Erstklässler in der Schule: Wenn der befristete Vertrag eines Lehrers vor den Sommerferien ausläuft, erhält der Pädagoge in der freien Zeit kein Geld. (Bild: ZB-Funkregio Ost)
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Erstklässler in der Schule: Wenn der befristete Vertrag eines Lehrers vor den Sommerferien ausläuft, erhält der Pädagoge in der freien Zeit kein Geld. (Bild: ZB-Funkregio Ost)

Zeitvertrag: Lehrer erhält in den Ferien kein Geld

Mainz (dpa) - Ein Lehrer, dessen befristeter Arbeitsvertrag vor den Sommerferien abläuft, hat keinen Anspruch auf Bezahlung während der Ferien. Das entschied

Mainz (dpa) - Ein Lehrer, dessen befristeter Arbeitsvertrag vor den Sommerferien abläuft, hat keinen Anspruch auf Bezahlung während der Ferien. Das entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz in einem Urteil.

Dies gilt nach dem Richterspruch selbst dann, wenn der betroffene Lehrer nach den Ferien einen neuen Arbeitsvertrag erhält und die schulfreie Zeit genutzt hat, um sich auf den Unterricht vorzubereiten (6 Sa 708/07). Das Gericht wies mit seinem Urteil die Zahlungsklage einer Lehrerin gegen das Land Rheinland-Pfalz ab. Die Klägerin ist seit November 2002 beschäftigt. Allerdings hat das Land mit ihr jeweils befristete Arbeitsverträge abgeschlossen. Als einer ihrer Verträge im Juli 2006 auslief und ein neuer Arbeitsvertrag erst zum 1. August 2006 geschlossen wurde, erhielt die Klägerin für die Sommerferien kein Gehalt. Sie hielt diese Praxis für rechtswidrig.

Das LAG teilte die Auffassung der Klägerin jedoch nicht. Für das geltend gemachte Gehalt sah das Gericht keine rechtliche Grundlage. Es sei typisch für befristete Arbeitsverträge, dass sie nicht durch Kündigung oder Aufhebung, sondern durch Zeitablauf endeten. Die Klägerin hätte sich daher rechtzeitig auf das Ende des Vertrages einstellen können. Eine Rechtspflicht des Landes, sofort einen neuen Vertrag abzuschließen, bestehe nicht.

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