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Festival "Lesen ohne Atomstrom"
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Die Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch aus Weißrussland liest in der Freien Akademie der Künste bei der Eröffnung des Hamburger Festivals «Lesen ohne Atomstrom» (2017).

Trotz Corona

45 Autoren beim Festival «Lesen ohne Atomstrom»

Schon viele prominente Autoren waren beim Festival «Lesen ohne Atomstrom» dabei. Auch in diesem Jahr gibt es eine Ausgabe - live übertragen aus der Akademie der Künste.

Hamburg (dpa) - Das Festival «Lesen ohne Atomstrom» wird in diesem Jahr vom 8. bis zum 14. Februar live aus der Hamburger Akademie der Künste übertragen.

Das Festival finde in vollem Umfang und mit allen angekündigten Gästen statt - nur leider ohne Zuschauer, teilten die Veranstalter mit. Die sind wegen des bundesweiten Lockdowns bei Kulturveranstaltungen nicht zugelassen. Stattdessen gibt es Live-Übertragungen.

«Das, was sonst immer eines der Markenzeichen bei uns war – die außerordentlich vielen engagierten Zuschauer, diese Zuschauerauslastung von hundert Prozent kontinuierlich über neun Jahre: das werden wir und die Autoren schmerzlich vermissen», sagte Frank Otto, Vorstand des Vereins Kultur für alle.

Die neue Ausgabe trägt den Titel «Die Niederlage des rationalen Menschen» - nach einem Essay von Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch, das sie für das neue «Lesen ohne Atomstrom»-Buch geschrieben hat und in dem sie gemeinsam mit zwei Dutzend Autoren aus aller Welt fordert: «Act now!» (deutsch: Handelt jetzt!) Die Veranstaltungen beschäftigen sich mit Themen wie Klimawandel, Artensterben und die Flüchtlingskrise.

Zum Finale am 14. Februar kooperiert «Lesen ohne Atomstrom» mit der ARD: Das Festival präsentiert mit den TV-Stars Katja Bürkle, Michael Rotschopf und Thomas Thieme eine eigens arrangierte Bühnenfassung der bisher unveröffentlichten ARD-Hörspielproduktion «Saal 101» – ein zwölfstündiges Werk über den NSU-Prozess, das fünf Tage darauf bundesweit in allen ARD-Programmen Premiere hat.

Das nicht-kommerzielle Festival «Lesen ohne Atomstrom» wurde 2011 gemeinsam von Lesern und Schriftstellern gegründet – als Reaktion auf die «Vattenfall-Lesetage», benannt nach dem gleichnamigen Energiekonzern.

Alle Veranstaltungen sind kostenlos.

© dpa-infocom, dpa:210207-99-335886/2

Lesen ohne Atomstrom

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