Zu wenig gearbeitet - Arbeitgeber muss Beweise vorlegen

Mainz/Berlin (dpa/tmn) - Bei einem Streit um die Arbeitszeit muss der Arbeitgeber beweisen können, dass der Mitarbeiter weniger gearbeitet hat, als er

Mainz/Berlin (dpa/tmn) - Bei einem Streit um die Arbeitszeit muss der Arbeitgeber beweisen können, dass der Mitarbeiter weniger gearbeitet hat, als er müsste. So entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz in Mainz (Az.: 4 Sa 663/05).

Das teilt der Deutsche Anwaltverein (DAV) in Berlin mit. In dem Fall hatte eine Baufirma mit einem Mitarbeiter eine Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche vereinbart. Nach einigen Monaten machte der Mitarbeiter sie darauf aufmerksam, dass er deutlich mehr gearbeitet habe und dafür nicht entlohnt worden sei. Der Arbeitgeber behauptete dagegen, er habe sogar weniger gearbeitet.

Der Mitarbeiter klagte und erhielt Recht. Die Richter argumentierten, er habe eine Stundenaufstellung für jeden Tag vorlegen können, aus der hervorging, wann er wie viel gearbeitet habe. Sein Arbeitgeber dagegen habe seine Behauptungen nicht konkretisiert.

Informationen: Deutsche Anwaltauskunft, Telefon: 01805/18 18 05 (für 14 Cent pro Minute)

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