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Die Moderatoren Joko Winterscheidt (l.) und Klaas Heuer-Umlauf

Dürfen diese Porno-Ping-Pong-Spieler "Wetten, dass..?" moderieren?

München - Nach den Absagen von Hape Kerkeling und Bully Herbig für die Gottschalk-Nachfolge bei "Wetten, dass..?" denkt der Sender angeblich an ein junges Moderatorenduo. Eine Jugendsünde spricht dagegen.

Nach Hape Kerkelings Absage bleiben nicht mehr viele Kandidaten für die Nachfolge von Thomas Gottschalk bei "Wetten, dass..?" übrig. ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut sagte der  “Bild am Sonntag“ dass weniger als zehn Showmaster in Frage kämen.

"Wetten, dass..?": Zehn mögliche Gottschalk-Nachfolger

Thomas Gottschalk (60) gibt die Samstagabendshow "Wetten, dass..?" auf. Die Wetten auf seine Nachfolge laufen. © dpa
HAPE KERKELING (46): Er war der Favorit der "Netzgemeinde": witzig, schlagfertig und charismatisch. Außerdem auch blond. Ist bereits Gottschalk-Nachfolger: als Moderator der Goldenen Kamera. Schade nur: Er hat bereits definitiv abgesagt. © dpa
JÖRG PILAWA (45): Der Ex-ARD-Mann gilt seinem neuen Arbeitgeber ZDF wohl als Favorit. Zuschauer denken aber oft, wenn sie den Quizmaster ("Rette die Million!") sehen: netter Schwiegersohn, aber Showmaster? © dpa
MICHELLE HUNZIKER (34): Ihr trauen wohl nicht alle die Verantwortung zu. Die Schweizerin hat außerdem die Untiefen des deutschen Fernsehens gar nicht nötig, weil sie in Italien ein großer Star ist. © dpa
MARKUS LANZ (41): Der frühere RTL-Mann und ZDF-Spättalker ist eher Experte für sogenannte einfühlsame Gespräche am späten Abend als für Star-Interviews auf der "Wetten, dass..?"-Couch. © dpa
GÜNTHER JAUCH (54): Eine Samstagabendshow und dann auch noch die Nachfolge seines Freundes "Thommy"? Das passt nicht in die Strategie des Mannes, der sich ab Herbst als ARD-Polit-Talker etablieren will. © dpa
STEFAN RAAB (44): Das Multitalent will bestimmt nicht noch mehr Öffentlich-Rechtliches machen - ARD-Grand-Prix-Hilfe reicht. Mit "Schlag den Raab" hat er zudem sein "Wetten, dass... 2.0". © dpa
ANKE ENGELKE (45): Die Komikerin, die auch den Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf mitmoderieren soll, wäre auch gut für die Frauenquote am Samstagabend. Ist Deutschland reif dafür? © dpa
JOHANNES B. KERNER (46): Johannes B. Wer? Der Sat.1-Rückkehrer ist irgendwie in der Versenkung verschwunden. Hat sich mit dem ZDF überworfen und wird wohl kaum von dem Mainzer Sender gefragt werden. © dpa
HARALD SCHMIDT (53): Der intellektuelle Entertainer geht von der ARD zu Sat.1. Er gibt sich nicht mehr massenkompatibel. Der Erfolg seines Samstagabend-Versuchs bei "Verstehen Sie Spaß?" von 1992 bis 1995 war mäßig. © dpa
OLIVER POCHER (32): Publikum nicht reif für ihn? Oder aber er womöglich nicht reif genug fürs Publikum? Bekam nach einem "Wetten, dass..?"-Auftritt 2005 Ärger, weil er einer Zuschauerin eine Schönheits-OP empfahl. © dpa

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"Wetten, dass..?"-Moderation: Keine zehn ernsthaften Kandidaten

Einer, den viele gerne regelmäßig auf Deutschlands berühmtester Fernsehcouch sehen würden, hat sich bereits aus dem Rennen genommen: Michael "Bully" Herbig. Der Entertainer hat im "Spiegel" abgesagt. Dafür bringt das Magazin Joachim Winterscheid (32) und Klaas Heufer-Umlauf (28) ins Spiel, über die der Sender angeblich nachdenkt. Winterscheid und Heufer-Umlauf - kennen Sie nicht?

Kein Wunder: Das dynamische Duo ist eher als "Joko und Klaas" bekannt und hat früher auf MTV sein Unwesen getrieben. Momentan moderieren sie die Sendung "neoParadise" auf dem Digitalsender ZDFneo.

Von ihren gemeinsamen Zeiten bei MTV ist vielen Fans vor allem ein pubertärer Streich im Gedächtnis kleben geblieben: das sogenannte Porno-Ping-Pong aus MTV Home.

Video: Porno-Ping-Pong mit Joko und Klaas

"Wir müssen zugeben: Unser Niveau ist nicht unserem Alter entsprechend. Wir lachen immer noch über Schwanz- und Titten-Witze", sagte Joko damals. Und um sich genau das abzugewöhnen, begaben sich die beiden in eine Erwachsenenvideothek. Dort lasen sie sich gegenseitig anzügliche Pornotitel à la "Und täglich schmerzt der Rüssel mir" vor. Viele andere Titel waren selbst den MTV-Zuschauern ohne Pieptöne nicht zumutbar. Einzige Spielregel beim Porno-Ping-Pong: Wer zuerst lacht, hat verloren ...

Schon beim ersten Probe-Titel sind beide schwach geworden. Deshalb gaben sie sich gegenseitig drei Leben. Auch die sollten nicht lange halten. Joko verlor 0:2, das Video dazu ist heute mit weit mehr als einer Million Youtube-Abrufen im Internet Kult. 

Stellt sich für Programmdirektor Bellut und das alternde "Wetten, dass..?"-Publikum eine Frage: Dürfen Porno-Ping-Pong-Spieler "Wetten dass..?" moderieren?

kim

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