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Bei Lars von Trier braucht man starke Nerven. Foto: Tim Brakemeier
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Bei Lars von Trier braucht man starke Nerven. Foto: Tim Brakemeier

The House That Jack Built

Lars von Trier geht an die Grenze

Seine Filme sind häufig eine Tour de Force, die dem Zuschauer eine Menge abverlangt. Das wahre Leben ist dabei die Richtschnur für den dänischen Regisseur Lars von Trier.

Berlin (dpa) - Der dänische Regisseur Lars von Trier (62) testet gerne Grenzen aus. «Ich versuche immer, so weit wie möglich zu gehen», sagte der 62-Jährige («Dogville», Melancholia») im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

«Dinge, die im wahren Leben passieren, sind schlecht, übel und böse. Und das sollte in Filmen erzählt werden». Ob es Dinge gebe, die er selbst nicht sehen wolle? «Sicherlich, aber ich halte es für wichtig, alles zu sehen, was man im wahren Leben denken und tun kann.»

Bei der Premiere seines aktuellen Films «The House That Jack Built» beim Festival in Cannes hatten zahlreiche Zuschauer im Mai den Saal vorzeitig verlassen. Von Trier störte das nicht: «Das ist gut so, denn das bedeutet, dass der Film etwas bewegt, dass er ihnen zu denken gibt und sie aufwühlt.»

«The House That Jack Built» erzählt von einem Serienmörder. US-Schauspieler Matt Dillon (54) übernahm darin die Hauptrolle. Auch der Schweizer Bruno Ganz hat einen kleineren Part. «Bruno Ganz war schon immer eine Ikone für mich», erzählte von Trier. «Mein Lieblingsfilm mit ihm ist 'Der amerikanische Freund'.» Bei dem Werk von 1977 führte Wim Wenders Regie.

«The House That Jack Built» kommt nächste Woche Donnerstag (29.11.) in die Kinos.

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