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Das Gemälde "Judith und Holofernes" wurde 2014 auf einem Dachboden in einem Bauernhaus in Toulouse wiederentdeckt. Foto: Thibault Camus/AP

Ungewöhnlicher Rückzieher

Angeblicher Caravaggio schon vor Auktion verkauft

Die Meinung der Experten gehen auseinander: Ist das Gemälde tatsächlich von Caravaggio (1571-1610)? Fakt ist, das Gemälde wurde schon vor einer Auktion verkauft.

Paris (dpa) - Ein auf einem Dachboden in Südwestfrankreich gefundenes Bild, das von mehreren Experten dem italienischen Maler Caravaggio zugeschrieben wird, ist für einen unbekannten Preis ins Ausland verkauft worden.

Wie das Versteigerungshaus Labarbe am Dienstag berichtete, sei das Werk "Judith und Holofernes" mit einen Schätzwert von 100 bis 150 Millionen Euro vor der eigentlich geplanten Auktion an einen Käufer gegangen, der anonym bleiben wolle.

Das laut Auktionshaus um 1607 entstandene Bild wurde vor fünf Jahren auf einem Speicher in Toulouse entdeckt und sollte an diesem Donnerstag unter den Hammer kommen.

"Wir haben ein Angebot erhalten, und es war unmöglich, es nicht an die Eigentümer des Bildes weiterzuleiten." So erklärte der Experte Eric Turquin laut Auktionshaus den ungewöhnlichen Rückzieher. Der Käufer sei Sammler und stehe einem großen Museum nahe - um welches Museum es sich handelt, wurde aus Gründen der Vertraulichkeit nicht mitgeteilt.

Wie die Nachrichtenagentur AFP ergänzend berichtete, streiten internationale Experten über die Echtheit des Bildes. Für einige von ihnen weist das Werk Eigenschaften auf, die typisch für die Technik und Bildsprache des Barockkünstlers (1571-1610) sind. Andere äußerten hingegen Zweifel.

Auktionsankündigung (Frz.)

Mitteilung Auktionshaus (Frz.)

Bericht Regionalzeitung "La Dépêche du Midi"

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