Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Passionsspielleiter Christian Stückl
+
Der Spielleiter der Passionsspiele Christian Stückl hofft auf die Passionsspiele 2022.

Pandemie

Haar- und Barterlass in Oberammergau in Kraft

Werden die Passionsspiele im kommenden Jahr über die Bühne gehen können? In Oberammergau zeigen sich die Verantwortlichen verhalten zuversichtlich.

Oberammergau (dpa) - Gut ein Jahr vor der geplanten Premiere der Passionsspiele hat Oberammergau trotz schleppender Impfungen und der Sorge um Mutanten den nächsten Schritt der Vorbereitungen gemacht. Seit Aschermittwoch gilt für fast die Hälfte der Bewohner ein Haarschneide- und Rasierverbot.

Der Spielleiter Christian Stückl und Bürgermeister Andreas Rödl verkündeten den traditionellen Haar- und Barterlass. Gemeinsam schlugen sie am Vormittag offiziell das Plakat mit dem Aufruf vor dem Passionstheater an.

Beide zeigten sich optimistisch, dass 2022 die wegen der Pandemie um zwei Jahre verschobene Passion stattfinden kann. «Wir sind guter Dinge», sagte Rödl. Stückl äußerte sich zurückhaltender. «Man hat die eine oder andere Nacht, in der man denkt: Hoffentlich läuft es.» Bei den derzeitigen Regeln seien Aufführungen wie sonst üblich mit etwa 800 Menschen auf der Bühne und 4500 im Zuschauerraum nicht machbar. Aber: «Wir haben ja noch ein Jahr Zeit.» Die Hoffnung ruhe vor allem auf der Impfung - und der Zusage der Politik, dass bis September jeder ein Impfangebot habe. «Merkels Wort in Gottes Ohr.»

Seit Mittwoch sollen sich - so will es die Tradition - bis zum Ende der geplanten Passion im Oktober 2022 die Mitspieler Haare und Bart wachsen lassen. Der Erlass betrifft fast die Hälfte aller Einwohner; rund 2500 Oberammergauer wirken an der Passion mit.

Beim Bart gibt es dieses Jahr Corona-bedingt Lockerungen: Das Wachsen darf ausgesetzt werden, damit auch bei den Herren die FFP2-Masken dicht sitzen. Die Darsteller römischer Soldaten, Musiker und Helfer hinter der Bühne dürfen glattrasiert und kurz behaart dabei sein.

Die Passion geht auf ein Pestgelübde im Jahr 1633 zurück: Damals gelobten die Oberammergauer, alle zehn Jahre die Passion aufzuführen, wenn niemand mehr an der Seuche sterben würde.

© dpa-infocom, dpa:210217-99-477731/4

Passionsspiele Oberammergau 2022

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare