Teil 19

Das Vorstellungsgespräch (2)

Im Allgemeinen können Sie mit folgender Gesprächsstruktur rechnen: 1. Begrüßung/Warming up 2. Ihr zweiter Auftritt: Vorstellung 3. Motive/Vertiefungsphase 4. Informationen für Sie 5. Situative Fragen

Im Allgemeinen können Sie mit folgender Gesprächsstruktur rechnen:

1. Begrüßung/Warming up

Die Begrüßung und das erste Aufeinandertreffen der Gesprächspartner/innen ist ein entscheidender Abschnitt für den weiteren Verlauf des Gespräches.

Denken Sie hier daran, dass ein Lächeln Tore öffnen kann.

Bedenken Sie auch, dass Sie der Gast sind und überlassen Sie die Gesprächsführung Ihrem Gastgeber.

In dieser ersten Phase der Kontaktaufnahme zum Beispiel durch Fragen zur Anreise wird Ihnen Gelegenheit gegeben anzukommen, Ihre Nervosität abzulegen und sich mit der Gesprächssituation vertraut zu machen.

2. Ihr zweiter Auftritt: Vorstellung

Jetzt sind Sie gefragt. Das ist Ihr zweiter Auftritt. Möglicherweise werden Sie aufgefordert, etwas aus Ihrem Leben zu erzählen oder Ihren bisherigen Werdegang kurz darzustellen.

Legen Sie sich zurecht, was Sie in wenigen Minuten wichtiges über sich und Ihren bisherigen Bildungs- und Berufsweg erzählen wollen.

Rechnen Sie mit Fragen, die sich aus Ihrem Lebenslauf ergeben, zum Beispiel warum Sie sich für genau dieses Studium entschieden haben. Dies kann direkt überleiten zur nächsten Phase.

3. Motive/Vertiefungsphase

Wenn Sie sich Klarheit darüber verschafft haben, was sie können und was Sie wollen, sollte Ihnen eine Antwort auf Fragen nach Ihrer Motivation für eine Bewerbung in diesem Unternehmen, warum Sie sich für diese Stelle für geeignet halten oder auch nach Ihren Erwartungen an die ausgeschriebene Stelle nicht schwer fallen. Suchen Sie nach Gemeinsamkeiten zwischen Ihnen und der Firma. Wo können Sie Ihre Erfahrungen für die Firma erfolgreich einsetzen? Formulieren Sie kurz und knapp. Hier können weitere Fragen zu Ihrem persönlichen Umfeld gestellt werden, um einen Eindruck Ihrer sozialen Kompetenzen zu gewinnen.

Überlegen Sie sich Ihre persönlichen Stärken und Schwächen, ohne sich zu sehr Blöße geben zu müssen. Sicherlich werden Sie auch danach gefragt, und Sie sollten eine Antwort parat haben.

Bedenken Sie, dass aus einer Schwäche auch eine Stärke werden kann.

4. Informationen für Sie

Wahrscheinlich erhalten Sie eine Darstellung des Unternehmens und detaillierte Informationen über das Aufgabengebiet, für das eine neue Arbeitskraft gesucht wird. Hier haben Sie die Möglichkeit, sich sehr interessiert zu zeigen, das Gespräch aktiv mit zu gestalten und vielleicht sogar mit Ihrem schon vorhandenen Wissen über das Unternehmen glänzen zu können.

5. Situative Fragen

Eventuell werden Ihnen hier - wie schon in der Vertiefungsphase - Fragen gestellt, um Ihre Persönlichkeit zu testen, zum Beispiel wie Sie mit Kritik umgehen, worüber Sie sich ärgern können oder wie Sie mit Konflikten bisher umgegangen sind oder warum Sie meinen, dass Sie die/der Richtige für diese Stelle sind. Geben Sie Acht, dass sich Ihre Antworten nicht zu früheren Antworten widersprechen. Hier wird getestet, ob Sie sich die Antworten vorher nur zurecht gelegt haben oder ob Sie sich auch damit identifizieren können.

Jochen Maigatter

Weitere Informationen: www.bewerbe.de

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