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Max von Sydow
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Der schwedische Schauspieler Max von Sydow 2012 auf der Berlinale.

Kino-Event

Filmfestival Thessaloniki zeigt von Sydows letztes Werk

Die griechische Hafenstadt Thessaloniki beherbergt eines der wichtigsten Festivals für Filme am östlichen Mittelmeer. Diesmal auf dem Programm: der letzte Filmauftritt der Kinolegende Max von Sydow.

Thessaloniki - Was kann man machen, wenn es immer neue Regeln gibt, die aber gleich nach ihrer Einführung wieder geändert werden müssen?

Die Corona-Pandemie zwingt die Menschheit, flexibler zu werden und sich anzupassen. „Die (neuen) Spielregeln“ lautet das Motto des traditionsreichen Filmfestivals von Thessaloniki, das dieses Jahr - zum 62. Mal - in den Kinos der griechischen Hafenstadt stattfindet (4. bis 14. November). „Was machst du mit den Regeln, in einer Zeit, wo sie immer wieder neu erfunden werden müssen“, sagt der künstlerische Direktor Orestis Andreadakis der dpa. Darüber wollen die Teilnehmer nachdenken.

Das Filmfestival Thessaloniki (TIFF) gehört zu den ältesten Film-Veranstaltungen in Europa. Mehr als 200 Filme sollen dieses Jahr gezeigt werden. 14 davon nehmen am internationalen Wettbewerb teil. Darunter ist auch eine deutsche Produktion: der Film „Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen“ des georgischen Regisseurs Aleksandre Koberidze.

Und es wird eine Überraschung geben: Während des Festivals soll erstmals das letzte Werk - also sozusagen der Schwanengesang - des 2020 verstorbenen schwedischen Schauspielers Max von Sydow gezeigt werden. Es ist der Film „Echoes of the Past“. Sydow spielt da die Rolle eines Überlebenden eines Massakers der Wehrmacht an der Bevölkerung des Dorfes Kalavryta während der Besatzung Griechenlands durch Nazi-Deutschland im Jahr 1943. Der Film wird angesichts griechischer Forderungen an Berlin nach Reparationen mit Spannung erwartet.

Den Griechen ist es gelungen, ihr wichtigstes Filmfestival trotz der schweren Finanzkrise und der Corona-Pandemie am Leben zu erhalten. Die Spuren jedoch sind sichtbar: War der erste Preis, der „Goldene Alexander“ vor der Krise noch mit 37 000 Euro dotiert, sind es heute nur noch 10 000 Euro. „In Thessaloniki findet man nicht den großen Glanz der renommierten Filmfestivals der Welt. Aber hier ist die Erde, aus der der Film wächst. Und das braucht das Kino“, sagen die Macher des Festivals. dpa

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