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71. Berlinale - Daniel Brühl
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Der Regisseur und Schauspieler Daniel Brühl bei der Premiere des Films „Nebenan“.

Berlinale 2021

Daniel Brühl zeigt seine erste Regiearbeit

Was passiert, wenn ein arroganter Filmstar auf einen alteingesessenen Nachbarn trifft? Diese Frage stellt sich Daniel Brühl. Auf der Berlinale erzählt er, welche Begegnung ihn auf die Idee gebracht hat.

Berlin - Der Schauspieler Daniel Brühl (43) hat auf der Sommerausgabe der Berlinale seinen neuen Film vorgestellt. Erstmals hat er selbst Regie geführt.

Der Psychothriller mit dem Titel „Nebenan“ wurde am Mittwochabend auf der Berliner Museumsinsel gezeigt - es war auch Brühls Geburtstag. „Ein schöneres Geburtstagsgeschenk könnte es gar nicht geben“, sagte er.

Im Film, der Mitte Juli ins Kino kommen soll, geht es um zwei sehr verschiedene Figuren - ein Schauspieler (gespielt von Brühl) trifft in einer Berliner Kneipe auf seinen Nachbarn (Peter Kurth). Der nimmt bald nicht nur die Karriere des Schauspielers auseinander.

Er habe einen Film über Gentrifizierung machen wollen, sagte Brühl. Die Idee habe er vor zehn Jahren in Barcelona gehabt, in einem Tapas-Restaurant, in dem er bis heute gerne esse. Da habe ihm ein Mann gegenübergesessen, der ihn die ganze Zeit fixiert habe, ohne zu blinzeln, ein bisschen wie in einem Sergio-Leone-Film.

„Und ich wusste gleich, der mag mich nicht. Der kann mich nicht ertragen. Wie ich da sitze, mit meinem Rollköfferchen, frisch aus Berlin gelandet“, sagte Brühl. „Wie ich dann extralaut mit den Kellnern über den FC Barcelona spreche. Und so gefallen möchte.“ Er hätte sich selbst wohl auch nicht gemocht, wenn er mal zurückdenke.

Aus der Idee entstand schließlich der Film, zu dem Autor Daniel Kehlmann („Tyll“) das Drehbuch geschrieben hat. Kehlmann musste nach eigenen Angaben bei dem Projekt nicht lange zögern. „Ich mag sehr gerne Zwei-Personen-Stücke“, sagte er der dpa. Er möge Konflikte, die sich auf engem Raum abspielten. Deswegen habe er sofort „Ja“ gesagt.

Er habe am Drehbuch geschrieben und Brühl immer wieder etwas davon gelesen. Dann hätten sie sich ausgetauscht. „Es war Sommer, wir saßen in meinem Arbeitszimmer und haben Unmengen Espresso getrunken“, sagte Kehlmann. Brühl habe sein Improvisationstalent eingesetzt. „Als Schriftsteller fehlt er mir seither, wenn ich ohne ihn arbeite.“

Entstanden ist ein Kammerspiel in der Eckkneipe. Ein Wortduell zwischen zwei sehr unterschiedlichen Männern, wie Brühl sagt - zwischen einem herumreisenden Mann, der in der Öffentlichkeit stehe - „das fand ich eine wunderbare Angriffsfläche“ - und einem Mann, der wirklich aus dem Viertel sei. Für den Film gab es Applaus und für Brühl ein Geburtstagsgeschenk vom Festivalteam. dpa

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