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Zwischenzeugnis: Wann haben Mitarbeiter einen Anspruch darauf?

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Von: Andrea Stettner

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Arbeitgeber sind nicht in jedem Fall dazu verpflichtet, ein Zwischenzeugnis auszustellen. Welche Bedingungen dafür gelten – und wann Sie es anfordern sollten.

Mit dem Arbeitszeugnis hat schon jeder Bekanntschaft gemacht, der sich bei einem neuen Arbeitgeber beworben hat. Darin werden all jene Aufgaben aufgelistet, welche der Arbeitnehmer während seiner Anstellung zu leisten hatte, und entsprechend seiner Leistung bewertet – wenn auch oft mit versteckten Codes. Ein Zwischenzeugnis kennen jedoch nur die wenigsten. Dabei kann es für die Bewerbung entscheidend sein.

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Was ist ein Zwischenzeugnis – und wofür brauche ich es?

Ein Zwischenzeugnis unterscheidet sich im Grunde nicht von einem qualifizierten oder einfachen Arbeitszeugnis. Es wird lediglich „zwischendurch“ ausgestellt, während sich Mitarbeiter noch im Arbeitsverhältnis befinden. Wer sich aus einem ungekündigten Job heraus bewerben will, kann es bei seinem Arbeitgeber anfordern, um seine Bewerbungsunterlagen zu vervollständigen. Doch genau das kann zum Problem werden.

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Wer etwa in Elternzeit geht, sollte ein Zwischenzeugnis beim Arbeitgeber anfordern.
Wer etwa in Elternzeit geht, sollte ein Zwischenzeugnis beim Arbeitgeber anfordern. © Westend61/Imago

Wann habe ich Anspruch auf ein Zwischenzeugnis?

Bei Arbeitgebern schrillen sofort sämtliche Alarmglocken, wenn Mitarbeiter ein Zwischenzeugnis verlangen. Denn damit ist klar, dass der Mitarbeiter womöglich bald kündigen will. Kann der Chef die Ausstellung eines Zwischenzeugnisses verweigern?

Einen gesetzlichen Anspruch auf ein Zwischenzeugnis haben Arbeitnehmer tatsächlich nicht. „Laut Rechtsprechung braucht ein Mitarbeiter einen triftigen Grund, um ein Zwischenzeugnis zu verlangen“, erklärt Alexander Birkhahn, Fachanwalt für Arbeitsrecht, dem Online-Magazin Impulse zufolge. „Der ist in der Regel immer dann gegeben, wenn sich etwas im Arbeitsverhältnis ändert.“ Das trifft etwa in folgenden Fällen zu:

Gerade, wenn Arbeitnehmer in Elternzeit gehen und eine Babypause einlegen, können sie gut argumentieren – schließlich könnte in der Zwischenzeit (oft mehrere Jahre) sich im Betrieb einiges ändern oder ein neuer Abteilungsleiter eingestellt werden. Auch das Ende eines befristeten Arbeitsverhältnisses ist laut karrierebibel.de ein unverfänglicher Zeitpunkt, um ein Zwischenzeugnis anzufordern. (as)

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