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Frankfurt ganz im Zeichen der Literatur

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Vor der Frankfurter Buchmesse
Ein Messebauer räumt am Stand der Verlagsgruppe Droemer Knaur Bücher des Autors Sebastian Fitzek in ein Regal. © Sebastian Gollnow/dpa

Erst die Bekanntgabe des Deutschen Buchpreises, dann die Eröffnung der Buchmesse - diesmal mit royaler Prominenz: In Frankfurt dreht sich in dieser Woche alles ums geschriebene Wort.

Frankfurt/Main - Die Buchmesse beginnt, der Buchpreis ist entschieden: Kim de l'Horizon hat nach Ansicht der Jury mit „Blutbuch“ den besten deutschsprachigen Roman des Jahres geschrieben. Die Entscheidung wurde gestern Abend im Kaisersaal des Frankfurter Römer bekanntgegeben. Der Deutsche Buchpreis ist mit 25.000 Euro dotiert und gilt als wichtigste Auszeichnung der Branche.

Die fünf anderen Autorinnen und Autoren der sogenannten Shortlist bekommen je 2500 Euro: Fatma Aydemir („Dschinns“), Kristine Bilkau („Nebenan“), Daniela Dröscher („Lügen über meine Mutter“), Jan Faktor („Trottel“) und Eckhart Nickel („Spitzweg“). Die Jury hatte in diesem Jahrgang insgesamt 233 Titel gesichtet.

Am Dienstag geht's dann auf dem Messegelände los. Nach zwei Jahren mit starken Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie darf die Frankfurter Buchmesse wieder fast wie gewohnt stattfinden. Angemeldet sind rund 4000 Aussteller aus 95 Ländern.

Hoher Besuch erwartet

Zur Eröffnung heute Abend kommen unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und das spanische Königspaar. König Felipe VI. und Königin Letizia repräsentieren das diesjährige Ehrengastland Spanien. Um die Lage der Buchbranche geht es am Vormittag bei der Eröffnungspressekonferenz mit Börsenvereins-Vorsteherin Karin Schmidt-Friderichs und Buchmessen-Direktor Juergen Boos.

Die Bundesregierung unterstützt die Bücherschau in diesem Jahr mit insgesamt 3,5 Millionen Euro. Damit sollen die Standgebühren reduziert werden, so dass „die Vielfalt und Diversität der gesamten Branche auf der weltweit größten Buchmesse abgebildet werden kann“, hieß es. „Auch wenn Bücher uns durch die Isolation der Pandemie gerettet haben - Literatur braucht Austausch, Bücher brauchen Bühnen, brauchen Begegnungen“, betonte Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne).

Für Fachbesucher beginnt die Frankfurter Buchmesse am Mittwoch. Das Lesepublikum ist ab Freitag zugelassen. Die Messe endet am Sonntag mit der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den ukrainischen Schriftsteller Serhij Zhadan. Während der Messe werden zahlreiche Stars erwartet, unter anderem Donna Leon und die Schauspielerin Diane Kruger. dpa

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