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Dirigent Daniel Barenboim
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Daniel Barenboim bei der Arbeit.

Pandemie

Barenboim: Wiener Neujahrskonzert ist besonderes Ereignis

Der Dirigent Daniel Barenboim kommmt zum dritten Mal zum Neujahrskonzert nach Wien. Er stellt den Wert von Musik heraus - auch und gerade in der aktuellen Corona-Lage.

Berlin/Wien - Vor dem Neujahrskonzert mit den Wiener Philharmonikern hat der diesjährige Dirigent Daniel Barenboim die Bedeutung der traditionsreichen Veranstaltung betont.

„Jedes Neujahrskonzert ist etwas Besonderes. Das ist kein normales Konzert“, sagte der Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper Unter den Linden der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Barenboim verwies auf die internationale Ausrichtung der Veranstaltung, die in mehr als 90 Ländern im Fernsehen übertragen wird. „Es kommen Menschen aus der ganzen Welt, man spielt Musik der ganzen Strauss-Familie.“ Er warnte davor, Wiener Walzer, Polkas oder Märsche zu unterschätzen. „Die Walzer-Musik hat auch einen leichten Charakter. Aber ein solcher Charakter kann viele Gesichter haben“, sagte Barenboim. „Das ist bei der Strauss-Familie etwas ganz besonderes. Die Musik ist leicht, aber nicht oberflächlich. Da gibt es einen Unterschied.“

Besonderheiten sieht der 79-Jährige, der nach 2009 und 2014 zum dritten Mal für das Neujahrskonzert nach Wien kommt, auch im Verhältnis zwischen Philharmonikern und Dirigenten. „Das Orchester beherrscht diesen bestimmten Stil ganz perfekt“, sagte Barenboim. „Es ist eine Zusammenarbeit, bei der der prozentuale Anteil des Orchesters größer ist als sonst.“

Corona-Beschränkungen

Barenboim betonte den Wert von Kultur auch während der Pandemie. „Konzerte und Opernabende sind in dieser Zeit besonders wichtig“, sagte der Dirigent. „Wir sollten nicht leben ohne Musik. Die Musik ist kein Luxus, sondern sie ist geistig notwendig.“ Musik werde zu wenig in der Schule unterrichtet. Und Haushalte, in denen musiziert werde, seien die Ausnahme. „Das ist sehr schade, weil Musik in jeder Zeit ihre Wichtigkeit behalten muss.“

Wegen kurzfristiger neuer Corona-Beschränkungen in Österreich musste die Zuschauerzahl für das Neujahrskonzert auf 1000 reduziert werden. Den 700 Kartenbesitzern, die deshalb leer ausgehen, werden Plätze für das nächste Konzert 2023 reserviert. Dies gilt auch für die öffentliche Generalprobe am Donnerstag und das Silvesterkonzert am Freitag, bei denen das selbe Programm wie am Samstag gespielt wird. Riccardo Muti dirigierte die Philharmoniker beim vergangenen Neujahrskonzert vor leeren Plätzen im Goldenen Saal des Musikvereins.

Nach den jüngsten Regelungen wären auch mehr Besucherinnen und Besucher möglich gewesen, dann aber mit vollständiger Grundimmunisierung, negativem PCR-Test (2G plus) und Auffrischungsimpfung. Um den Besuch des Konzertes auch ohne Booster-Impfung zu ermöglichen, verkleinerten die Veranstalter das Publikum. Bis zu 1000 Zuschauern reicht der Nachweis von 2G plus. dpa

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