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Ursula Krechel wird geehrt. Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Lyrik und Prosa

Jean-Paul-Preis geht an Ursula Krechel

Alle zwei Jahre vergibt der Freistaat Bayern den Preis. Frühere Preisträger sind beispielsweise Friedrich Dürrenmatt oder Botho Strauß. Jetzt ist Ursula Krechel dran.

München (dpa) - Die Lyrikerin und Romanautorin Ursula Krechel erhält in diesem Jahr den Jean-Paul-Preis des Freistaats Bayern. In ihren Büchern schildere sie die Anfangsjahre der Bundesrepublik mit großer Empathie für die Verleumdeten, die Geflohenen und die Entrechteten.

Ihre Literatur leiste unverzichtbare Erinnerungsarbeit, begründete die Jury am Montag ihre Entscheidung. In ihren Werken thematisiert die Autorin unter anderem die Zeit des Nationalsozialismus, aber auch die Nachwirkungen im Nachkriegsdeutschland.

Die 71-Jährige, die in Berlin lebt, soll die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung am 16. Dezember in München erhalten. Der Jean-Paul-Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Frühere Preisträger waren unter anderem Friedrich Dürrenmatt, Botho Strauß oder Petra Morsbach.

Zu Krechels Schaffen zählen Theaterstücke, Essays, Gedichte und Romane, etwa "Geisterbahn" über das Schicksal einer Sinti-Familie aus Trier. In "Landgericht", 2012 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet, schreibt sie über einen jüdischen Richter, der nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Exil nach Deutschland zurückkehrt. Krechel wurde 1947 in Trier geboren. Sie studierte Germanistik, Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte. Sie gehört dem P.E.N.-Zentrum Deutschland und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung an.

Jean-Paul-Preis

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