopädischer Leidenschaft Grenzüberschreitungen als Lebensform darstellt“
2019: Peter Handke „Für ein einflussreiches Werk, das mit sprachlichem Einfallsreichtum Randbereiche und die Spezifität menschlicher Erfahrungen ausgelotet hat“
2020: Louise Glück „Für ihre unverkennbare poetische Stimme, die mit strenger Schönheit die individuelle Existenz universell macht“

Die Entscheidungen zum Literaturnobelpreis sind nicht selten umstritten. Kritiker bemängeln etwa den geringen Anteil an Frauen (bislang 16 Nobelpreise) oder eine Dominanz europäischer und amerikanischer Preisträger. Auch die literarische Qualität mancher Preisträger wird diskutiert: etwa die Vergabe an den Sänger und Songschreiber Bob Dylan (2016). (marv/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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